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Das Wetter in der Kunst. Bilder aus der Kälte - Caspar David Friedrich


Caspar David Friedrich: Klosterfriedhof im Schnee, um 1810,
Leinwand, 121 x 170 cm, verbrannt.

 

Ich grübe mir gern in die Stille ein Grab

Ich fühle mich tot, als wär ich erfroren,
Als hätt sich die Welt zu sterben verschworen.
Ich grübe mir gern in die Stille ein Grab
Und warte begraben deine Wiederkehr ab.

Vom langen Warten versteinern die Wangen,
Doch lebt auch im Stein noch ein sehnend Verlangen.
Ich weiß nur, daß ich nicht fühlen will;
Vielleicht steht dann endlich das Warten still.

Der Wind, der heult vor den nächtlichen Toren,
Als würde da draußen nur Unglück geboren.
Er klagt wie ein Hund in die Leere hinein,
Und stets drängen Hunger und Sehnsucht herein.

Max Dauthendey

 

Der Maler: Caspar David Friedrich, geboren am 5. September 1774 - in Greifswald
gestorben am 7. Mai 1840 in Dresden. Biographie bei onlinekunst.de

Der Dichter: Max Dauthendey, geboren am 25. Juli 1867 in Würzburg
gestorben am 29. August 1918 in Malang auf Java. Portait und Gedicht:"Du und ich"

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