Thomas Gainsborough im Computergarten

Gainsborough Die Schweinehirtin

Die Schweinehirtin

Thomas Gainsborough, 1782, Leinwand, 125 x 148 cm,
Castle Howard, Yorkshire, Sammlung George Howard


<< Biographie von Thomas Gainsborough

In den 80er Jahren entwickelte Gainsborough einen phantasievollen Stil in den Portraits, aber auch seine Tierbilder aus der Zeit sind besonders schön. Sein Rivale Reynolds erwarb das Bild "Die Schweinehirtin" und sagte dazu, dies sei das beste Bild, das Gainsborough je geschaffen habe.

 

schweinehirtin detail

Detail Die Schweinehirtin
Thomas Gainsborough , 1782, Leinwand, 125 x 148 cm,
Castle Howard, Yorkshire, Sammlung George Howard

 

Gainsborough Detail aus Die Schweinehirtin

Detail mit zwei Ferkeln Die Schweinehirtin
Thomas Gainsborough , 1782, Leinwand, 125 x 148 cm,
Castle Howard, Yorkshire, Sammlung George Howard

Bedeutung

In seinen Landschaften wies Gainsborough am weitesten in die Zukunft. Seine Gemälde und seine Aquarelle mit ihrer flüssigen Gestaltung und den Lichteffekten wiesen den Weg für die große Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts. Seine Spätwerke lassen sich deshalb heute als Vorläufer des Impressionismus interpretieren. Gainsborough gilt als der einzige bedeutende Rokokomaler Englands, eine Kunstrichtung, die vorwiegend auf dem Kontinent verbreitet war. Bis zu seinem Tode experimentierte er mit neuen Techniken, besonders auf dem Gebiete des Kupferstichs und der Radierung.

 

Hauptwerke

  • Mr. and Mrs. Andrews, ca. 1748 (London, National Gallery)
  • Der Knabe in Blau, 1770 (San Marino, Huntington Art Gallery)
  • Der Morgenspaziergang, 1785/86 (London, National Gallery)
  • Die Schweinehirtin, 1782 (Castle Howard) , siehe Bild oben
  • Der Marktkarren, 1786/ 1787 (Tate Gallery, London), siehe Bild unten

 

Literatur

  • Rosenthal, Michael: Art of Thomas Gainsborough.
    Okt.1999, YALE UNIVERSITY, englisch
  • Thomas Gainsborough. hrsg. von György Kelényi, Berlin: Henschelverlag 1979. Kurze Lebensbescheibung des britischen Rokokomalers mit detaillerter
    Erläuterung zu 36 Gemälden.

Kunst und Politik der Farbe.
Gainsboroughs Porträtmalerei.
von Bettina Gockel

Cover

Gebundene Ausgabe - 96 Seiten - Mann (Gebr.), Berlin 1999. Kurzbeschreibung: "England, das Vaterland fanatischer Koloristen": Dieser emphatische Ausruf Baudelaires scheint sich vor den Gemälden des englischen Malers Thomas Gainsborough in überwältigender Weise zu bestätigen. Seine leuchtenden Farben und seine virtuose, flüssige Pinselschrift trug nicht wenig zu der schon fast klischeehaften Formel von der "Autonomie der Farbe" in der Moderne bei. So sind auch Gainsboroughs Porträts der 1760er bis 1780er Jahre zwar immer schon als maltechnische "tour de force" gesehen worden.

Im Unterschied zur bisherigen Forschung verankert die Autorin in den farblichen Ausdrucksmitteln der Malerei, die gewöhnlich unter der Rubrik Koloritgeschichte isoliert werden, gerade die historische, politische und soziale Funktion der Bildnisse Gainsboroughs. Seine maltechnisch visualisierte Natürlichkeit lieferte, so die Autorin, für seine Klientel eine neue Repräsentationsform in einer sich im Umbruch befindenden Gesellschaft. Immer mit Blick auf das konkurrierende Darstellungsverfahren der akademischen Malerei Sir Joshua Reynolds' und aufgrund einer Fülle neuen Quellenmaterials zur Kunstkritik der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wird gezeigt, dass Gainsboroughs Farbe und Maltechnik im historischen Kontext nicht nur eine ästhetische, sondern eine spezifisch politische Bedeutung zuwuchs.

Im Kontext wahrnehmungstheoretischer Debatten in den Schriften zum "picturesque" (William Gilpin) und zur "Assoziationstheorie" (David Hartley, Joseph Priestley) sowie im Umfeld naturwissenschaftlicher Lichttheorien wird gezeigt, daß die dem Auge Vergnügen bereitende Oberfläche der Gemälde Gainsboroughs tiefsinniger, ja intellektueller war als es akademisch gesinnte Zeitgenossen und die Rezeptionsgeschichte wahrhaben wollte.

Mit dem methodischen Ansatz, die historische Bedeutung von Farbe über Stilgeschichte und Formanalyse hinausgehend zu rekonstruieren, holt die Autorin den vermeintlichen Romantiker und Impressionisten Gainsborough in die Aufklärung zurück.

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Kunst und Politik der Farbe

 

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Linktipps

 

Der Marktkarren 1786-1787

Thomas Gainsborough: Der Marktkarren
1786-1787, Öl auf Leinwand, 184 × 153 cm.
London, Tate Gallery. Großbritanien. Stil: Rokoko.

Kunstdrucke bei poster.de, z.B. "Mr and Mrs Andrews"
(Bildnachweis: poster.de)

 

 

 
 

 

http://www.onlinekunst.de/mai/14_05_Schweinehirtin.htm