Der Computergarten am 15. Oktober

 

Herbst am Wasser Foto von Inga Schnekenburger 2001

Herbst-Symphonie am Wasser
Foto für Johann Heinrich von Dannecker
© Inga Schnekenburger 2001

Nymphengruppe von Johann Heinrich von Dannecker

Nymphen am Wasser
Johann Heinrich von Dannecker
"Nymphengruppe", Marmor, 1808


Johann Heinrich von Dannecker (1758 - 1841)

deutscher Bildhauer, Zeichner und Keramiker

Geboren am 15. Oktober 1758 in Stuttgart
gestorben am 8. Dezember 1841 in Stuttgart

Portrait Dannecker

Biographie

Der Vater von Johann Heinrich von Dannecker war Georg Dannecker (1718-1786). Er war Kutscher im Dienst des Herzogs Carl Eugen. Seine Mutter war Anna Catharina Dannecker, geb. Schempp (1725-1803) . Sie war die Tochter eines Webers aus Holzmaden. Das Ehepaar hatte fünf Kinder, Johann Heinrich war ihr drittes Kind.

1764
Die Familie zieht mit dem Hof nach Ludwigsburg (bei Stuttgart) um.
1771
spricht der 13jährige Johann Heinrich Dannecker persönlich beim Herzog vor und bittet um die Aufnahme in die Pflanzschule auf der Solitude. Seinem Gesuch wird stattgegeben. Man erkennt das künstlerische Talent und er erhält später eine Ausbildung zum Bildhauer.
1772

bis 1780 Zusammen mit Philipp Jacob Scheffauer (1756-1808) erhält Johann Heinrich eine Bildhauerausbildung bei Adam Bauer, Johann Valentin Sonnenschein und bei dem Belgier Pierre François Lejeune (Premier sculpteur von 1753-1778).

Er erhält auch Zeichenunterricht bei dem Landschaftsmaler Adolph Friedrich Harper und Nicolas Guibal (Premier peintre du Duc und Leiter der Académie des arts). Mitschüler: Georg Scharffenstein (1760-1817; Offizier), Johann Rudolf Zumsteeg (1760-1802; Musiker), Philipp Friedrich Hetsch (1858-1838; Maler) und Friedrich Schiller (1859-1805).

Mit Friedrich Schiller verbindet ihn bald eine Freundschaft.

1775
Umzug mit der Militärakademie nach Stuttgart.
1777
entstand die früheste erhaltene Arbeit Danneckers (Milon von Kroton).
1780
Abschluss der Militärakademie und Ernennung zum Hofbildhauer. Aber die Ausbildung muss
"abbezahlt "werden: Dannecker muss eine Verpflichtung zu lebenslangem Dienst für das württembergische Fürstenhaus unterzeichnen.
1783
bis 1785 Studienaufenthalt in Paris bei Augustin Pajou.
1785

bis 1789 Aufenthalt in Rom. Bekanntschaft mit Antonio Canova (1757-1822).

Antikenstudien. Kleinere Marmorarbeiten. Erster größerer Auftrag Carl Eugens: "Jahreszeiten" für Schloss Hohenheim (heute in der Favorite in Ludwigsburg).

Dannecker wird Ehrenmitglied der Akademien von Bologna und Mantua.

1790
Rückkehr nach Stuttgart, Ernennung von Dannecker zum Professor der Hohen Karlsschule.

Im November 1790 Heirat mit Heinrike Rapp (1773-1823), Tochter eines reichen Kaufmanns; damit erlangt Dannecker finanzielle Unabhängigkeit.
1793

bis 1794 Rückkehr Schillers nach Schwaben. Er trifft sich häufig mit seinem Jugendfreund Dannecker.

1794 Aufhebung der Hohen Karlsschule durch den neuen Herzog Friedrich Eugen (reg. 1793-1795). Dannecker gibt weiterhin Kunstunterricht in den bisherigen Räumlichkeiten, im Stil der früheren Académie des arts.

1797
Einwöchiger Aufenthalt Goethes in Stuttgart auf dem Weg in die Schweiz. Enger Umgang mit Dannecker. Bemühungen Goethes um Portraitaufträge für Dannecker vom Weimarer Hof bleiben erfolglos.
1798
Die Marmorbüste Herzog Friedrich Eugens (für seine Tochter Zarin Maria Feodorowna) bringt Dannecker einen Ruf nach St. Petersburg ein. Er lehnt jedoch ab und bleibt in Stuttgart.

Ariadne mit dem Panther

Ariadne mit dem Panther von Dannecker
gebrannter Ton, Staatsgalerie Stuttgart

1802
Aufenthalt in Zürich, um eine Lavater-Büste zu modellieren. Anerkennung des Gipsmodells im Pariser Salon.
1804
Gipsmodell der Ariadne- Skulptur
1805

freies Verfügungsrecht über das Werk, Ausführung in Marmor 1810-1824 für den einflussreichen Frankfurter Bankier von Bethmann.

In Frankfurt wird die Ariadne zur vielleicht populärsten Skulptur des 19. Jahrhunderts.

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Fortsetzung der Biographie 1805-1841 und Abbildungen:
Ariadne mit dem Panther, Bronze, Schiller- Büste und Delphin. Links

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