| Ich grübe mir gern
in die Stille ein Grab
Ich fühle mich tot, als wär ich erfroren,
Als hätt sich die Welt zu sterben verschworen.
Ich grübe mir gern in die Stille ein Grab
Und warte begraben deine Wiederkehr ab.
Vom langen Warten versteinern die Wangen,
Doch lebt auch im Stein noch ein sehnend
Verlangen.
Ich weiß nur, daß ich nicht fühlen will;
Vielleicht steht dann endlich das Warten
still.
Der Wind, der heult vor den nächtlichen
Toren,
Als würde da draußen nur Unglück geboren.
Er klagt wie ein Hund in die Leere hinein,
Und stets drängen Hunger und Sehnsucht
herein.
Max Dauthendey |