
Foto
von Willi Schnekenburger Juni 2001
Die
Nachtigall und die Rose
Im
tief verstummten Park, in warmer Frühlingsnacht
Vor ihrer Rose süß die Nachtigall erwacht:
Die liebe Rose doch, nicht fühlt sie und
nicht dankt sie,
Das Liebeslied verhallt, verschlafen nickt und
schwankt sie.
Singst
du nicht ebenso der kalten Schönen zu?
Komm zur Vernunft, Poet, wohin nur irrtest du?
Sie hat den Dichter nicht gefühlt noch wahrgenommen;
Schau nur - sie blüht; doch sprich - nie
wird dir Antwort kommen.
Gedicht
von Alexander Puschkin (1799-1837)
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