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Der Computergarten in der 2. September-Hälfte: Schmetterlinge bei onlinekunst


Der Computergarten am 22. September

Zwei Schmetterlinge Digitalfoto von Inga Schnekenburger

Zwei Schmetterlinge auf einer Blüte
für Matthäus und Maria Sybilla Merian
Digitalfoto von © Inga Schnekenburger

 

Matthäus Merian d. Ä.
1593- 1650



Matthäus Merian d. Ä., Kupferstich und Radierung, 29,1 x 17,3 cm, Detail,
Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster

 

Matthäus Merian wurde am 22. September 1593 in Basel als Sohn des Sägemühlen-Besitzers und Ratsherrn Walther Merian geboren. Nach dem Gymnasium ging Merian
1606
in die Lehre eines Glasmalers,
1607
nach Zürich. Dort erlernte er beim Kupferstecher Dietrich Meyer das Radieren, das er bis an sein Lebensende praktizierte. Bereits hier entwickelte Merian die sein Schaffen beherrschenden Motiv-Topoi: Landschaften und Städtebilder. Seit 1610 war er bei Dietrich Brentel in Straßburg beschäftigt und zog
1612
über Nancy nach Paris, wo er bei verschiedenen Verlegern studierte und arbeitete.
1615
kehrte Merian nach Basel zurück; hier entstand auch sein großer Basler Stadtplan. Über Stuttgart und die Niederlande kam Merian
1616

nach Frankfurt und Oppenheim. Dort arbeitete er für den Verleger Johann Theodor de Bry und heiratete schließlich dessen Tochter Maria Magdalena.

Von Oppenheim aus reiste er immer wieder in die Niederlande und u.a. nach Frankfurt und Heidelberg. In dieser Zeit lernte Merian auch Johann Ludwig Gottfried kennen, den späteren Autor vieler von ihm verlegter Werke.

1620

zog Merian nach Basel und machte sich, nachdem er das Zunftrecht erworben hatte, selbstständig.

Hier schuf er einen wichtigen Teil seines Werkes, v.a. über 250 kleinformatige Landschaftsblätter der Basler Region. Nach dem Tod seines Schwiegervaters

Topographia Germaniae Titelblatt

Topographia Germaniae, Titelblatt

1623
kehrte er nach Frankfurt zurück und übernahm dessen Verlag - vorerst zusammen mit der Familie des Verstorbenen.
1626

erhielt er dann das Bürgerrecht und wurde selbständiger Verleger.

In der Folgezeit konnte er große Erfolge erzielen und veröffentlichte namhafte Werke wie z.B. die "Merianbibel" (1630), Johann Ludwig Gottfrieds "Weltchronik" und "Theatrum Europaeum" (1629-34),
außerdem Stadtpläne, Chroniken, naturwissenschaftliche, medizinische und theologische Bücher. Die um

1642 bis 1655 entstandene, hauptsächlich nach den Ortsbeschreibungen von Martin Zeiller konzipierte "Topographia Germaniae" gilt als Merians Hauptwerk.
1645
starb seine Frau.
1646
heiratete Merian zum zweiten Mal.
1647

Am 2. April 1647 wird die Tochter Maria Sibylla Merian geboren. Der Name der Tochter setzt sich aus den Vornamen der ersten und der zweiten Frau von Matthäus Merian zusammen

(Über die berühmte Tochter Maria Sibylla Merian (geboren am 2. April 1647 in Frankfurt am Main - gestorben am 13. Januar 1717 in Amsterdam) wird wahrscheinlich noch eine Biographie bei onlinekunst.de erscheinen)

1650
Am 19. Juni 1650 starb Matthäus Merian in Bad Schwalbach, nachdem er schon mehrere Jahre krank gewesen war. Der älteste Sohn Matthaeus d. J. führte den Verlag weiter.

 

Maria Sibylla Merian zwei Schmetterlinge

Maria Sibylla Merian: Zwei Schmetterlinge. signiert: Amsterdam den 24 February 1706
Aus dem Studienbuch, 9 x 14,5 cm

 

BUCHTIPPS

zum Buch

Maria Sibylla Merian. 1647 - 1717
Künstlerin und Naturforscherin.

von Maria Sibylla Merian, Natalie Zemon Davis, Roelof van Gelder, Heidrun Ludwig. Broschiert - 275 Seiten - Hatje, Gerd, Kunst- u. Architektur-Verlag 2002

cover Merian Neues Blumenbuch

Neues Blumenbuch
von Maria S. Merian

Gebundene Ausgabe - 96 Seiten - Prestel.
Kurzbeschreibung: Maria Sibylla Merian ist Künstlerin, Verlegerin, Naturwissenschaftlerin. Mit Ihrem Werk das "Blumenbuch" wurde sie berühmt. Aus diesem Grund erscheinen jetzt alle 36 Tafeln nochmal neu überarbeitet.

SURFTIPPS

Kunsthistorisches Museum Wien: Biographie und Stich von Matthäus Merian dem Älteren www.khm.at

Bild: "Stättlein Winsen an der Luhe" Kupferstich von Matthäus Merian im Computergarten am 21. September, in Zusammenhang mit dem Geburtstag von Johann Peter Eckermann

Maria Sibylla Merian
Die berühmte Tocher eines bekannten Meisters von Herbert Graeben. Biographie Maria Sibylla Merian und der kolorierte Stich "Weinrebe". rz-home.de

 

Am 22. September hat aucch Barthold Heinrich Brockes Geburtstag

Barthold Heinrich Brockes
Geboren am 22. September 1680 in Hamburg,
gestorben am 16. Januar 1747 in Hamburg.

Ab 1700 studierte Barthold Heinrich Brockes
Jura und Philosophie in Halle. Er promovierte
1704 in Leiden und kehrte dann nach Hamburg zurück.
1704 heiratete er, aus seiner Ehe gingen zwölf Kinder hervor.
1720 wurde er Ratsherr in Hamburg.
1728 wurde er Stadtrichter, 1730 Landrichter.
Ab 1742 war er erster Landherr von Hamm und Horn.

Gedicht bei onlinekunst.de von Barthold Heinrich Brockes:
Kirschblüte bei der Nacht baumgedichte/brockes.html

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