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Die Sonette an Orpheus, zweiter Teil, XX
Zwischen den Sternen, wie weit; und doch, um wievieles
noch weiter,
was man am Hiesigen lernt.
Einer, zum Beispiel, ein Kind...und ein Nächster,
ein Zweiter-,
o wie unfaßlich entfernt.
Schicksal, es mißt uns vielleicht mit des Seienden
Spanne;
daß es uns fremd erscheint;
denk, wieviel Spannen allein vom Mädchen zum Manne,
wenn es ihn meidet und meint.
Alles ist weit-, und nirgends schließt sich der
Kreis.
Sieh die Schüssel, auf heiter bereitetem Tische,
seltsam der Fische Gesicht.
Fische sind stumm..., meinte man einmal. Wer weiß?
Aber ist nicht am Ende ein Ort, wo man das, was der
Fische
Sprache wäre, ohne sie spricht?
Rainer Maria Rilke

Sonnets To Orpheus II, XX
Between the stars, how far; yet, how much farther
is what our own neighbors can impart.
One, for example, a child ... next door, another -
oh how inconceivably far apart.
Fate, it maybe measures us in spans
of lifetimes, which to us seems somehow wrong;
but think how many spans from girl to man,
when she both puts him off and leads him on.
All's far - and nowhere does the circle close.
See, on the table gaily laid, in a dish,
the strange face of fish.
Fish are speechless ... once we thought. Who knows?
But isn't there at last a place in which
one speaks the fish's language, without fish?
by Rainer Maria Rilke
Digitalfoto "Fisch-Himmel" und "Fisch-Gesichter"
von Inga Schnekenburger
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