Mit dem Glück
ist es
wie mit dem Schmetterling
in deiner Hand:
Hältst du ihn fest,
zerstörst du ihn,
hälst du ihn nicht fest,
fliegt er davon.
Und wird vielleicht
dein ständiger Begleiter.
Welch ein Glück,
dass wir Sternschnuppen nicht fangen können!
Futuro (2000)
Alle Rechte an dem Gedicht "Mit dem Glück"
beim Autor Futuro. Mit freundlicher Genehmigung
zur veröffentlichung bei onlinekunst.de
Bildbetrachtung
Der kleine Georg Leonhard Kellner hält Blumen
in seiner rechten Hand. Auch der Vater Karl Ferdinand
Kellner hat eine Blume zwischen den Fingern seiner
rechten Hand. Die Hände von Vater und Sohn
berühren sich fast und sind durch die Blumen
harmonisch miteinander verbunden. Der linke Arm
des Vaters ist beschützend um die Hüfte
des Sohnes gelegt. Blumenkränze können
den Frühling symbolisieren.
Der Junge wirkt wie ein zarter Schmetterling.
Durch die Anordnung der Arme wird dieser Eindruck
noch unterstützt: Die Arme des kleinen Jungen
erscheinen wie Flügel. Der Vater gibt Halt
in dieser Bewegung. Der Blick des Vaters ist nicht
auf den Sohn gerichtet, sein Blick wirkt nach innen
gekehrt, fast träumend. Denkt er an seine Kindheit
zurück?
Im Hintergrund sehen wir Blätter vom Efeu
und Blätter eines Baumes. Blätter können
auf den Herbst hindeuten. Eine schöne Vater-Sohn-Darstellung
von Peter von Cornelius, die gerade zum Herbstanfang
zum Nachdenken anregen kann.
Bild: Peter von Cornelius Bild
groß ansehen
"Karl Ferdinand Kellner mit seinem Sohn Georg
Leonhard", um 1810, Leinwand, 104 x 86 cm,
Frankfurt am Main, Historisches Museum
Katsushika Hokusai "Die große
Woge"hokusai
Aus der Serie der 36 Ansichten des Fudschijama
Bildbetrachtung / Interpretation
Peter von Cornelius
geboren am 23. September 1783 in Düsseldorf
gestorben am 6. März 1867 in Berlin
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Freie Universität Berlin, Fachbereich Kunstgeschichte
HAUSARBEIT: ,,Die Nazarener und Peter von Cornelius'
Zeichnungen zu Goethes Faust" vorgelegt im
Rahmen des Hauptseminars ,,Handzeichnungen des
19. Jahrhunderts" von Prof. Dr. Busch / Dr. Dickel
im WS 97/98 Nina A. Sobotta Studiengang: 1. HF
Kunstgeschichte http://www.hausarbeiten.de/rd/archiv/kunst/kunst-text80.shtml
Cornelius, Peter von (1783-1867): Kopf einer
Italienerin entstanden nach 1811, verso Sammlungsstempel
König Friedr.August v. Sachsen Portrait of an
italian woman after 1811, verso Collectors-Stamp
King Friedrich August of Saxony Bleistift,Kohle
und Kreide, signiert "P.Cornelius del." Pen, charcoal
and chalk, signed "P.Cornelius del." Größe/size
in cm: 27x22 http://www.saxonia.com/galerie/000155.htm
Der Computergarten am 21. Januar: Moritz von
Schwind (1804-1871)
österreichisch - deutscher Maler "1828 zog
er nach München. Dort sah er die Monumentalgemälde
von Peter von Cornelius, die ihn sehr beeindruckten.
Peter von Cornelius vermittelte ihm einen Auftrag
zur Ausmalung des Bibliothekszimmers der bayrischen
Königin" http://www.onlinekunst.de/januar/21_01_Schwind_Moritz.htm
Der 23. September ist auch der Geburtstag von Theodor
Körner
(Karl) Theodor Körner, geboren am 23. September 1791
in Dresden, gestorben am 26. August 1813 in Rosenow bei
Gadebusch in Mecklenburg (gewaltsamer Tod, als Soldat).
Gedicht von Theodor Körner: Das Wunderblümchen http://www.onlinekunst.de/gedichte/theodor_koerner.html
Herbstanfang
Was passiert beim Herbstanfang?
Tag und Nacht sind exakt gleich lang. Die Sonne wechselt
jetzt von der Nord- auf die Südhalbkugel der Erde.
Die Tage werden kürzer und kälter, die Natur
richtet sich auf den Winter ein. Im Herbst verändern
die Laubbäume die Zusammensetzung ihrer Farbpigmente.
Die grünen Farbstoffe, mit denen die Pflanzen Lichtenergie
in Energie umwandeln, gehen zurück, um den darin
befindlichen Stickstoff zu sichern und ihn nicht unnötig
mit den Blättern abzuwerfen. Dadurch kommen die roten
und gelben Farbpigmente zum Vorschein, die für den
sprichwörtlichen goldenen Herbst sorgen.
Warum verfärben sich die Bäume im
Herbst?
Sind die Blätter bunt, ist
der Baum gesund
Zwei Wissenschaftler aus Oxford fanden heraus, dass Bäume,
die von Insekten am stärksten bedroht sind, die buntesten
Blätter tragen. Der Ahorn etwa, bekannt für
sein buntes Farbenkleid im Herbst, wird von Blattläusen
besonders stark befallen. Blattläuse sind recht wählerische
Esser und Farben gegenüber sehr empfindlich. So könnten
die grell leuchtenden Blätter den Läusen symbolisieren,
dass sie es mit einem gesunden Baum und damit mit einer
saftigen Abwehr zu rechnen haben, vermuten die Forscher.
Dass dies nicht stimmt, wissen die Insekten schließlich
nicht.
Herbstfarben dienen Bäumen
als Sonnenschutz
Die intensive herbstliche Färbung der Blätter
warnt außerdem die Insekten, ihre Eier auf den Blättern
abzulegen und schützt so den Baum im nächsten
Frühjahr. Je gesünder ein Baum ist, desto bunter
werden seine Blätter im Herbst. Das haben norwegische
Forscher bei der Untersuchung von Birken entdeckt.
Amerikanische Wissenschaftler behaupten, dass sich die
Blätter der Bäume mit den Farben vor zu viel
Sonne schützen. Denn im Herbst werden sie besonders
anfällig für zu viel Sonne: Die Bäume entziehen
den Blättern dann Nährstoffe und schwächen
sie dadurch. Um sich zu schützen, produzieren die
Blätter nahe an ihrer Oberfläche den roten Farbstoff
Anthocyanin. Er färbt das Blatt gelb-rot und schützt
so das darunter liegende Gewebe.
Kurze Tage rüsten die Immunabwehr für
den Winter
Aber nicht nur die Pflanzen profitieren vom Wechsel der
Jahreszeit. Die kürzer werdenden Tage im Herbst stellen
auch die Immunabwehr des Menschen auf den Winter ein.
Für die kalten Monate rüstet sich der Körper
mit zusätzlichen Abwehrzellen, das berichten amerikanische
Forscher aus Ohio. Dieser Alarmzustand bleibt über
vier Monate bestehen. Danach senkt der Körper die
Zahl der Abwehrzellen wieder auf Sommerniveau.