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Das Rind
in der Kunst - Vom Rinderkult zum Rinderwahn
Themen-Ausstellung
Rinder-Sonderseiten von onlinekunst.de
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5. Das heilige Kalb, der heilige Stier, die heiligen Kühe
5.1 Der Apis HEILIGER
STIER DER ÄGYPTER
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Von den Ägyptern
wurden heilige Stiere zu Memphis gehalten, sie wurden
verehrt. Nach griechischen Berichten galten die
Stiere als heilig, die ein schwarzes Fell und eine
Blesse auf der Stirn hatten. Die Blesse musste in
Form eines weißen Dreiecks vorhanden sein.
Auf der rechten Seite musste darüberhinaus
ein halbmondförmiger Fleck zu sehen sein. Das
war der Apis, altägyptisch hap, hapi, der heilge
Stier.
Der Apis wird auf den Wandmalereien mit der Sonnenscheibe
zwischen den Hörnern dargestellt.
Auf dem Rücken trägt er mehrere geschmückte
Decken. Auf diesen Decken sind verschiedene Symbole
eingearbeitet: Die Sonnenscheibe mit der Uräusschlange,
der geflügelte Scarabäus und der Geier
mit schützend ausgebreiteten Schwingen.
War das Tier gestorben, wurde er zum Osor-Hapi,
wie der tote Mensch also eins mit Osiris. Daraus
entstand der griechische Name Serapis. |
Die Grabmäler der feierlich und sorgfältig
einbalsamierten heiligen Apis- Stiere nannte man danach
Serapeion. Auf dem Totenfeld von Memphis fand man 24 Grabstätten
heiliger Stiere. Bei Sakkara fand man 65 Grabstätten
der heiligen Stiere.

Abbildung oben: Die rechte Wand des Grabmales Ramses
I in Theben, 19. Dynastie, um 1308 v. Chr.
Eine Szene aus dem zweiten Teil des Pfortenbuches. Die
Barke kommt aus der Unterwelt mit einer Gottheit, die
sich in einem Schrein befindet. Die Schlange Mehen windet
sich darum.
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