Der Computergarten am 6. November

 

Inga Schnekenburger für Meret.jpg

Wolken, überzogen mit Stempeln, Staubgefäßen und Herbstlicht
für Meret Oppenheim zum Geburtstag. Computercollage von © Inga Schnekenburger


Meret Oppenheim

geboren am 6. Oktober 1913 in Berlin, gestorben am 15. November 1985

Meret im Alter

deutsch-schweizerische Malerin, Collagistin, Objektkünstlerin und Lyrikerin. Bekannt wurde Meret Oppenheim mit einem in Pelz eingenähtem Frühstücksgeschirr.

Die Künstler träumen für die Gesellschaft.
Zitat von Meret Oppenheim

Meret Oppenheim lebte in Paris im Kreis der bekannten Surrealisten. Seit 1948 lebte und arbeitete sie in Bern in der Schweiz. Das bekannteste Werk ist "Das Frühstück im Pelz", 1936: Tassen, überzogen mit Pelz. Weniger bekannt sind ihre Gedichte. Die Lyrik von Meret Oppenheim ist erfüllt von Symbolen und hat einen geheimnisvollen Reiz.

Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg

stellte bis zum 26. Oktober 2003 Werke von Meret Oppenheim anläßlich ihres 90. Geburtstages aus. Zur Ausstellung erschien der Katalog "Meret Oppenheim - "Die Pelztasse war nur der Anfang" im Kerber Verlag, deutsch-englisch, 256 Seiten. Meret Oppenheim: "Die Pelztasse war nur der Anfang"

Bild links: Portait Meret Oppenheim im Alter von © Inga Schnekenburger

Biographie Meret Oppenheim

Am 6. November 1913 in Berlin geboren.

1914 Umzug nach Steinen, Kindheit und Jugend in Steinen, Basel, und Carona.

Anmerkung

Meret Oppenheim lebte mit der Mutter zur Zeit des Ersten Weltkrieges bei den Großeltern Wenger. Lisa Wenger, die Großmutter von Meret Oppenheim, hatte die Kunstakademie in Düsseldorf besucht. Sie arbeitete als Malerin und Kinderbuchautorin. Im Haus der Grosseltern Wenger lernte Meret Oppenheim Künstler kennen, auch Hermann Hesse. Hermann Hesse war mit Merets Tante Ruth Wenger verheiratet.

1930 entsteht das "Schulheft", mit dem sie ihren Vater überzeugt, dass es sinnlos wäre, wenn sie weiter zur Schule gehen würde.
1932 Reise nach Paris.
1933 Hans Arp und Alberto Giacometti laden sie ein, im Salon des Surindépendants auszustellen. Meret Oppenheim freundet sich mit Andre Breton, Marcel Duchamp und Max Ernst an.
1936 entstehen Modeentwürfe. 1936 "Frühstück im Pelz" (Déjeuner en fourrure) und "Ma gouvermante" - my nurse - mein Kindermädchen. EigenwilligeObjekte.
1937 Teilnahme an der Gruppenausstellung der Surrealisten, Beginn einer Schaffenskrise. Depressionen.
Rückkehr nach Basel, Kontakt zur Gruppe 33.
1939 beteiligt sich Meret Oppenheim in Paris mit Objekten an einer Ausstellung für phantastische Möbel.
1949 Heirat mit Wolfgang La Roche. Das Ehepaar lebt in Bern.
1950 erstmals wieder in Paris
1954 bezieht Meret Oppenheim ein Atelier in Bern.
1956 Kostümentwürfe und Masken für Daniel Spoerris Inszenierung eines Theaterstückes von Picasso "Wie man Wünsche am Schwanz packt".
1967 Retrospektive im Moderner Museet in Stockholm.
1967 Tod ihres Ehemannes Wolfgang La Roche.
1972 seit 1972 lebt und arbeitet Meret Oppenheim abwechselnd in Bern und Paris
1974 /75 Retrospektiven in den Museen von Stockholm, Winterthur und Duisburg.
1975 erhält sie den großen Kunstpreis der Stadt Basel. Meret Oppenheim nimmt dort in einer Rede Stellung zum Problem der Künstlerin.
1981 erscheint eine Publikation ihrer Gedichte mit Serigraphien in der Edition Fanal, Basel, unter dem Titel "Sansibar". Danach beginnt sie an ihrem Buch "Caroline" zu schreiben.
1982 großer Preis der Stadt Berlin, Teilnahme an der documenta 7 in Kassel.
1983 auf Grund der Lektüre des Briefwechsels zwischen Bettina Brentano und Karoline von Günderode entstehen zwei größere Werke.
1985

Brunnenskulptur für die Jardins de l'ancienne école Polytechnique in Paris,
1985 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.

Am 15. November 1985 stirbt Meret Oppenheim.

BUCHTIPPS und SURFTIPPS

LITERATUR

Meret Oppenheim.
Eine andere Retrospektive

zum BuchDeutsch/Englisch von Meret Oppenheim. Gebundene Ausgabe - 234 Seiten - Edition Stemmle 1998. Kurzbeschreibung: Die Galerie Krinzinger in Wien hat nicht nur eine internationale Oppenheim-Ausstellung organisiert, sondern begleitend auch einen umfassenden und spannenden Katalog editiert. Dieser bietet einen großartigen Überblick über das lange und intensive Schaffen der Künstlerin. Die Texte von Jacqueline Burchkardt, Bice Curiger, Isabel Schulz, Werner Hofmann u.v.a., ein Interview mit der Künstlerin und viele Fotos aus ihrem Privatleben bringen uns nebst dem Werk auch die Persönlichkeit von Meret Oppenheim näher.

Husch, husch der schönste Vokal entleert sich. Gedichte, Prosa. von Meret Oppenheim, Christiane Meyer-Thoss (Herausgeber) Gebundene Ausgabe 170 Seiten - Suhrkamp 2002 ISBN: 3518413465

Meret Oppenheim, Buch der Ideen von Christiane Meyer-Thoss, Christiane Meyer- Thoss Sondereinband - Gachnang & Springer Verlag 1996 ISBN: 390612746X

Meret Oppenheim. Spuren durchstandener Freiheit. von Bice Curiger Gebundene Ausgabe - 160 Seiten - Scheidegger & Spiess 2002 ISBN: 385881136X

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Meret Oppenheim

SURFTIPPS
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Berühmte Berner Künstlerinnen und Künstler: Meret Oppenheim stammt aus einer Schweizer kunstsinnigen, liberalen Familie, geboren 1913. Aufgrund ihres rebellischen Charakters gilt sie als Hexe, die Tiere zähmen kann. Die Surrealisten sehen sie als "verführerische Fee" oder femme-enfant. www.g26.ch

Meret Oppenheim englisch, Abbildungen einiger Werke www.madsci.org

Biographie www.galerie-krinzinger.at

 

 

Der 6. November 1632

Theodor Fontane (Schwedische Sage) Schwedische Heide, Novembertag, der Nebel grau am Boden lag, hin über das Steinfeld von Dalarn holpert, stolpert ein Räderkarr'n.
http://gutenberg.spiegel.de/fontane/gedichte/06111632.htm

Ein weiteres Geburtstagskind vom 6. November: James Jones

Linktipp: COMPUTERKUNST

Der 6. November ist der Internationale Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen
und bewaffneten Konflikten. Linktipp: künstler gegen den krieg - artists against the war

 

 

weiter zum 7. November: Albert Camus >>
Computergarten November >>

 

 Siteinfo: http://www.onlinekunst.de/november/06_11_Oppenheim.htm
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