| Der Dichter Es
ist!
Als wär es immer da gewesen.
Mit reiner Seele wartet es auf mich.
Das Blatt Papier als würd es jede Bürge
tragen.
Das Schwert in der Hand fügt sich Punkt für
Punkt, Wort für Wort,
stetig, schnell und immerfort.
Es ist als ob meine Hand nur reist,
getrieben von der Feder Geist.
Es nimmt so Satz für Satz
mein Leben auf der Seite platz.
Doch ist es nicht nur ein Schicksalshieb,
der mich zu diesem Kunstwerk trieb?
Still sitz ich hier, die letzten Lebenszüge
zu genießen,
wart darauf bis Stille herrscht, die letzten Gedanken
mich verließen.
Seite um Seite füllt sich nun und das Ende
naht.
Doch bin ich nicht verzagt,
denn in dieser einen jetzgen Welt,
die mich vor diese traurige Entscheidung stellt,
schlägt mein Herz nicht mehr
und es ist, als ob ich doch schon längst tot
wär.
Denn alles was mir nahe lag,
mir Wärme, Trost und Liebe gab,
all das wurd mir ganz plötzlich weggenommen,
was einst ein Feuer war, ist nicht mal mehr ein
Funkenglommen.
Du bist fort von mir,
doch eines noch das schreib ich dir,
solltest du diese Seiten lesen,
so bitt ich dich du liebes Wesen;
Lass ein letztes mal mich deine Wärme spüren,
lass mich durch sie ins Helle führen,
der Kälte diesen dunklen Orts hinfort,
an einen oft als besser angepriesnen Ort.
So sei es nun, die Seele schweigt,
ein letztes Mal mein Haupt sich neigt,
zu einem sanften, milden Kuss,
auf die kühlen Lippen voll Genuss,
als würd ich im Bild dich wieder schmecken,
dein süßer Duft sich mir entgegenstrecken.
Das Schwert im Schaft, den Dolch gezückt,
bist du mein Licht, mein letzter Blick.
Ich schweige still und denk an dich,
mein letztes Wort: VERGISS MICH NICHT!
by Dominik Bauer
Entstanden am 1. September 2005. Der Autor war zu
dem Zeitpunkt 19 Jahre alt.
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Mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung
im Talentschuppen. Alle Rechte an dem Gedicht beim
Autor © Dominik Bauer.
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