Der Computergarten am 21. November

 

Baumwunde Bild von Inga Schnekenburger.jpg

Baum-Wunde
Bild von © Inga Schnekenburger
zum Geburtstag von Rene Magritte

 

Es gibt eine Zeichnung und eine Radierung von Magritte von einem Baumstumpf, der in der Wurzel die Axt hält, mit der er gefällt wurde. Der Griff der Axt ist aus Holz, stammt also auch von einem Baum. Das inspirierte mich zum oben gezeigten Bild.
Links auf meinem Bild ist ein Kreuz zu sehen, das darauf hinweist, dass Bäume oft dazu missbraucht wurden, Kreuze herzustellen, um Menschen zu töten (siehe das 7. Kreuz von Anna Seghers im Computergarten am 19. November). Aber auch der Baum wurde dabei getötet oder zumindest verletzt.
Magrittes Bilder sind sehr geheimnisvoll und tief philosophisch. Der Baum spielt in seiner Kunst eine große Rolle, nicht nur der Baum selbst, auch seine Früchte (besonders Äpfel) und die Blätter der Bäume und Gegenstände aus Holz (Pfeife, Axtstiel u. a.).

I.S


Rene Magritte

Portrait Rene Magritte von Inga Schnekenburger

Portrait Magritte © Inga Schnekenburger

René Francois Ghislain Magritte
belgischer Maler, 1898-1967

René Francois Ghislain Magritte wurde am 21. November 1898 in Lessines in Belgien geboren. Er studierte an der Akademie in Brüssel und war zunächst als Tapeten-, Reklame- und Plakatzeichner tätig.

1927-1930 hielt er sich in Paris auf und kam in Verbindung mit den Surrealisten. Von G. De Chirico wurde er wesentlich beeinflusst. Magritte gilt im allgemeinen als surrealistischer Maler, aber innerhalb dieser Bewegung kommt Magritte eine Sonderstellung zu. Es sind "literarische" Bilder, begriffliche Ideen werden visuell zum Ausdruck gebracht.

Die Gemälde sind malerisch vollendet, vielleicht mit Ausnahme der Bilder aus der impressionistischen Periode. Rene Magrittes stilistische Entwicklung kann man folgendermaßen einteilen:

1925-1927 "Antimalerei"
1928-1940 klassische, präzise Darstellung, während des schrecklichen Krieges impressionistische Auffassung
1945-1967 Fortsetzung der zweiten, bedeutendsten Periode

Die banalen Dinge des Alltags stellt er naturalistisch im Detail dar, enthebt sie aber von den Fesseln der Schwerkraft und der Zeit. Er schafft neue Verbindungen, die wie gemalte Collagen wirken und ihren Reiz auch aus der veränderten Größenordnung eines Gegenstandes im Verhältnis zu anderen Gegenständen oder Figuren, die ihre "normale" Größe behalten.

Ein Beispiel ist das Bild einer Feder, die gegen den Turm von Pisa lehnt. Die Feder ist so groß wie der Turm. In manchen Bild wird dieses Prinzip auf die Zeit übertragen. Ein heller Tageshimmel im oberen Bildteil, eine im Dunkel leuchtende Laterne im unteren Bereich ("L' Empire des Lumieres").

Er schuf Tafelbilder, Wandbilder und Bronzen. Wandbilder sind im Kasino von Knokke (1953) und im Palais des Beaux - Arts in Charleroi (1957) und im Palais des Congrès in Brüssel (1961) zu bewundern.

Magritte starb am 15. August 1967 im Alter von 69 Jahren in Brüssel.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! In französischer Sprache: Joyeux anniversaire!

Belgische Flagge , Fahne Belgische Flagge
Geburtstagswünsche in anderen Sprachen

Magrittes Bilder sind heute so aktuell wie zu ihrer Entstehungszeit. Er übt auch heute noch großen Einfluss auf die Künstler aus. Sein bildhafter Witz und seine zum Denken anregenden Bilder haben die Zeit unbeschadet überstanden.

Es sind "materielle Zeichen der Freiheit des Gedankens" (Zitat Magritte)

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. 400 Kunstwerke vom Meister des Surrealismus. Kein anderer Künstler hat die verborgene Welt der menschlichen Träume so eindringlich darzustellen gewusst wie Rene Magritte. Seine geheimnisvollen Visionen legen das Unterbewusstsein des Menschen frei und fordern uns dazu heraus, unser Innerstes zu erforschen. Die vielfältige Formsprache Magrittes wie der berühmte grüne Apfel und die Melone, aber auch die unbekannteren Gemälde sind in vorliegendem Band vertreten. Mit einer Einleitung von Robert Hughes, dem renommierten Autor und Kunstkritiker des "Time Magazine".

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Linktipp: Gedichte und Bilder von Bäumen bei onlinekunst.de

 
 

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