Der
Computergarten am 5. September
Eisblaue Blume
für Caspar David Friedrich
Computercollage von © Inga Schnekenburger,
1998

Caspar David Friedrich: Das
Eismeer
Die verunglückte Nordpolexpedition,
Die verunglückte Hoffnung.
um 1823-1824, Öl auf Leinwand, 96,7 × 126,9 cm.
Hamburg, Kunsthalle.
| Caspar
David Friedrich
1774-1840, deutscher Maler

Caspar
David Friedrich: Selbstbildnis, Kreidezeichnung,
Nationalgalerie Berlin |
Caspar
David Friedrich
"Die
einzig wahre Quelle der Kunst ist unser Herz,
die Sprache eines reinen kindlichen Gemütes.
Jedes echte Kunstwerk wird in geweihter Stunde
empfangen und in glücklicher geboren, oft
dem Künstler unbewusst aus innerem Drange
des Herzens. Schließe dein leibliches Auge,
damit du mit dem geistigen Auge zuerst siehest
dein Bild. Dann fördere zutage, was du im
Dunkeln gesehen, dass es zurückwirke auf andere
von außen nach innen."
Zitat
von C.D. Friedrich
Zitate
von Künstlern - Zitate über die Kunst
Biographie
Caspar
David Friedrich wurde am 5. September 1774
in Greifswald
als 6. von 10 Kindern eines Seifensieders
geboren. Erste
Depressionen und Selbstmordgedanken bekam
er bereits in seiner Kindheit, als sein Bruder,
nachdem er Caspar David vor dem Ertrinken
gerettet hatte, selbst ums Leben kam. Das
Erlebnis lastete sein ganzes Leben lang auf
ihm.
|
1794 |
Er
studierte 1794 bis 1798 in Kopenhagen.
Die Akademie genoss zu dieser Zeit den Ruf,
die liberalste und beste Ausbildung in Europa
zu vermitteln. |
1798 |
siedelte
er nach Dresden über. Dort lehrte er seit
1816 an der Akademie. Seine Reisen nach Rügen,
Böhmen, zusammen mit G. Kersting ins Riesenbebirge
und in den Harz waren entscheidend für
sein Schaffen. Üblich waren damals eigentlich
Studienreisen nach Italien. |
1803 |
stand
er wahrscheinlich auf dem Tiefpunkt seiner persönlichen
Entwicklung und bekam starke Depressionen. Er
war mit P.O. Runge und den Vertretern der literarischen
Romantik befreundet. |
1807 |
Wanderung
Friedrichs durch Nordböhmen. |
1809 |
Besuch
in Greifswald. Tod des Vaters. |
1810 |
Im
Sommer Wanderung mit dem Maler Kersting über
das Zittauer Gebirge bis zur Schneekoppe im
Riesengebirge.
Am
18.9.1810 besucht Johann
Wolfgang von Goethe Caspar David Friedrich
im Atelier.
Auf
der Herbstausstellung der Berliner Kunstakademie
werden Friedrichs Gemälde "Der Mönch am
Meer" und "Abtei im Eichenwald" vom Kronprinzen
Friedrich Wilhelm von Preußen angekauft
und 1812 zwei weitere. Im Zusammenhang damit
wird Friedrich zum Auswärtigen Mitglied
der Berliner Akademie ernannt.
|
1811 |
Im
Sommer Fußwanderung durch den Harz mit dem Bildhauer
Gottlob Christian Kühn. |
1812 |
Friedrichs
Gemälde Morgen im Riesengebirge auf der Berliner
Akademieausstellung vom preußischen Kronprinzen
erworben. |
1812 |
bis
1814: Mit Bildern von patriotischen Gehalt schließt
sich Friedrich der nationalen Erhebung an. Einige
davon werden 1814 auf der vom russischen Generalgouverneur
Repnin veranstalteten Akademieausstellung gezeigt.
|
1813 |
Während
der französischen Besetzung Dresdens zieht sich
Friedrich im Juli zeitweilig ins Elbsandsteingebirge
zurück. |
1815 |
Im
September kurzer Aufenthalt in Greifswald. |
1816 |
wurde
Friedrich als Mitglied der Dresdner Akademie
aufgenommen, was ihm ein Mindesteinkommen sicherte
und ihm die Möglichkeit gab, 1818 Caroline Bommer
zu heiraten. Die zunehmende Ablehnung seiner
Malerei führte wiederholt zu Depressionen und
Schlaganfällen, von denen er Lähmungserscheinungen
zurückbehielt und als Folge davon nicht mehr
malen konnte. |
1817 |
Beginn
der Freundschaft mit dem Arzt, Philosophen und
Maler Dr. Carl Gustav Carus. |
1818 |
Friedrich
heiratet Caroline Bommer aus Dresden.
Hochzeitsreise zu den Verwandten nach Neubrandenburg,
Greifswald, Stralsund und Rügen.
Beginn der Freundschaft mit dem norwegischen
Maler Johann
Christian Clausen Dahl, der 1818 nach
Dresden kommt und 1823 mit in Friedrichs
Haus An der Elbe 33 zieht.
|
1819 |
Geburt
der Tochter Emma |
1820 |
Peter
von Cornelius aus München besucht Friedrich
im Atelier. C.D. Friedrich gibt Privatunterricht
im Malen. |
1823 |
Geburt
der Tochter Agnes Adelheid. |
| 1824 |
wurde
Caspar David Friedrich vom sächsischen König
zum außerordentlichen Professor der
Kunstakademie Dresden ernannt, doch bleibt
ihm auch nach dem Tode Klengels im gleichen
Jahr die Leitung der Landschaftsklasse
verwehrt. Gleichzeitig wurde ihm verhindert,
dass er eine Lehrtätigkeit aufnehmen konnte,
und seine für die Zeit unkonventionellen Ansichten
nicht weitergeben konnte.
Trotzdem bildete sich ein kleiner privater
Kreis von Schülern, dem unter anderen Carl
Gustav Carus und August Heinrich angehörten.
Sein Gesundheitszustand ist angegriffen.
Geburt
des Sohnes Adolf, der sich später
als Tiermaler einen gewissen Ruf erwirbt.

| |
Abbildung
oben: Caspar David Friedrich: Der Watzmann,
um 1824-1825. Öl auf Leinwand, 133 × 170
cm. Berlin, Alte Nationalgalerie. Landschaftsmalerei.
Land: Deutschland. Stil: Romantik. |
|
1826 |
Nach
überstandener Krankheit im Mai und Juni Reise
nach Greifswald und Rügen, um Erholung zu suchen. |
1828 |
Kuraufenthalt
in Tepitz. Friedrich wird Mitglied des Sächsischen
Kunstvereins. |
1830 |
Besuch
des Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen
im März in Friedrichs Atelier. |
1834 |
Der
französische Bildhauer David d'Angers besucht
im Herbst Friedrich im Atelier. |
1835 |
Die
zunehmende Ablehnung seiner Malerei führte wiederholt
zu Depressionen und Schlaganfällen. Ein Schlaganfall
lähmt Friedrichs rechte Hand. Kuraufenthalt
in Teplitz. |
1836 |
erhoffte
sich Caspar David Friedrich, zum Honorarprofessor
ernannt zu werden. Ludwig Richter wurde
ihm vorgezogen (!) und Friedrich brach daraufhin
psychisch zusammen.
In
seinen letzten Lebensjahren ist Friedrich
zu künstlerischer Tätigkeit nicht mehr fähig,
er kann nicht mehr malen. |
1840 |
Am
7. Mai 1840 starb Caspar David Friedrich
in Dresden.
am
10. Mai 1840 wird er auf dem Trinitatisfriedhof
in Dresden-Johannstadt beigesetzt.
Zum
Zeitpunkt seines Todes war er hoch verschuldet.
Eine geldliche Zuwendung des russischen Kaisers
erreichte Dresden zu spät, konnte aber die
Familie Friedrichs unterstützen. |
| C.
D. Friedrich war in erster Linie Landschaftsmaler
er schuf aber auch hervorragende Bildnisse,
Selbstportraits und figürliche Darstellungen.
Seine Zeichnungen sind zart und zugleich bestimmt,
sie zeigen eine genaue Erfassung der Einzelheiten.
Seine Sepia-Arbeiten faszinieren durch die
malerische Wirkung der monochromen Töne.
Die Landschaft wird von C.D. Friedrich als
Ort der Offenbarung interpretiert. Der Mensch,
meist in der Rückenansicht dargestellt,
empfängt sie in stiller Schau.
In
seinen Gemälden erreichte Caspar David Friedrich
eine überirdische Transparenz. Er malte sehr
genau, ergänzte und vertiefte seine Gemälde
immer wieder in unzähligen Lasuren.
Für
ein Gemälde benötigte C.D. Friedrich
manchmal mehrere Jahre.
|

Abbildung
oben: Caspar David Friedrich: Zwei Männer
in Betrachtung des Mondes. 1819, Öl auf Leinwand,
35 × 44 cm. Dresden, Gemäldegalerie. Land:
Deutschland. Stil: Romantik. |
Caspar
David Friedrich ist einer der wichtigsten
Repräsentanten der Romantik in Deutschland.
Seine
Gemälde gaben der frühromantischen
Weltanschauung vollendeten Ausdruck.
C.
D. Friedrich war übrigens Linkshänder. |
Seite
2: Bild und Text: Der Tetschener
Altar / Das Kreuz im Gebirge. Bild: Der Krähenbaum
Seite
3: Museen,
die im Besitz von Bildern Caspar David Friedrich
sind Literaturangaben, Buchtipps, Links zu empfehlenswerten
Seiten über Caspar David Friedrich, Surftipps.
Bild und Text:: Das Eismeer - Die gestrandete Hoffnung.
Gemälde
von Caspar David Friedrich:
Klosterfriedhof
im Schnee, um 1810
Seite
4: Gemälde von Caspar David Friedrich:
Kreidefelsen auf Rügen. um 1818 und Flachlandschaft
am Greifswalder Bodden (Seestück, Abend an der Ostsee)
Bestellmöglichkeit von 16 Postern, Kunstdrucken
von C.D. Friedrich
Das
Gemälde "Fichtendickicht
im Schnee" von Caspar David Friedrich mit
einem Gedicht von Theodor Storm
Das Gemälde "Verschneite
Hütte" (Hütte im Schnee, einsame Hütte)
von Caspar David Friedrich mit einem Gedicht von
Bettina von Arnim.
|