Sechs Frauenleben um 1800. Sechs
Romantikerinnen, die gegen ihre Zeit „rebellierten",
weil sie nach Freiheit und Selbstbestimmung strebten.
In einer Zeit, Ende des ausgehenden 18. Jahrhunderts,
in der bürgerliche Frauen in jeder Hinsicht
von Männern abhängig waren, traten sechs
Frauen aus dieser häuslichen Enge heraus
- und prägten auf ihre Weise das Bild der
deutschen Romantik entscheidend mit. Sie schrieben
Gedichte und Romane, doch der Brief und das Gespräch
waren ihr bevorzugtes Medium. So verfasste Rahel
Varnhagen über zehntausend Briefe und führte
einen bedeutenden literarischen Salon, in dem
Dichter und Gelehrte regelmäßig zu
Gast waren. Bettina von Arnim, die über Jahre
mit Goethe korrespondierte, veröffentlichte
diese Briefe später im „Briefwechsel
mit einem Kinde".
Ihrer
Zeit weit voraus, nahmen die Romantikerinnen sich
das Recht auf Bildung, die als höchst „unweiblich"
galt, und die Freiheit, selbst zu bestimmen, wen
sie liebten und heirateten.
Die
Schriftstellerin Katja Behrens, die bereits der
Lebensgeschichte der amerikanischen Schriftstellerin
Helen Keller nachspürte, spürt
den Lebensgeschichten dieser Frauen, die bis heute
nichts von ihrer Faszination verloren haben, nach
und eröffnet einen tiefen Einblick in deren
Denken und ihre Gefühle.