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Der
Computergarten am 4. September
Weinende
Begonien-Figurine
bearbeitetes Digital-Foto
von © Inga Schnekenburger, 1998 für Oskar
Schlemmer
Hintergrundmusik
von Fillippo D. Marchetti / Sequenz by J.Goettlerand
resequenced by Douglas D. Becker Fascination.mid
Oskar
Schlemmer
Maler, Bildhauer und Bühnenbildner
geboren am 4. September 1888 in Stuttgart
gestorben am 13. April 1943 in Baden- Baden
Biographie
Oskar Schlemmer wurde am 4. September 1888 in
Stuttgart geboren
Seine Eltern waren betagt und deshalb verbrachte Oskar
Schlemmer seine Kindheit bei seiner älteren Schwester
Wilma in Göppingen. Als Oskar Schlemmer 15 Jahre
alt war, waren seine Eltern beide gestorben. Er zieht
zu seiner ältesten Schwester Henrietta, die die
Rolle der Mutter übernimmt. Er besucht mit 15 Jahren
bis zum 17. Lebensjahr die Kunstanstalt für
Intarsien in Stuttgart.
1905 |
besucht
er die Stuttgarter Kunstgewerbeschule, Aktzeichnen
ist in dieser Zeit seine Hauptbeschäftigung. |
1906 |
bis
1909 kann er mit Hilfe eines Stipendiums an der
Stuttgarter Akademie der bildenden Künste
studieren. Hier lernt er Willy Baumeister
kennen sowie seinen lebenslangen Freund Otto
Meyer-Amden. |
1910 |
bis
1912 lässt sich Oskar Schlemmer beurlauben,
um selbständig in Berlin Studien zu treiben.
Er kehrt nach Stuttgart zurück, im Frühjahr 1912
wird er Meisterschüler bei Adolf Hoelzel.
Erste Tanzexperimente und Notizen über den
Tanz entstehen in dieser Zeit. |
| 1913 |
wird
in Stuttgart eine große Ausstellung im Kunstgebäude
gezeigt. Es sind Werke von Cézanne, Gauguin und
van Gogh, den Impressionisten Manet, Monet, Pissaro,
Renoir und Sisley und Gegenwartskünstler,
unter ihnen Adolf Hoelzel und sein Meisterschüler
Oskar Schlemmer.
Oskar Schlemmer ist jetzt 25 Jahre alt. Sein Werk
"Landschaft mit weißem Haus" wird
von der "Galerie der Stadt Stuttgart" angekauft.
Mit seinem Bruder Willi eröffnet Oskar Schlemmer
1913 eine eigene Galerie, den Kunstsalon in der
Neckarstraße in Stuttgart.
Es werden in seiner Galerie Bilder von Gabriele
Münter, Otto Meyer-Amden, Baumeister,
Braque,
Juan
Gris, Kandinsky, Paul Klee,
Kokoschka, August
Macke, Franz
Marc u.a. ausgestellt. |
| 1914 |
erhält
Oskar Schlemmer von seinem Lehrer Adolf Hoelzel
den Auftrag, zusammen mit
Baumeister und Stenner Wandbilder für die
Kölner Werkbund-Ausstellung zu malen.
Im September 1914 ist Schlemmer als Kriegsfreiwilliger
an der Westfront, zusammen mit den
Studiengefährten Stenner und Joseph Alfons
Wirth.
Nach einer Verwundung im Oktober 1914 liegt er
im Lazarett in der Nähe von Aachen und in Stuttgart.
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| 1915 |
ist
er als Soldat an der Ostfront und wird wieder
verwundet.
Im September 1915 bis Januar 1916 erhält
Oskar Schlemmer Studienurlaub. 1915 entstehen
Zeichnungen, die geprägt sind von Flugkarten
und Flugzeugaufnahmen. |
| 1916 |
Im
März 1916: Versetzung nach Mühlhausen
(Elsass) zu einer Vermessungsabteilung,
die später nach Colmar verlegt wird und der
er bis zum Kriegsende angehört. Er erlebt das
Ende des Krieges 1918 und die Revolution
in Berlin und kehrt als Meisterschüler an die
Stuttgarter Akademie zurück, die ihm ein eigenes
Atelier zur Verfügung stellt. |
| 1919 |
wird
Oskar Schlemmer in den Ausschuss der Studierenden
gewählt und setzt sich für Paul Klee
als Professor in Stuttgart ein, da Adolf Hoelzel
inzwischen erimitiert ist. Doch der Widerstand
der anderen Professoren in Stuttgart gegen Paul
Klee ist groß.
Im
Mai 1919 erhält er das Manifest des Staatlichen
Bauhauses, das der Architekt
Walter Gropius in Weimar durch Zusammenlegung
der ehemaligen grossherzoglichen Hochschule für
bildende Kunst und der während des Krieges
aufgelösten Kunstgewerbeschule gegründet
hat.
Oskar Schlemmer arbeitet in dieser Zeit konzentriert
an seinen Tanzplänen. Es entstehen
"Plan mit Figuren" und "Mann mit
Fisch" sowie die ersten Plastiken.
Am 25. Oktober eröffnet er in den Räumen
des Wü:rttembergischen Kunstvereins die erste
Ausstellung der Uechtgruppe, in der sich die modern
gesinnten Maler Stuttgarts zusammengeschlossen
haben. Uecht ist altdeutsch und heißt Morgendämmerung.
Um sich ungestört der Arbeit am Triadischen
Ballett widmen zu können, verlässt Oskar
Schlemmer die Akademie.
HINWEIS:
Das Triadische Ballett: Zeichnungen von Oskar
Schlemmer, Figurinenplan zum Triadischen
Ballet u.a. befinden sich im Theatermuseum
der Universität Köln
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| 1920 |
Er
lernt Paul
Hindemith in Frankfurt kennen.
Im Oktober 1920 Heirat mit Helena Tutein,
genannt Tut.
Im Dezember 1920 wird Oskar Schlemmer an das
Staatliche Bauhaus in Weimar
als "Form-Meister" berufen. Paul Klee,
Walter Gropius, Lyonel
Feininger, Johannes Itten, Gerhard Marcks
und Georg Muche arbeiten dort ebenfalls als Professoren.
Am Bauhaus wird Oskar Schlemmer die künstlerische
Leitung der Werkstatt für Wandmalerei zugeteilt.
Er gibt auch Unterricht im Aktzeichnen. |
| 1921 |
Am
4. Juni 1921 wird im Landestheater Stuttgart
anlässlich der Tagung des "Deutschen Werkbundes",
die beiden
Einakter Mörder, Hoffnung der Frauen von Kokoschka
und Nusch-Nuschi von Franz Blei, in einer Opernvertonung
von Hindemith, uraufgeführt. Die Bühnenbilder
sind von Oskar Schlemmer entworfen worden.
Am
5. Oktober 1921 wird die Tochter Karin geboren. |
1922 |
entwirft Oskar Schlemmer ein neues Bauhaus-Signet,
es wird das offizielle Bauhaus-Signet. |
| |
- Oskar
Schlemmer lehrte bis 1929 am Bauhaus
-
bis 1932 an der Breslauer Akademie
-
und bis 1933 an der Akademie in Berlin
Oskar Schlemmer hat in seinen Malereien, Plastiken
und im Bühnentanz das Dasein des Menschen
durch abstrahierte Figurinen und durch ihr Verhältnis
im und zum Raum dargestellt. Seine
bedeutende Leistung ist es, Farbe, Musik und Tanz
integriert zu haben. Seine Arbeiten
wirkten wegweisend auf andere Künstler. |
1943 |
Oskar
Schlemmer stirbt am 13. April 1943 in Baden-Baden
im Alter von 54 Jahren.

"Tribute
to Schlemmer" Computercollage von
Inga Schnekenburger 2001 |
Empfehlenswerte
Bücher
 |
oskar
schlemmer. tanz theater bühne.
von Oskar Schlemmer, Maria Müller (Herausgeber)
Die
Figur im Raum: Um dieses zentrale Thema kreist
das Oeuvre von Oskar Schlemmer seit seinen frühen
Versuchen, der Figur auf der Bühne aus
der Pose des beobachtenden Zeichners ihre Geheimnisse
zu entlocken. Oskar Schlemmers Werk zum Theater
und Ballett, zum Agieren und Vorhandensein der
Figur im Raum steht im Mittelpunkt dieser Ausstellung,
die umfangreicher ist als jede vor ihr und zum
ersten Mal wagt, eine Übersicht über
das gesamte Theaterschaffen des Künstlers
zu geben. Ein solches Unternehmen unterblieb
bislang in dieser Breite, wurde doch Oskar Schlemmer
oft ausschließlich als bildender Künstler
gesehen und dabei die Entwürfe, Skizzen
und Pläne zum Theaterwerk nobilitierend
bildkünstlerischen Gattungen zugeordnet,
ohne dass die ursprünglichen Zusammenhänge
deutlich wurden. |
| Oskar
Schlemmers künstlerische Leistung im Bereich
des Theaters, der Figurenaktionen, des Balletts
sind unübersehbar: Im Mittelpunkt steht
das "Triadische Ballett", steht die
Zeit des Bauhauses mit den Bauhaustänzen,
den Pantomimen, dem "Figuralen Kabinett".
Aber
viele Aspekte dieses Werkes wären schwerlich
zu begreifen, könnte nicht die Ausstellung
auch neue und in diesem Zusammenhang ungewürdigte
Materialien vorstellen, etwa die frühen
Zeichnungen und ganz besonders das Konvolut,
das Oskar Schlemmer selbst in einem großen
Album unter dem Titel "Tanz Figurinen"
zusammengefasst hatte, und das erste Vorstudien
und Entwürfe für das "Triadische
Ballett" schon aus dem Jahr 1912 enthält.
Alles mündet in die Vergegenwärtigung
des großen praktischen wie theoretischen
- Oeuvres von Oskar Schlemmer für das Theater...
Informationen
zum Buch (vergriffen). Sprache: Englisch.
Broschiert - 311 Seiten
Hatje Cantz Verlag 1994. ISBN: 377570521X
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Das
Bauhaus 1919 - 1933
Weimar, Dessau, Berlin und die Nachfolge in
Chicago seit 1937.
von Hans M. Wingler. Gebundene Ausgabe - 588
Seiten - DUMONT Literatur und Kunst Verlag 2002
ISBN: 3832171533
Kurzbeschreibung Klarheit, Sachlichkeit
und Zweckmässigkeit, das Zusammenwirken von
Kunst, Industrie und Handwerk sowie die umfassende
Gestaltung des Lebensalltags durch Design -
die Ideen der Bauhaus-Bewegung bestimmen bis
heute unsere Vorstellung von gutem Geschmack.
Die umfassende Gesamtdarstellung von Geschichte,
Künstlern und Arbeitsweise des 1919 von Walter
Gropius gegründeten Bauhauses, deren Genauigkeit
nie wieder erreicht wurde. Das
Bauhaus 1919 - 1933. Weimar, Dessau,... |
| Über
das Marionetten-Theater - Aufsätze und Anekdoten.
von Heinrich von Kleist,
illustriert von Oskar Schlemmer
Sprache: Deutsch Gebundene Ausgabe - 93 Seiten
- Insel, Frankfurt 1980
Über
das Marionetten-Theater - Aufsätze...
Der
Mensch. Unterricht am Bauhaus.
Nachgelassene Aufzeichnungen. von Oskar Schlemmer
Gebundene Ausgabe - 158 Seiten - Mann (Gebr.),
Berlin 2003
Der
Mensch. Unterricht am Bauhaus....
Aus
Willi Baumeisters Tagebüchern. Erinnerungen
an Otto Meyer-Amden, Adolf Hölzel, Paul Klee,
Karl Konrad Düssel und Oskar Schlemmer
Sondereinband - 140 Seiten - Hatje Cantz Verlag
1996
Aus
Willi Baumeisters Tagebüchern....
Die
Bühne im Bauhaus. von Oskar Schlemmer,
Laszlo Moholy-Nagy, Farkas Molnar
Gebundene Ausgabe - 91 Seiten - Mann (Gebr.),
Berlin 1965
Die
Bühne im Bauhaus. |
Empfehlenswerte
Links
Staatsgalerie
Stuttgart: Oskar-Schlemmer-Archiv
Der
umfangreiche Bestand an Texten, Choreographien, Dokumenten,
Fotos und Publikationen zu Ballett und Bühne von Oskar
Schlemmer, der dem Archiv der Staatsgalerie zunächst
als Leihgabe überlassen wurde, ist 1983 an die Tochter
des Künstlers, Frau Jaina Schlemmer, zurückgegeben
worden, da sie den Bühnen-Nachlass des Künstlers selbst
verwaltet. Kopien dieser Materialien sind jedoch zu
Studienzwecken teilweise im Archiv vorhanden. Benutzung
des Archivs nach Voranmeldung:
Tel. 0711 . 21 02 - 40 73: Dr. Karin v. Maur (Archivleiterin)
und Tel. 0711 . 212 40 54: Ilona Lütken (Dipl. Dokumentarin).
Mit Foto von Oskar Schlemmer www.staatsgalerie.de
Die
Natur als Erfindung des Menschen
Am
4. September hat auch der österreichische
Komponist Anton Bruckner (1824-1896) Geburtstag.
Musik von Anton Bruckner (Locus iste, Choral)
können Sie auf der Webseite über Niki
de Saint Phalle hören. |
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