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schäumendes Meer Foto von Inga Schnekenburger

"Schäumendes Meer" Foto von © Inga Schnekenburger

Fliegen

Heute möcht ich fliegen, tief hinab ins Meer
mich frei fühlen und in den Wellen wiegen
und nicht mehr sein - so leer.

Die Wellen wie die Lösung, den Boden wie den Grund,
möcht ich erfahren, spürn in mir,
damit ich wieder atmen kann,
wieder leben kann - in und mit und ganz bei Dir.

Mir fehlt die Kraft, in die Tiefe zu fliegen, zu tauchen in schwindelnden Höhn,
und alles nur um Dich und mich und alles zu finden,
in Dir endlich die Lösung zu sehn.

Ich wünscht, mir wüchsen Flügel, wie all die Jahre so weit
ich würd sie ausspannen und tief tauchen,
hinab in die Dunkelheit
in die Ruhe, in der Erde Seel,
um zu finden Dich und mich und alles,
zu finden die Lösung, wegen der ich mich so quäl.

 

Sonja Morgenstern

 

Bei dem obigen Gedicht handelt es sich um das erste Gedicht
von Sonja Morgenstern. Es ist am 22. Juli 1999 entstanden,
als Sonja Morgenstern 20 Jahre alt war. Veröffentlicht im
onlinekunst.de Talentschuppen am 25. Januar 2001.
Kontakt zu Sonja Morgenstern per E-Mail

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