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Das Rind in der Kunst - Vom Rinderkult zum Rinderwahn
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Vom Rinderkult zum Rinderwahn - Gedanken von Rudolf Steiner

Rudolf Steiner zum Thema: Wenn vegetarisch lebende Rinder Fleisch fressen würden.
Von 1923, heute so aktuell wie nie!

Während des Bauens des neuen Goetheanums traf sich Rudolf Steiner regelmäßig an Vormittagen mit Arbeitern, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, in einem Gespräch einen Einblick in seine Gedankenwelt, die Anthroposophie, zu erhalten. Die Vorträge, die Rudolf Steiner dort in spontaner Beantwortung der Fragen hielt, wurden mitgeschrieben und sind im Rahmen der Gesamtausgabe von Steiners Werk veröffentlicht worden.

In einer dieser Stunden, am 13. Januar 1923, sprach Rudolf Steiner über das Thema
"Gesundheit und Krankheit" und erklärte in diesem Zusammenhang aus seiner Sicht, welche Folgen es hätte, wenn ein Pflanzenfresser wie das Rind plötzlich Fleisch fressen würde.
Portrait Rudolf Steiner

Genauer Wortlaut:

"Nun denken Sie sich, diesem Ochsen fiele es auf einmal ein, zu sagen: das ist mir zu langweilig, dass ich da herumgehen soll und mir erst diese Pflanzen abreißen soll. Das kann ich für mich von einem anderen Vieh fressen: ich fresse gleich dieses Vieh! Schön, der Ochse würde also anfangen, Fleisch zu fressen. Aber er kann doch das Fleisch selber erzeugen! Er hat die Kräfte dazu in sich. Was geschieht, wenn er statt Pflanzen Fleisch frisst? Er lässt die ganzen Kräfte ungenützt, die in ihm Fleisch erzeugen können!

Denken Sie sich einmal, wenn Sie irgendwo eine Fabrik hätten, durch die irgend etwas erzeugt werden soll, und Sie erzeugen nichts, aber bringen die ganze Fabrik in Tätigkeit - was da für Kraft verloren geht! Es geht ja ungeheure Kraft verloren. Der Ochse ist endlich ganz angestopft mit dieser Kraft, die etwas anderes in ihm tut, als aus Pflanzenstoffen Fleisch zu machen. Diese Kraft, die bleibt bei ihm, die ist ja da. Die tut etwas anderes in ihm. Und das was sie tut, das erzeugt allerlei Unrat.

Statt dass Fleisch erzeugt wird, werden schädliche Stoffe erzeugt. Der Ochse würde also, wenn er anfangen würde, plötzlich ein Fleischfresser zu werden, sich mit allen möglichen schädlichen Stoffen ausfüllen. Namentlich mit Harnsäure und mit Harnsäuresalzen würde er sich ausfüllen. Nun haben solche Harnsäuresalze nämlich auch ihre besonderen Gewohnheiten.

Diese besonderen Gewohnheiten der Harnsäuresalze, die sind, dass sie eine Schwäche gerade für das Nervensystem haben und für das Gehirn. Und die Folge davon würde sein, wenn der Ochse direkt Fleisch fressen würde, dass sich in ihm riesige Mengen von Harnsäuresalzen absondern würden; die würden nach dem Gehirn gehen und der Ochse würde verrückt werden.

Wenn wir das Experiment machen könnten, eine Ochsenherde plötzlich mit Tauben zu füttern, so würden wir eine ganz verrückte Ochsenherde kriegen. Das ist so der Fall. Trotzdem die Tauben so sanft sind, würden die Ochsen verrückt werden".

Rudolf Steiner, 1923

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