Franz von Liszt - der Komponist

Hintergrundmusik: Liebestraum von Franz Liszt, Midi von Robert Finley
Noten Liebestraum Nr. 3 www.sheetmusicusa.com

Foto Karoline von Sayn - Wittgenstein

1844 ging Franz von Liszt nach Weimar.

Dort lernte er die russisch gebürtige Caroline von Sayn-Wittgenstein kennen. Auch sie ist verheiratet. Aber die Liebe lässt sie die Konventionen vergessen, sie leben seit 1848 zusammen. Die hochgeistige, künstlerisch begabte Frau erkennt, dass Liszt mehr kann als Konzerte geben, durch sie kommt er zum intensiven Komponieren. Jetzt nimmt Liszt eine feste Stelle als Musikdirektor in Weimar an und bringt Weimar zu einer musikalischen Hochblüte.

Franz von Liszt ist auch in Weimar der Mittelpunkt eines Kreises von Künstlern und Gelehrten. Auf der Altenburg, dem herrschaftlichen Haus von Liszt und der Fürstin, entstehen viele wichtige Werke von ihm: Mazeppa, Tasso, Les Preludes, Festklänge, Hungaria, Hunnenschlacht, Die Ideale und die dreiteilige Faust-Sinfonie. Weiter die beiden Klavierkonzerte, der Totentanz, die Ungarische Fantasie für Klavier und Orchester und zahlreiche seiner schönsten Lieder, z.B. "Es muss ein Wunderbares sein ums Lieben zweier Seelen".

Hier in Weimar verbringt Liszt die schöpferischsten, vielleicht glücklichsten Jahre. Er setzt sich mit der bildenden Kunst auseinander und schafft Kompositionen zu Werken von Michelangelo, Genelli, Wilhelm von Kaulbach, Raffael, Scheffer, Moritz von Schwind, Francesco Traini, Mihaly Zichy und weiteren Künstlern.

Abbildung links: Die zweite Lebensgefährtin von Franz von Liszt:
Fürstin Caroline von Sayn-Wittgenstein.

1859 wird Franz Liszt geadelt und heißt ab jetzt Franz von Liszt.

1860 zieht es ihn wieder in die Welt hinaus.16 Jahre seines Lebens - vom 33. bis zum 49. Lebensjahr - hat er in Weimar gelebt. Bevor er nach Rom geht, nimmt er seine Konzerttätigkeit wieder auf. Er ist umgeben von einer Schar von Anhängern, die ihm von Stadt zu Stadt folgt. Grauhaarig jetzt, aber von ungebrochener Kraft und Ausstrahlung. In Rom erhält er die "niederen Weihen" und wird zum Abbe Liszt.

1865 dirigiert er sein Werk "Die Legende von der heiligen Elisabeth" im Gewand des Abtes. Auch das wird ein sehr großer Erfolg. Ab 1865 lebte er im Wechsel in Rom und Budapest und widmete sich in den letzten Jahren ganz dem Komponieren und der pädagogischen Tätigkeit. Zuletzt zieht Franz von Liszt nach Bayreuth, der "Residenz" von Richard Wagner, der sein Schwiegersohn ist. Er erhält ständig Besuche von Anhängern und Schülern aus der ganzen Welt.

In Bayreuth stirbt Franz von Liszt am 31. Juli 1886
im Alter von 74 Jahren.

Die Bedeutung von Franz von Liszt

In seinen glanzvollen Klavierstücken, die mit der Klangfülle und dem Farbenreichtum des Orchesters bestehen können, bahnte Liszt einen neuen Klavierstil an. Dies war von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung der Klaviermusik. Außerdem führte er die von Berlioz übernommene Idee durch, der Musik einen dichterischen Inhalt zu geben. Franz von Liszt ist der Schöpfer der Sinfonischen Dichtung.

Grabkapelle von Franz Liszt

Die Grabkapelle, in der Franz von Liszt am 4. August 1886 unter großer Anteilnahme in Bayreuth beigesetzt wurde. Das Gebäude wurde 1945 zerstört, 1979 wieder aufgebaut.

Franz Liszt Klassik
Die Krönungsmesse und andere Werke

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