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Das Rind in der Kunst - Vom Rinderkult zum Rinderwahn
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Vom Rinderkult zum Rinderwahn - News und neue Seiten

Nichts wird die Chancen für ein Überleben auf der Erde so steigern
wie der Schritt zu einer vegetarischen Ernährung.

Albert Einstein

Foto Rind auf der Weide

Foto: schwarzes Rind auf der Weide. © Inga Schnekenburger 2004

Wenn Sie die folgenden Nachrichten lesen, wird es deutlich: Der Verbraucher vergisst schnell...
Nichts kann ihn davon abbringen, Rindfleisch weiter zu sich zu nehmen. Egal, was passiert ist:

Tendenz

2001 BSE: EU-Rindfleischverbrauch sinkt
2002 Fleischmarkt Rindfleischverbrauch erholt sich wieder
März 2003 Der Rindfleischverbrauch hat sich leicht erholt
Juli 2003 Rindfleischverbrauch hat sich erholt
2004 Pro-Kopf-Verbrauch leicht gestiegen

2004
Oktober

Weltspiegel. "Spanien: Träume vom Ruhm"
Moderation: Patrick Leclercq. ARD, 10.10.04, 19.10 - 19.50
http://www.daserste.de/weltspiegel

ARD Weltspiegel 19.10 Uhr am Sonnntag, 10. Oktober 2004
Der erste weibliche Torero

Ana Infante (die erste weibliche "Stierkämpferin" nennt das Töten "weiblich". "Stierkampf ist weiblich, eine Kunst, die Männer nie so gut beherrschen werden wie Frauen". Wie dumm, wie borniert! Wenn Männer Böses tun, als "Macho" bezeichnet werden, dann ist das richtig. Wenn Frauen das gleiche tun,ist es deshalb nicht besser. "Stierkampf" ist kein Kampf. Ein friedlicher Vegetarier wird gequält und mit Speeren im Rücken (und anderen Quälereien, wie die Augen verletzen vor dem"Kampf"-) in eine Arena geschickt.

Ein Mann - jetzt auch eine Frau - reizen den Stier mit einem roten Tuch und geben ihm danach den "Todesstoß". Was ist daran "Kampf"? Es ist und bleibt eine Tierquälerei zum Ergötzen der Zuschauer. Daß sich jetzt auch eine Frau dafür "hergibt", die sich "berufen" (als Schlächterin berufen) fühlt- wird in der Sendung wie ein Glücksfall begrüßt.

Man erfährt, daß die "Heldin" die jüngste von 5 Geschwistern ist. Wie interessant. Im Stil der Bildzeitung wird hier ohne jegliche Wertung "berichtet". Man merkt schon jetzt die Sparmaßnahmen bei den Fernsehsendern...

eine schlechtere, altmodischere, unreflektiertere Sendung über den "Stierkampf" kann ich mir nicht vorstellen! Schade. Leben wir im Jahre 2004? Weltweite Proteste gegen den Stierkampf sind an der Tagesordnung. Das scheint den Verantwortlichen im 1. Programm entgangen zu sein. Dem Weltspiegel zumindest.

Und wenn wir dem Intwerview mit der "Heldin" glauben, dann ist die Frau viel besser geeignet zum Töten.... oder genauer "Zur Kunst des Tötens". Traurig! Ach ja,der Todessoß: Die Frau sticht zu, das Tier schreit vor Schmerz, die Frau sticht wieder und wieder und wieder zu. Nach dem 6. Stoß ist das Tier tot. Keine Tierquälerei?????

Inga Schnekenburger

April

6.4.2004. EU-Fleischverbrauch

Pro-Kopf-Verbrauch leicht gestiegen
http://www.fleischerei.de/artikel/
eu-fleischverbrauch-pro-kopf-verbrauch-leicht-gestiegen.html

Januar

Mittwoch, 14. Januar 2004
110 Millionen Euro für 66 000 Betriebe Vorschuss für Rinderhalter im Dezember ausbezahlt Noch im Dezember haben rund 66 000 bayerische Betriebe den Vorschuss für die Rinderprämien 2003 erhalten. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller in München mitteilte, wurden insgesamt 110 Millionen Euro ausbezahlt. Obwohl die Rinderprämien wegen der nationalen Modulation um rund eine Million Euro gekürzt werden mussten, lag der Auszahlungsbetrag für den Vorschuss um 700 000 Euro über dem Betrag des Vorjahres. Angesichts der aktuellen Schwäche auf dem Rindfleischmarkt und der dürrebedingt vielfach angespannten Futtersituation in einigen Landesteilen ist für den Minister die Zahlung des Vorschusses "ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der bayerischen Rinder haltenden Betriebe".

  • Kontaktinformationen: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten, Pressesprecher Alfons Kraus, Tel. 089/2182-2216 Fax 089/2182-2604
    presse@stmlf.bayern.de

Mittwoch, 14. Januar 2004
Gremium soll Pannen bei BSE-Tests aufdecken

Berlin - Die Bundesländer melden immer mehr Fälle, in denen Rinder nach der Schlachtung nicht auf BSE getestet wurden. Die Zahl ist inzwischen auf 841 gestiegen. Das teilte Alexander Müller, Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, mit. Hinzu kämen 481 Fälle, in denen die Tiere genau an ihrem Geburtstag geschlachtet und nicht auf BSE getestet worden seien. Inzwischen sei mit den Ländern vereinbart worden, dass die Testpflicht mit dem Tag beginne, an dem die Tiere 24 Monate alt würden und nicht erst einen Tag danach. Müller sagte, er rechne mit weiteren Fällen. Die Länder würden mit Hochdruck daran arbeiten, noch rund 3000 Zweifelsfälle zu klären. Das Risiko, dass Fleisch von BSE-infizierten Rindern in den Handel gelangt sei, sei allerdings "äußerst gering". Als Konsequenz aus den bundesweiten Pannen bei den BSE-Tests schlug Müller den Ländern die Einsetzung eines speziellen Gremiums vor. Es sollte sich aus jeweils vier Experten aus Bund und Ländern zusammensetzen und eine systematische "Kontrolle der Kontrollsysteme" erarbeiten.

Mittwoch, 14. Januar 2004
BSE-Skandal auch in Hamburg


Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" ist auch in Hamburg Rindfleisch ohne den vorgeschriebenen BSE-Test in die Läden gelangt. Die Behörde für Umwelt und Gesundheit habe bestätigt, dass im Februar und April 2003 in Hamburg zwei Rinder geschlachtet wurden, bei denen die Untersuchung auf den Rinderwahnsinn ausgeblieben ist, berichtet die Zeitung am Mittwoch. Nach Angaben der Behörde haben sich die Vorfälle bei der Schlachtung eines Fleischers im Bezirk Altona ereignet. Weder er noch der amtliche Tierarzt hätten den BSE-Test veranlasst, sagte der Sprecher dem Blatt. In Altona werde der Fall jetzt untersucht. Das Fleisch sei längst verkauft und verzehrt.

Dienstagg, 13. Januar 2004
Schlachterei im Emsland geschlossen

Am Dienstag war bekannt geworden, dass der Landkreis Emsland wegen Unregelmäßigkeiten bei BSE-Tests eine Schlachterei geschlossen hat. In dem Betrieb im südlichen Emsland seien 22 Rinder ohne Tests geschlachtet worden. Darüber hinaus habe der Kreis einen Tierarzt beurlaubt, der mit den Kontrollen beauftragt gewesen sei. Der Verpächter des Schlachtbetrieb, Thomas Johanning, sagte, er habe den Behörden bereits 2002 Unregelmäßigkeiten und "illegale Schlachtungen" auf dem Hof informiert. Ein Kreissprecher teilte darauf hin mit, es seien damals nur Hinweise auf hygieneische Verstöße eingegangen.

Dienstag, 13. Januar 2004
Weitere Schlachtungen ohne Test ermittelt

Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der Rinder, deren Fleisch ohne vorgeschriebenen BSE-Test weitergegeben wurde, auf 18 erhöht. Dies teilte am Dienstag das Verbraucherschutzministerium mit. Tests fehlten bei sechs Schwarzschlachtungen und sechs Schlachtungen von Tieren über 24 Monate - ab diesem Alter sind Tests Pflicht - und um sechs so genannte Geburtstagsfälle: Diese Tiere wurden im Alter von genau 24 Monaten geschlachtet. Von den Datenbank-Unstimmigkeiten bei 4.885 Rindern seien jetzt 4.189 Fälle geklärt. In Niedersachsen hat sich die Zahl der nicht getesteten Schlachttiere auf 106 erhöht, teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover mit. Allerdings seien noch nicht alle 1.200 Verdachtsfälle geprüft worden

Montag, 12. Januar 2004
Hinweise offenbar umgehend weitergeleitet

Das Landwirtschaftsministerium in Hannover hatte am Montag Presseberichte bestätigt, denen zufolge die Behörden bereits seit Februar 2003 über Unregelmäßigkeiten bei der Kennzeichnung der Tiere informiert gewesen seien. Das Verbraucherschutzministerium in Berlin habe einen konkreten Hinweis umgehend an die zuständigen Landesbehörden weitergeleitet. Diese wiederum gaben den Fall an die Veterinärbehörden im Emsland weiter.
Bei einem Abgleich der Rinderbestände mit Datenbanken erhärtete sich der Verdacht.

2003
 

Betrifft Meldungen

2003. Landwirtschaftliche Correspondenz Nordrhein
LCN-Ausgabe 30 vom 23.07.2003
INHALT: Rindfleischverbrauch hat sich erholt

Betrifft unsere Sonderausstellung

Januar 2003. Neues Gedicht: "Du Tier, im dunklen Stall geboren"
von Justinus Kerner mit einem Gemälde von Pieter Aertsen.

2002
 

Betrifft Meldungen

2002. Die Lebensmittel-Skandale der vergangenen Jahre wirken immer noch nach.

Die BSE-Krise und die Maul- und Klauenseuche haben den Appetit auf Fleisch gründlich
verdorben. Vor allem: Nach dem vor zwei Jahren der erste Fall von BSE auf deutschen
Boden für Schlagzeilen sorgte, brach der Rindfleischkonsum ein.
Da die Verbraucher vergesslich sind, erholte er sich zwar wieder...

Februar 2002: Netscape Nachrichten: Topthema
16. Februar 2002 "McDonald's zieht Rindfleischprodukte aus dem Verkehr

Burger-Stopp bei McDonald's: Die Fast-Food-Kette hat bundesweit mehrere Chargen von Rindfleischprodukten aus dem Verkehr gezogen. Es habe "Zweifel an der formellen Durchführung von Qualitätstests" bestanden, berichten die "Stuttgarter Nachrichten". Nach Informationen der Zeitung haben alle McDonald's-Restaurants in Deutschland am Freitagnachmittag eine entsprechende Warnung erhalten. In dem Schreiben heißt es, die Ware sei vorsorglich zurückgestellt worden. BSE wird in der Warnung nicht erwähnt. Hamburger-Verkauf vorübergehend gestoppt Bei mindestens zwei McDonald's-Filialen in Stuttgart wurde nach der Warnung der Verkauf der Produkte "Hamburger", "Hamburger Royal" und "Cheesburger" für mehrere Stunden eingestellt und die Ware aus dem Verkehr gezogen. Mehrere Filialen im Großraum Stuttgart sowie in Köln, Berlin, Hamburg und Dresden bestätigten am Abend gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten" die Rückrufaktion. Man habe die Lagerbestände kontrolliert, sei aber nicht fündig geworden. Behörden nicht informiert Der Wirtschaftskontrolldienst der Stuttgarter Polizei und das Innenministerium Baden-Württemberg waren von der Aktion nicht informiert. Von der McDonald's-Zentrale in München war bisher keine Stellungnahme zu erhalten."

In Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Bremen waren bei privaten Labors BSE-Tests beanstandet worden. Das angeblich "sichere" Fleisch wurde in den Labors statt 4x nur 2 x auf BSE getestet. Einige Labors mussten nach Bekanntwerden der "Schlamperei" schließen- nicht nur private Labors...

Die Verbraucher sind wieder etwas aufgeschreckt.

2001
 

Betrifft Meldungen

2001. BSE: EU-Rindfleischverbrauch sinkt
Für das Jahr 2001 wird ein Rückgang des EU-Rindfleischkonsums um wenigstens
10 % gegenüber 2000 erwartet.

Rindfleischverbrauch nach BSE steigt wieder

... normalisieren. Offizielle Zahlen sprechen davon, dass der Rindfleischverbrauch
auf 80 Prozent des Vorjahresniveaus gestiegen ist. ... Rindermarkt fast normal? Landwirte leiden unter den niedrigen Preisen / "Restrisiko für Verbraucher bleibt" (veröffentlicht im Weser Report, 11. Juli 2001)

Betrifft unsere Sonderausstellung

Februar 2001: Die Ausstellung wurde auf 80 Bildbeispiele erweitert. Die Proteste von Tierschützern und Bauern gegen die Massenvernichtung häufen sich. Auch die in den Kirchen ist es ein Thema der Predigten geworden. Die Proteste werden ernstzunehmender und häufiger, auch in den Medien wird wieder mehr berichtet. Leider soll die Zahl der Rinder, die vernichtet werden sollen, in Deutschland (400 000, gesamt EU 2 Millionen) noch erhöht werden! BSE ist

KEINE Seuche, desto unverständlicher die Maßnahmen der Massenvernichtung.

März 2001: Die Ausstellung wurde auf 86 Bildbeispiele erweitert. Die Schlagzeilen über BSE verschwinden nicht mehr aus den Medien. Hinzu kommt die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche in England, Tausende von Schweinen, Rindern und Kühen werden auf riesigen Scheiterhaufen verbrannt. Man befürchtet die Ausbreitung der Seuche auch in Deutschland. Auch hier wurden Tiere, die eventuell infiziert sein könnten, massenweise abgeschlachtet.
Die Maul- und Klauenseuche ist eine wirkliche Seuche.

April 2001: Die Ausstellung wurde auf 87 Bildbeispiele erweitert.

Der Künstler ANGERER DER ÄLTERE hat diese Ausstellung im Internet gesehen und nahm mit uns Kontakt auf. So ist eine Zusammenarbeit entstanden mit onlinekunst.de . Das wunderbare und ausdrucksstarke Gemälde "Erwartung" (Ein Bild zum Stierkampf, gegen den Stierkampf) liegt uns jetzt als Poster vor und kann bestellt werden. 15.- DM vom Erlös - falls Poster bestellt werden- gehen am Ende des Jahres an eine Tierschutzorganisation.

Mai 2001: Die Ausstellung wurde auf 92 Bildbeispiele erweitert.

Es war zu vermuten: das Interesse hat sehr stark nachgelassen. Nichts wollen die "Verbraucher" mehr hören- das wäre zu verstehen, in allen Bereichen des Lebens treten Ermüdungserscheinungen auf, wenn Wiederholungen an der Tagesordnung sind- ABER: gelernt aus dem Fiasko der Tiere und den erkrankten Menschen wurde nicht.

Eine Umfrage im Zweiten Deutschen Fernsehen hat ergeben: Man isst weiter wie gewohnt Fleisch. ob Bio oder nicht- Hauptsache Fleisch! Angebote von Fleisch aus Tierkörpern von Straußen und anderen Tieren sind sogar noch hinzugekommen.

Man hört nichts mehr, man sieht nichts mehr, man tut so, als hätte es die Verbrennungen der Rinder und der kranken Schweine nie gegeben. Traurig, aber leider wahr. nur ein ganz geringer Teil der Bevölkerung ist aber doch durch diese Skandale und die Bilder von Schlachtszenen, die so oft wie nie zuvor in der Zeit von Dezember 200 bis März 2001 gezeigt worden sind, zum Vegetarier geworden, immerhin.

Ansonsten: Nichts Neues im Westen.

2000
 

Kälber fielen unbemerkt vom Lastwagen!

Auf der Fahrt zum Tiermarkt Lingen sind gestern Morgen zwei Bullenkälber von einem Tiertransporter gefallen. Die Fahrerin des Lkws bemerkte erst beim Entladen, dass zwei Tiere fehlten. Sie informierte die Polizei in Lingen, die die beiden Kälber bereits entdeckt und anhand der Ohrmarken den Besitzer ermittelt hatte. Eines der schwerverletzten Tiere starb, das andere kam in ärztliche Behandlung.

Grafschafter Nachrichten, 28.09.2000

Heute ist mir etwas Komisches passiert: Auf der Fahrt nach Hause habe ich im Höllental einen Unfall gesehen. Eigentlich nichts Schlimmes. Der LKW lag genauso da, wie der vor zwei Jahren mit den Kälbern. An der gleichen Stelle. Nur dass heute anstatt der vielen kleinen Tierleichen Säcke mit Baumaterial lagen. Ich habe gedacht: "Ob die Unfallhelfer damals bei ihrer Arbeit mehr gefühlt haben als heute? Oder die Menschen, die daran vorbeifuhren, als vor zwei Jahren die Kälber schreiend, zu Tode erschrocken oder schon tot auf der ganzen Straße verteilt waren? Leider ist mir mal wieder ganz schmerzlich bewusst geworden, dass eine Ladung Tiere keinen größeren Wert hat als eine Ladung Baumaterial, wahrscheinlich nicht mal finanziell. Und die Leute fahren dran vorbei..."

(Anita) www.animals-angels.de/transp.htm

Foto Rind auf der Weide

Foto: braun- weißes Rind auf der Weide
© Foto von Inga Schnekenburger 2004

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