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Der Computergarten in der 2. September-Hälfte: Schmetterlinge bei onlinekunst


Der Computergarten am 27. September

Christa Wolf hat über den 27. September 40 Jahre lang geschrieben...
mehr darüber weiter unten auf dieser Seite.

Schmetterling auf gelber Blume

Schmetterling
butterffly - Mariposa
Digitalfoto von © Inga Schnekenburger für Christa Wolf

 

 

Alexander Camaro, Maler und Tänzer
geboren am 27. September 1901 in Breslau
gestorben am 20. Oktober 1992 in Berlin

Alexander Camaro ging in seiner Malerei anfangs vom "Gegenständlichen" aus. Der Gegenstand als optische Wirklichkeit war dabei aber weniger von Bedeutung. Er war Vorwand zur Erreichung künstlerischer Ziele, zur Schaffung neuer Symbole.

Camaro studierte Musik (Violine am Konservatorium Breslau), arbeitete als Schauspieler und als Artist. Außerdem besuchte er die Akademie in Breslau.

1920 bis 1925 war er Schüler von Otto Mueller. Der Einfluss von Otto Mueller war für Camaro zunächst entscheidend und wegbereitend. Otto Mueller (geboren am 16. Oktober 1874) gehörte mit Kirchner, Nolde, Schmidt-Rottluff und Pechstein zu der Künstlergruppe "Die Brücke".
1927

begann Alexander Camaro einen eigenen Stil zu entwickeln und sich vom Einfluss Otto Muellers zu lösen.

1927 gründete Alexander Camaro auch eine Kunstschule. Er schuf Bilder, bei denen er sich bemühte, eine Verbindung von Wort, Farben und Ton herszustellen.

Dann studierte er Ausdruckstanz bei Mary Wigman.

1930 trat er als Partner von Mary Wigmann in München bei der Aufführung des "Totenmals" auf. Alexander Camaro arbeitete als Tänzer an der Deutschen Oper Berlin.
1933 wurde auch Alexander Camaro mit dem Begriff "Entarteter Künstler" geschmäht. Auch aus diesem Grund wandte er sich mehr und mehr der Bühne zu.
1946

gab er dann einen Zyklus heraus, der die Arbeit auf der Bühne mit all ihrer Hintergründigkeit zeigt: "Hölzernes Theater". Dieser Zyklus umfasst 18 geniale Bilder. Diese Bilderfolge, die als "halbabstrakt" nur ungenügend erklärt werden kann, begründete den Ruhm Camaros.

Danach wurde er aber wesentlich abstrakter in seinen Arbeiten. Er rang um Vereinfachung, fast kam es zum reinen Spiel der Linien. Die Farbenskala beschränkte sich immer mehr auf wenige Töne. Zum Teil wurden die Ausgangsmotive zu einer Hieroglyphe umgearbeitet.

1952 malte er das Bild "Achterbahn", auf der diese Entwicklung gut verfolgt werden kann. Das Bild besteht nur aus Linien und Flächen. Dieser Weg wurde nun konsequent fortgesetzt.

Eine geheimnisvolle, poetische Verbindung von Musik und Malerei
schuf er 1958 mit dem Werk "Dämmerung".

  1946 wurde in der Galerie Gerd Rosen in Berlin eine Ausstellung von Alexander Camaro gezeigt, die ihm sehr viel Anerkennung brachte.
1948 /1949 erhielt er den Kunstpreis Berlin: Jubiläumsstiftung Bildende Kunst.
1951 war er Mitbegründer der "Neuen Gruppe Berlin" und Mitglied des Deutschen Künstlerbundes
1952 Alexander Camaro erhielt 1952- 1969 eine Professur an der Berliner Hochschule für bildende Künste.

In den folgenden Jahren stellte er u.a. in Pittsburgh, Tokio, Paris und auf der Biennale in Sao Paulo seine Werke aus und hatte in der ganzen Welt Erfolg. Alexander Camaro war mit dem Künstler Heiliger befreundet.

Alexander Camaro starb am 20. Oktober in 1992 in Berlin.

Schmetterlings- Tanz für Camaro von Inga Schnekenburger

Abbildung rechts: "Schmetterlings-Tanz für Camaro", Computer-Zeichnung von © Inga Schnekenburger 2001

LINKS, SURFTIPPS zu Alexander Camaro

  • Kunstpreis Berlin: Jubiläumsstiftung 1848/1948 Bildende Kunst
    www.luise-berlin.de/Ehrung/c/camaro_alexander.htm
  • Ostdeutsche Galerie Regensburg. Bild: Alexander Camaro
    1901 Breslau - 1992 Sylt Orchestrion, 1967 Öl auf Leinwand, 125 x 176 cm
    Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland
    www.mog-regensburg.de/schau/raum_s.htm
  • Kunst im Krankenhaus. (KiK) im Universitätsklinikum Benjamin Franklin (UKBF)
    Fachbereich Humanmedizin Freie Universität Berlin.
    Hindenburgdamm 30, 12200 Berlin. In Erweiterung von Kunst am Bau: ...ein Triptychon im Eingang Nord: Alexander Camaro, geb. 1901, gest. 1992, Triptychon: LA VIE 1981/1982 I., Winter 200 x 250 cm II. Das Mädchen 200 x 250 cm III. ERATO 200 x 250 cm
    www.medizin.fu-berlin.de/Weiteres/Kunst/KIK.html
  • Künstler, die sich mit Motiven aus Kafkas Texten auseinandergesetzt haben: ...u.a.: Alexander Camaro (1901-1992): Die Verwandlung (Federzeichnung)
    members.tripod.de/HartmutErnst/sonstiges.html

 

 

BUCHTIPP zum 27. September

Ein Tag im Jahr 1960 - 2000 von Christa Wolf

zum Buch

Das Buch über den 27. September
vierzig Jahre Beobachtungen über diesen Tag. Gebundene Ausgabe - 640 Seiten - Luchterhand Literaturverlag 2003 Ein Tag im Jahr 1960 - 2000.

Kurzbeschreibung: 1960 erging an die Schriftsteller der Welt ein Aufruf der Moskauer Zeitung Iswestija, sie mögen den 27. September dieses Jahres so genau wie möglich beschreiben.

Maxim Gorki hatte 1936 damit begonnen, "Einen Tag der Welt", wie es damals hieß, zu porträtieren - mit großer Resonanz. Christa Wolf reizte diese Idee, sie hat dann aber nicht nur den 27. September 1960 beschrieben, sondern von diesem Jahr an jeden darauffolgenden 27. September genau beobachtet und festgehalten, "mehr als die Hälfte ihres erwachsenen Lebens" - ein einmaliges literarisches Projekt, das nun veröffentlicht werden kann. "Wie kommt Leben zustande?" - diese Frage beschäftigt Christa Wolf über all die Jahre. Die Familie spielt dabei eine wichtige Rolle und auf welche Weise sich ihr Beruf, das Schreiben, mit den häuslichen Anforderungen verbinden läßt. Das Schreiben und wie es ihr gelingt, das Tor zu dem "unerschöpflichen Bereich des Unbewußten" und Verbotenen aufzustoßen, ist eines ihrer immer wiederkehrenden Themen. Und auch die Zeitereignisse, die sie in Bann halten, notiert sie von Jahr zu Jahr genau, die Politik, die sie betrifft, und den Zustand des Landes, in dem sie anteilnehmend lebt. "Ein Tag im Jahr" ist Christa Wolfs persönlichstes Buch: ein bewegendes Dokument der deutschen Literatur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ein einmaliger Bericht vom Leben im "anderen Deutschland", ein authentisches Werk der autobiographischen Literatur. Christa Wolf wurde 1929 in Landsberg an der Warthe geboren und lebt in Berlin. Sie zählt zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der Gegenwart; ihr umfangreiches erzählerisches Werk wurde in alle Weltsprachen übersetzt und mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschien ihre Erzählung "Leibhaftig" (2002).


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