| Fliegen
Heute möcht ich fliegen,
tief hinab ins Meer
mich frei fühlen und in den Wellen wiegen
und nicht mehr sein - so leer.
Die Wellen wie die Lösung,
den Boden wie den Grund,
möcht ich erfahren, spürn in mir,
damit ich wieder atmen kann,
wieder leben kann - in und mit und ganz bei
Dir.
Mir fehlt die Kraft, in die Tiefe
zu fliegen, zu tauchen in schwindelnden Höhn,
und alles nur um Dich und mich und alles zu
finden,
in Dir endlich die Lösung zu sehn.
Ich wünscht, mir wüchsen
Flügel, wie all die Jahre so weit
ich würd sie ausspannen und tief tauchen,
hinab in die Dunkelheit
in die Ruhe, in der Erde Seel,
um zu finden Dich und mich und alles,
zu finden die Lösung, wegen der ich mich
so quäl.
Sonja Morgenstern
Bei dem obigen Gedicht handelt
es sich um das erste Gedicht
von Sonja Morgenstern. Es ist am 22. Juli 1999
entstanden,
als Sonja Morgenstern 20 Jahre alt war. Veröffentlicht
im
onlinekunst.de Talentschuppen am 25. Januar
2001.
Kontakt zu Sonja Morgenstern per
E-Mail
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