| Elm
I know the bottom,
she says. I know it with my great tap root;
It is what you fear.
I do not fear it: I have been there.
Is
it the sea you hear in me,
Its dissatisfactions?
Or the voice of nothing, that was you madness?
Love
is a shadow.
How you lie and cry after it.
Listen: these are its hooves: it has gone off,
like a horse.
All
night I shall gallup thus, impetuously,
Till your head is a stone, your pillow a little
turf,
Echoing, echoing.
Or
shall I bring you the sound of poisons?
This is rain now, the big hush.
And this is the fruit of it: tin white, like arsenic.
I
have suffered the atrocity of sunsets.
Scorched to the root
My red filaments burn and stand,a hand of wires.
Now
I break up in pieces that fly about like clubs.
A wind of such violence
Will tolerate no bystanding: I must shriek.
The
moon, also, is merciless: she would drag me
Cruelly, being barren.
Her radience scathes me. Or perhaps I have caught
her.
I
let her go. I let her go
Diminshed and flat, as after radical surgery.
How your bad dreams possess and endow me.
I
am inhabited by a cry.
Nightly it flaps out
Looking, with its hooks, for something to love.
I
am terrified by this dark thing
That sleeps in me;
All day I feel its soft, feathery turnings, its
malignity.
Clouds
pass and disperse.
Are those the faces of love, those pale irretrevables?
Is it for such I agitate my heart?
I
am incapable of more knowledge.
What is this, this face
So murderous in its strangle of branches?
Its
snaky acids kiss.
It petrifies the will. These are the isolate,
slow faults
That kill, that kill, that kill.
Sylvia
Plath |
Ulme
Ich
kenne den Grund, sagt sie. Ich kenne ihn durch
meine große Pfahlwurzel.
Du fürchtest ihn.
Ich fürchte ihn nicht: weil ich dort war.
Hörst
du das Meer in mir,
ruhelos?
Oder die Stimme aus Nichts, die dein Wahnsinn
war?
Liebe, ein Schatten.
Wie du liegst und ihr nachweinst.
Hör nur: das sind die Hufe: sie ist fort,
ein Pferd.
Ich werd die ganze Nacht so galoppieren, schneller,
schneller,
bis dein Kopf ein Stein ist, dein Kissen ein Stück
Torf,
tönend, tönend.
Oder soll ich dir den Klang der Gifte bieten?
Das jetzt ist Regen, die weite Ruhe.
Und das seine Frucht: zinnweiß wie Arsen.
Ich habe jede Qual des Sonnenuntergangs ertragen.
Verdorrt bis zur Wurzel
brennen meine roten Fasern; sie stehn: eine Handvoll
Draht.
Ich breche in Stücke, die mich umfliegen
wie Keulen.
Ein Wind von solcher Wucht
wird kein Herumstehn dulden: ich muss kreischen.
Auch Luna ist gnadenlos: die Unfruchtbare
will mich grausam schleifen.
Ihr Strahlen vernarbt mich. Vielleicht hab ich
sie ergriffen.
Ich lass sie gehn. Ich lass sie gehn,
vermindert, flach, nach radikaler Chirurgie.
Wie deine bösen Träume mich beherrschen,
kleiden.
Ich bin bewohnt von einem Schrei.
Nachts flattert er aus
und sucht mit Haken nach etwas zum Lieben.
Mich schreckt dieses dunkle Ding,
das in mir schläft;
tagsüber fühl ich sein weiches, gefiedertes
Drehen, die Bösartigkeit.
Wolken ziehen, zerstieben.
Sind das die Gesichter der Liebe, so bleiche
Unwiederbringlichkeiten? Schlägt dafür
mein Herz?
Ich fasse nicht mehr.
Was ist das, was für ein Antlitz,
so tödlich erstickend zwischen den Zweigen?
Dessen Schlangensäuren zischen
und den Willen lähmen. Es ist der abgetrennte,
lahme Mangel,
der tötet, tötet, tötet.
Sylvia
Plath |