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Das Rind
in der Kunst - Vom Rinderkult zum Rinderwahn
Themen-Ausstellung
Rinder-Sonderseiten von onlinekunst.de
5. Das heilige Kalb,
der heilige Stier, die heiligen Kühe
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Der Kampf um das heilige Kalb
Felsbild in Kargur Thal, in Nordafrika,
8000 bis 6000 v. Chr.
Detail: Das Kalb im Profil ist wunderbar treffend
gezeichnet. Es wird geschützt vor der feindlichen
Gruppe: Verteidigung-
es geht um Leben und Tod des Kalbes.
Aufmerksamkeit
heute
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Vergoldeter Stierkopf auf
einer Leier. Ägypten
Stierkopf-Leier, aus den Königsgräbern
von Ur
GREAT LYRA FROM THE "KING'S GRAVE"
Zum Schatz der Königsgräber von Ur gehört
eine Leier. Dieses Musikinstrument ist mit einem
prachtvollen vergoldeten Szierkopf geschmückt.
Der Stierkopf weist auf die rituelle bedeutung
der Leier hin. Der Stier galt als Symbol der Kraft
und der Fruchtbarkeit.
Der aus Lapislazuli, einem kostbaren Edelstein,
gefertigte Bart deutet auf die Heiligkeit des Tieres
hin. Bevor die Spieler das Instrument berühren
durften, mussten sie sich einer rituellen Waschung
unterziehen.
Stierkopf-Leier, aus den Königsgräbern
von Ur, Holz, Muscheln und Gold mit Lapislazuli,
sumerisch, um 2500 v. Chr. The University Museum,
University of Pennsylvania
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| Der
heilige Stier
Ägypten
Die heiligen Stiere wurden verehrt und nach ihrem
Tod einbalsamiert und in eigenen Grabstätten
bestattet.
Die rechte Wand des Grabmales
Ramses I in Theben, 19. Dynastie,
um 1308 v. Chr. Unten: Detailansichten |
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Der heilige Stier
Ägypten
Tempel von Dendera;
die Decke, griechisch- römische Zeit,
1. JH vor Chr.
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| Fast wirkt es so, als
würde bei dieser "Prozession" der
Stier die Sonne und den Mond tragen.
Dendera (das griechische Tentyra), war eine der
bekanntesten antiken Städte in Ägypten.
Der prachtvolle Tempel, aus dem die Abbildung des
Stieres stammt, war der Göttin Hathor gewidmet,
der Göttin der Liebe und der Freude, und ihrem
Sohn Ihi. Sieben Bänder dieses Frieses schmücken
den Palast. |
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Die Inspiration des heiligen
Lukas, 1484
Stier mit Heiligenschein und Flügeln
Wappentier des Evangelisten Lukas und der
Maler. Interessant ist, dass auch dieser kleine
Stier ein dreieckiges helles Zeichen auf der Stirn
hat und der Heiligenschein wirkt wie die Sonnenscheibe
des Apis der Ägypter.
Hermen Rode
geb. um 1430 in Lübeck, gest. 1504 in Lübeck
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Das Buch der Weltwunder
von Qazwini ( Aja'Ib al MakluQat) der
Büffel (Detail)
Shiras, 1545, 31,9 cm x 18,9 cm, Dublin,
Chester Beatty Library
Persien, islamische Buch- Malerei |
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Wir leben in Europa im Jahr 2001.
Die Bauern verteidigen ihre Tiere nicht, sie
bekommen eine Prämie und lassen die Tiere abtransportieren.
Die Proteste sind schwach, das Geld wird angenommen. Da
gilt keine Kuh als heilig, kein Tier als Weltwunder,
die Stiere werden nicht verehrt und einbalsamiert, sie
werden verbrannt. Und die Künstler? Malen sie etwa
noch ein Tier mit einem Heiligenschein? Nein, das
ist nicht mehr gefragt. Die Madonna bekommt ihn immer
noch, aber kein Tier - der Mensch ist die "Krone
der Schöpfung", den Tieren doch haushoch überlegen
(?). Das Wort "Macht Euch die Erde untertan"
ist wahrscheinlich immer missverstanden worden. Jedenfalls
hat es Unheil angerichtet. Und die Kirche schweigt zu
den Ungeheuerlichkeiten, die den Tieren angetan wird.
Seit 1985 sind Fälle von BSE bekannt. Seit 1985
essen die meisten Menschen in Europa weiter ihr "täglich
Fleisch". Mit großem Appetit wird verzehrt,
was in der Massentierhaltung geschunden wurde. Und das
so genannte "BIO-Fleisch" ist auch nicht auf
Bäumen gewachsen, die Tiere mussten ebenso geschlachtet
werden wie alle anderen.
Und hatten Angst vor dem Töten. Und diese Angst sitzt
im Biofleisch ebenso wie im anderen Fleisch. Siehe Dr.
Helmut F. Kaplans Tierrechtsseiten auf der Linkseite.
Es gibt keine Wertschätzung den einst verehrten
Tieren gegenüber, es gibt nur den Profit. Das Geld
ist zum verehrungswürdigen Gegenstand geworden, statt
heiliger Stiere: der Tanz um das goldene (künstliche)
Kalb.
Statt vergoldeter Hörner: vergoldete Bankkonten
für die Tierfutter- Industrie, die dem Futter
für die (Vegetarier) Rinder Kadavermehl beimischten
und vergoldete Bankkonten für die Pharma- Industrie
für diverse Mittel, das Wachstum der Kälber
zu beschleunigen, damit sie schneller "schlachtreif"
werden (obwohl verboten, wird heute wieder viel gespritzt).
Aber es ist leider kein harmloser Tanz, dieser Tanz
um den Mammon, es ist der Holocaust der Rinder. die Rinder
bringen keinen Profit mehr und sollen zum großen
Teil vernichtet werden. 2 Millionen Lebewesen werden sinnlos
getötet und verbrannt. Einst wurden die Stiere im
Tempel der Freude verehrt - heute werden sie mit Giftspritzen
getötet und wie Sondermüll "entsorgt".
Wenn eine Milchkuh in einer Herde von 1000 Tieren krank
geworden ist,
werden alle getötet. Das geschieht im Jahr 2001.
Das ist der Dank für die Milch, die uns die Kühe
gegeben haben. Dankbarkeit gegenüber Tieren gibt
es nicht mehr. Profit ist die Devise - und was keinen
Profit mehr bringt - wird getötet, ist "unwertes
Leben".
Man wird jetzt Schweine und Hühner statt Rinder
essen - bis zur nächsten Katastrophe. Aber die bahnt
sich schon an: Skandal um Skandal in der Schweinemästerei...
Wahrscheinlich muss alles noch viel schlimmer kommen,
damit erkannt wird, dass es besser ist, im Jahr 2001 nicht
zu essen wie die Neandertaler, die keine Wahl hatten,
sondern wie zivilisierte Menschen: vegetarisch, rein vegetarisch
- wenn wir die Wahl haben. Und wir haben die Wahl.
Vegetarismus ist für uns der einzige Ausweg, das
Leid der Tiere zu beenden.
Inga Schnekenburger, Januar 2001
Surftipp: Rinderseite
über heilige Kühe
Viola Kaesmacher über Heilige Kühe: Vielen
hinduistischen Göttern sind Kühe oder Stiere
als Symboltier zugeordnet. Kühe sind es auch, die
die Toten sicher über den von Krokodilen wimmelnden
Totenfluss Vaitarani ziehen. Vor allem aber gilt die
Kuh, die "Aghnya - nicht zu Tötende",
als Sinnbild nahrungsspendender Natur. Sie bewirkt rituelle
Reinheit und verkörpert die Grundprinzipien "Adroha
- Wohlwollen".
weiter
in der Rinderausstellung >>
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