| Schmetterlingsgedicht
Ein Bild aus Reichenau
Auf einer Blume, rot und brennend, saß
Ein Schmetterling, der ihren Honig sog,
Und sich in seiner Wollust so vergaß,
Daß er vor mir nicht einmal weiterflog.
Ich wollte sehn, wie süß die Blume war,
Und brach sie ab: er blieb an seinem Ort;
Ich flocht sie der Geliebten in das Haar:
Er sog, wie aufgelöst in Wonne, fort!
Friedrich Hebbel (1813-1863) |
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Buchtipp: Aus
dem Leben der Schmetterlinge von Ludwig Brandmayer,
Wolfgang Helfer, Till R. Lohmeyer, Ihw 2000
Abbildung rechts: Vincent van Gogh: Mohnblumen
und Schmetterlinge. Poppies and Butterflies; Oil
on canvas 34.5 x 25.5 cm. Saint-Rémy: April-May,
1890 F 748, JH 2013 Amsterdam: Van Gogh Museum
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