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Der Computergarten in der 2. September-Hälfte: Schmetterlinge bei onlinekunst


Der Computergarten am 24. September

schwarzgelber Schmetterling- Digitalfoto von Inga Schnekenburger

Schmetterling für Jiri Kolar
butterffly - Mariposa
Digitalfoto von © Inga Schnekenburger 2000

 

Hommage an Jiri Kolar von Inga Schnekenburger

 

Bild oben: Hommage an Jiri Kolar:
Ein Schmetterling für Jiri Kolar
Computercollage von Inga Schnekenburger,
24. September 2001

Portrait Jiri Kolar von Inga Schnekenburger

Portrait Jiri Kolar, Computerzeichnung von Inga Schnekenburger

nach einem Foto von Heinz-Günter Mebusch

Kunst entsteht leise
für Jiri Kolar

leise entstehen Wort und Bild
leise reifen Wort und Bild zu Kunst
zuerst leise und dann laut
verkündet sich die Freude darüber

Reinhard Lehmitz
Kontakt zum Autor

 

 

 

Jiri Kolar, Schriftsteller und Collage-Künstler

geboren am 24. September 1914
Jiri Kolar ist am 11. August 2002 gestorben.

Jri Kolar wurde am 24. September 1914 in Protivin (Kreis Pisek), Tschechoslowakei, geboren.

1929
bis 1942 übt Jiri Kolar unterschiedliche Berufe aus.
1934
entstehen die ersten Collagen.
1937
die erste Einzelausstellung von Jiri Kolar im Mozarteum in Prag; seit
1943
freier Schriftsteller. Seine Inspirationen erhielt er vor allem durch den französischen Symbolismus: Mallarmé, Apollinair und durch James Joyce. Jiri Kolar schildert in surrealistischen Gedichten die Großstadt und die Ehe. Er schreibt auch köstliche Kinderbücher. Er übersetzt die Fabeln des Äsop und Werke von Walt Whitman und anderen Schriftstellern.
1952

Publikationsverbot in der CSSR.

Deshalb wendet er sich wieder seinen Collagen zu und erweitert die Technik, es entsteht ein eigener Stil, Rollagen von eigenartigem Reiz. Die Bildmotive, die er ausschneidet, werden streifenförmig wieder zusammengesetzt. Dazu benutzt Jiri Kolar auch alte Bücher. So entstehen z.T. poetisch anmutende Bildgeschichten. Er beklebt auch Gegenstände, die dadurch ein neues Eigenleben erhalten. Die Titel seiner Arbeiten zeigen auch, dass der Künstler über einen ausgesprochen feinen Humor verfügte ("Weihnachtseier", um 1965).

1970

hält er sich das letzte Mal in der Tschechoslowakei auf.

Die Teilnahme an der Documenta 4 in Kassel ist ein großer Erfolg.

1969
Reisen nach Brasilien, Auszeichnung auf der X. Biennale Sao Paulo
1980
übersiedelt Jiri Kolar nach Paris.
1984
erhält er die französische Staatsbürgerschaft.
1990
erste Pragreise nach 10 Jahren, er nimmt an der Biennale in Venedig teil.
1992
Rückerhalt der tschechischen Staatsbürgerschaft.
2002
Tod des vielseitigen, hochbegabten und beliebten Künstlers am
11. August 2002, kurz vor seinem 88. Geburtstag.

Externer Linktipp: Gedenkseite
Auf der Gedenkseite trauern folgende Künstler und Schriftsteller um Jiri Kolar

  • Reinhard Döhl Gedicht der Stille (Bild)
  • R.D. Ein Schmetterling für Jirì Kolàr 13.8.02
  • Armin Elhardt, ... und winken mit dem schwarzen Tuch
    oder Epilog zur Schwarzen Leier für Jiri Kolar 17.8.02
  • Text von Armin Elhardt - 3 Variationen
  • Collage mit Schmetterlingen Wolfgang Ehehalt: Hommage à Jirí Kolár
  • Johannes Auer, Collage
  • Inga Schnekenburger, Ein Schmetterling für Jirí Kolár, Computercollagen
  • Schmetterling von Reinhold Koehler für Jirí Kolár 1969 (R.K. lebt nicht mehr)
  • Reinhard Lehmitz, Gedicht "Kunst entsteht leise"- für Jiri Kolar.

Weitere Beiträge werden demnächst auf der Gedenkseite von Reinhard Döhl veröffentlicht.




zum Tod von Jiri Kolar

Zum Tod von Jiri Kolar: Abschied des Schmetterlings
Computercollage von Inga Schnekenburger, 13. August 2002

 

Anmerkung

Mein persönliches Lieblingsbild von Jiri Kolar ist "Die Quelle" (Ursprungsbild: Jean Auguste Dominique Ingres, Die Quelle, 1856, Öl auf Leinwand, 164 x 82 cm, Louvre, Paris- Jiri Kolar, Die Quelle, 1979, Rollage, 16,5 x 26 cm). Mehrere Reproduktionen wurden von Jiri Kolar für die "neue" Quelle zerschnitten und streifenförmig wieder zusammengestzt. Durch kunstvolle Anordnung erhält die so neu entstandene Arbeit einen Eindruck von Wasser, den Eindruck einer Quelle, ohne dass die Frau mit dem Krug (vorher Hauptthema bei Ingres) sofort zu erkennen wäre. Erst bei näherer Betrachtung erkennt man das Gesicht der Frau in vielfacher Form, Brüste und den Krug . Nun erscheint die Frau als die eigentliche Quelle, die wellenförmig ihre Ausstrahlung aussendet.
Die Streifen sind so versetzt, dass ein reliefartiger Eindruck eines Frieses entsteht.

I.S.

 

 

Links und Surftipps
zu Seiten im www, die Bilder von Jiri Kolar veröffentlicht haben.
Für die Inhalte der verlinkten Seiten sind wir nicht verantwortlich.

Jiri Kolár - herrliche Collage. Hommage à Melle Riviere, 1981, Collage sur bois.
www.pnp.de

Jirí Kolár - Ein Portrait des tschechischen Collage-Künstlers von Edith Rabenstein.
www.pnp.de

KunstNet Österreich: Jiri Kolar und seine poetische Bildwelt
www.kunstnet.at

Gitter-Rollage von Jirí Kolár. Jiri Kolar - Junges Mädchen, 1972 Gitter-Rollage
www.artcontent.de

Künstlerportraits von Heinz-Günter Mebusch, auch Jiri Kolar.
www.nw-museum.de

Jiri Kolar als Schriftsteller / Bühnenautor: Das Licht der Welt von Jirí Kolár Regie: Nika Brettschneider Gespielt von: Nika Brettschneider und Ludvík Kavín Uraufführung: Jänner 1978, Brüssel (Aula der Universität) www.theaterbrett.at

 

HINWEIS
Der Autor von "Kunst entsteht leise" hat ein wunderschönes Buch herausgegeben:

REINHARD LEHMITZ Jahreszeiten - Miniaturen: Haiku-Senryu-Tanka
von Reinhard Lehmitz 2003, Taschenbuch - VHEVG Engelsdorfer Verlagsgesellschaft GbR
...mit stimmungsvollen Fotos! bei amazon.de online bestellen: Jahreszeiten - Miniaturen

 

... am 24. September 2002

wurden die Handschriften von Goethe in das UNESCO-Register "Memory of the World" aufgenommen. Goethes Handschriften zählen damit zun Weltkulturerbe der Menschheit.
goethe/goethe_news.html

 

Diese Seite über Jiri Kolar wurde im Jahr 2000 erstveröffentlicht und 2001 ergänzt, 2002 aktualisiert.
Wir danken Reinhard Lehmitz für die Genehmigung zur Veröffentlichung des Gedichtes
"Kunst entsteht leise". Alle Rechte beim Autor.

 

 

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