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Der Computergarten in der 2. September-Hälfte: Schmetterlinge bei onlinekunst


Der Computergarten am 26. September

Schmetterlinge an Hibiscusblüte

Schmetterlinge an einer Hibiscusblüte
für Theodore Gericault
Digitalfoto von © Inga Schnekenburger

 

Jeder Tag ist ein neuer Anfang

Zitat von Thomas Stearns Eliot
Zitate- Schatzkiste

 

Theodore Géricault, 1791- 1824
(Jean-Louis-André-) Théodore

Theodore Gericault hatte sich immer für das Problem des leidenden Menschen interessiert. Der Arzt Dr. Geoget regte ihn an, diese Menschen zu malen. Von diesen Studien der psychisch kranken Menschen sind noch fünf Arbeiten erhalten, unter anderem das unten gezeigte Portrait der Irren mit der Schmetterlingshaube. Das Bild "Der Irrsinnige" weiter unten auf dieser Seite.

Theodore Gericault Die Irre

 

Theodore Gericault, Jean Louis Theodore Gericault, wurde am 26. September 1791 (andere Quellen berichten vom 21. September 1791) in Rouen in Frankreich geboren. Er starb im Alter von nur 32 Jahren an einer Krankheit am 26. Januar 1824 in Paris im Hause seines Vaters Georges Nicolas Gericault.

Er war Maler, Zeichner, Bildhauer
und Lithograf

Theodore Gericault verlor früh seine Mutter Louise Carruel, sie starb, als der Junge zehn Jahre alt war. Die Mutter hinterließ Theodore eine beträchtliche Erbschaft. Der Vater war Rechtsanwalt, er verließ nach dem Tode seiner Frau die Stadt Rouen und zog mit Theodore nach Paris.

Dort besuchte der Junge das Pensionat Castel, danach das Lycee Imperial. Die Ferien verbrachte er in der Normandie, dort beschäftigte er sich vorwiegend mit Pferden.

Abbildung rechts: Die Irre mit der Schmetterlingshaube, Theodore Gericault, "La monomane de l'envie", 1822- 1823, Öl auf Leinwand, 72 x 58 cm, Lyon, Museum.

1808 verließ er das Lycee Imperial und begann zu malen. Als erstes erhielt er eine Ausbildung zum Pferdemaler bei Carle Vernet.
1810

trat er in das Atelier von Guerin ein, dort wurde er mit dem Stil von der Kunst Davids vertraut gemacht. Die Bilder von David beeindruckten ihn zutiefst.

Theodore Gericault besuchte oft das Musee Napoleon - das heutige Musee National du Louvre - und studierte dort Kunstwerke. Er kopierte Arbeiten von Rubens, Caravaggio, Velasquez, Rembrandt, van Dyck und Raffael und zeichnete die Flachrelies der griechischen Sarkophage.

1812 richtete er sich dann sein erstes eigenes Atelier auf dem Boulevard Montmartre ein. Dort malte er das Bild "Offizier der Gardejäger beim Angriff". Dieses Werk (292 cm x 194 cm, Leinwand, heute im Louvre) erhielt eine Medalille im Salon.
1813 malte er in den Pferdeställen von Versailles verschiedene Pferdebilder.
1814 stellte er im Salon den "Verwundeten Kürassier" aus, ein Sinnbild des geschlagenen Frankreichs. Gericault begann, sich für das politische Geschehen zu interessieren und arbeitete als "Königlicher Musketier" beim König von Frankreich.
1814

bis 1816 machte ihm eine unglückliche Liebe zu der Frau eines Freundes sehr zu schaffen.

Von dieser Frau bekam er 1918 ein Kind mit Namen Hippolyte-Georges. Der Name der Mutter wurde geheimgehalten. Theodore Gericault brachte das Kind in einem Gasthof unter und ließ es gut versorgen. (Als Hippolyte-Georges 1882 starb, wusste er immer noch nicht den Namen seiner Mutter.) Die tragische Liebesgeschichte veränderte den sensiblen Künstler.

1816

Im Herbst 1816 reiste er nach Florenz, um die Frau zu vergessen. Dort fertigte er Studien der Medici-Gräber an. Danach ließ er sich in Rom nieder. Hier arbeite er an Variationen von Raffael-Bildern.

Dann kam die "Große Offenbarung": Er sah die Fresken von MIchelangelo in der Sixtinischen Kapelle. Diese Arbeiten beeindruckten ihn zutiefst und prägten dann seinen Stil nachhaltig. Die Bilder, die Theodore Gericault anschließend malte, lassen diesen Einfluss erkennen.

1817

kehrte er nach Paris zurück. Im Pavillon eines Gartens seines Vaters richtete er sich sein neues Atelier ein. Neben Gericault hatte Horace Vernet sein Atelier.

Gericault gehörte zu den ersten Künstlern, die das neue Verfahren der Lithographie anwendeten.

1818 wurde - wie schon erwähnt - sein Sohn geboren. Gericault richtete sich nun ein neues Atelier im Faubourg du Roule ein.
 

1818 bis 1819 arbeitete Theodore Gericault an seinem Hauptwerk "Das Floß der Medusa".

Das Bild schildert eine wahre Begebenheit eines schrecklichen Schiffsunglücks.

Die Fregatte "Medusa" erlitt im Juni 1816 Schiffbruch. Die Fragatte hatte 149 Passagiere an Bord. Nach dem Schiffbruch erreichten die Passagiere ein Floß, es wurde von Rettungsbooten in Schlepp genommen. Die Taue rissen.

Zwölf Tage lang trieb da Floß auf dem Meer. Es soll zu wüsten Szenen und sogar zu Kannibalismus gekommen sein.

15 Überlebende wurden von einem Schiff geborgen, fünf starben an Land nach der Rettung, so dass von den 149 Passagieren nur 10 am Leben blieben.

Dieses Unglück hat Theodore Gericault sehr stark beschäftigt.

Er malte das Bild "Das Floß der Medusa" nach langen Vorarbeiten (Skizzen, Studien von Körpern Verstorbener, Wachsmodelle auf einem Floß usw.).

Das Bild erhielt zwar eine Medalille im Salon, wurde aber nicht vom Staat gekauft. Das war eine Enttäuschung für Gericault.

zum Buch

Jean Louis Théodore Géricault: Das Floß der Medusa. 1818-1819, Öl auf Leinwand, 491 × 716 cm. Paris, Musée du Louvre. Land: Frankreich. Stil: Romantik.

The Raft of the Medusa. Gericault, Art
Buchtipp! Sprache: Englisch. Gebundene Ausgabe - 208 Seiten - Prestel Verlag 2002

The Raft of the Medusa. Gericault, Art, and Race. von Albert Alhadeff. Kurzbeschreibung:
Eine überraschende und provokative Neuinterpretation des berühmten, richtungsweisenden Bildes "Das Floß der Medusa": Zunächst untersucht der Autor die Struktur des Gemäldes und die Bedeutung des nur als Punkt am Horizont sichtbaren Rettungsbootes, welches den psychischen Zustand der Schiffbrüchigen, ihre Hoffnung und Verzweiflung betont.

  Das Bild wurde daraufhin in England und Irland gezeigt - gegen Eintrittsgeld. Vom 12. Juni bis zum 31. Dezember 1820 in London, vom 5. Februar bis zum 31. März 1821 in Dublin. Gericault erhielt dafür ca. zwanzigtausend Francs.
1821

malte er in England "Das Derby in Epsom"- eines seiner schönsten Bilder (Jean Louis Théodore Géricault: Das Derby in Epsom. 1821, Öl auf Leinwand, 91 × 122 cm. Paris, Musée du Louvre. Land: Frankreich. Stil: Romantik.)

Gericault arbeitete in London an der Technik der Lithographie weiter.

Krank kam Gericault aus England zurück. Er hatte sich eine schmerzhafte Ischias- Entzündung und eine Lungenentzündung geholt.

1823

arbeitete er an Illustrationen für die erste französische Ausgabe der Werke Byrons. Es waren Lithographien.

Dann erlitt Gericault noch einen Unfall mit einer Kutsche. Er lebte im Hause seines Freundes Dedreux- Dorcy und starb dann unter entsetzlichen Schmerzen im Hause seines Vaters am 26. Januar 1824 in Paris

 

LINKS und Surftipps
zu Webseiten über Theodore Gericault

  • Bilder: Géricault, Théodore - lithographs. Lithographien WebMuseum, Paris
    www.ibiblio.org
  • Bilder und Biographie, englisch: Géricault, Théodore. sunsite.dk
  • Théodore Géricault, Rouen 1791-1824 Paris. Pferde in der Koppel, Öl auf Papier auf Leinwand. 24.5 x 33 cm. www.buehrle.ch

Gericault Irrsinniger

Bild rechts: Jean Louis Théodore Géricault: Der Irrsinnige. 1822-1823, Öl auf Leinwand, 86 × 65 cm. Winterthur, Sammlung Dr. Oscar Reinhardt. Land: Frankreich. Stil: Romantik.

 

Am 26. September

wurde auch der bedeutende Schriftsteller T. S. Eliot geboren. T.S. Eliot gehört zu den Schriftstellern, die weltweit eine hohe Anerkennung genießen.

Thomas Stearns Eliot, geboren am 26. September 1888 in St. Louis/USA, gestorben am 4. Januar 1965 in London. T.S. Elliot wurde 1948 der Literaturnobelpreis verliehen. Er schrieb u.a. das Drama "Murder in the Cathedral", übersetzt von Rudolf Alexander Schröder unter dem Titel "Mord im Dom". Surftipp: Biographie www.dhm.de/lemo/html/biografien/EliotTS/

 

Am 26. September

1914 starb August Macke. Deutscher Maler und Grafiker des Expressionismus; Mitbegründer der Künstlervereinigung "Der Blaue Reiter".

August Macke bei onlinekunst.de

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