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Diese Karikatur eines Liszt-Konzertes
(Berlin 1842) zeigt in
überspitzter Form die Verehrung des Publikums
Hintergrundmusik: Franz von Liszt,
Concert Etude No. 3 in Db Un Sospiro
Midi : Liszt.mid Robert Finley
Schon mit 19 Jahren unterstützte Franz Liszt
den Pianisten und Komponisten Chopin
Er unterstütze später Wagner, Smetana, Raff,
Grieg , Cornelius und andere. Seine Großzügigkeit
ging einher mit dem Einsatz für andere begabte Kollegen,
denen es nicht so gut ging.
Eine Anekdote: Der junge Pole Chopin lernte Franz von
Liszt bei einem Verleger kennen und die Sympathie war
beiderseitig. Liszt war 19 Jahre alt, Chopin 20 Jahre.
An eine Rivalität dachte Liszt nicht, als er ihm
den Weg in die Pariser Gesellschaft folgendermaßen
bahnte: Er nahm den Freund in einen Salon mit, in dem
er oft spielte. Dann bat er darum, an dem Abend im Dunkeln
spielen zu dürfen und der Applaus war sehr groß,
weil das Gebotene besonders schön gespielt war. Doch
als das Licht wieder anging, saß zur großen
Überraschung des Publikums nicht Liszt, sondern Chopin
am Flügel.
Schumann schrieb in seiner "Zeitschrift für
Musik" über ein Konzert von Franz Liszt: "Die
schönen hellen Räume, der Kerzenglanz, die geschmückte
Versammlung, dies alles erhöht die Stimmung [...].
Nun rührt der Dämon seine Kräfte;.... spielt
erst gleichsam mit ihm, gab ihm dann Tiefsinnigeres zu
hören, bis er mit seiner Kunst gleichsam jeden einzeln
umsponnen hatte und nun das Ganze hob und schob, wie er
eben wollte.
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Theodore Chasseriau, Bleistiftzeichnung der Gräfin
Marie D' Agoult, der ersten Lebensgefährtin
von Liszt |
Diese Kraft, ein Publikum sich zu
unterjochen, es zu heben, tragen und fallen zu lassen,
mag wohl bei keinem Künstler, Paganini ausgenommen,
in so hohem Grad anzutreffen sein. Das Instrument
glüht und sprüht unter seinem Meister
[...] man muss das hören und auch sehen [...].
Franz von Liszt gab Konzerte in ganz Europa, und
überall hatte er überwältigenden
Erfolg und große Einnahmen.
Bei einer Abreise aus Paris folgt dem 24jährigen
die verheiratete Gräfin Marie D' Agoult
und sie beginnen ein gemeinsames Leben. Liszt arbeite
für einige Jahre am Konservatorium in Genf.
Später leben sie in Oberitalien am Comer See.
Vom Comer See aus unternimmt Liszt weitere Konzertreisen.
Aus dieser Verbindung gingen drei Kinder hervor,
die zweite Tochter, Cosima, heiratet später
Richard Wagner. Aus einem Brief von Franz Liszt
an die Gräfin: "Werde in Wien noch zwei
Konzerte im Redoutensaal geben, was mir mindestens
7000 bis 8000 Francs einbringen wird [...] die höchsten
Persönlichkeiten [...] die Schwärmerei
der Frauen ist allgemein..."
Die Gräfin verlässt Liszt mit den drei
Kindern und geht zurück nach Paris. |
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