Der Computergarten am 13. Mai

Gelbe Tulpe Nahaufnahme Digitalfoto von Inga Schnekenburger

Die Tulpe ist die "kubistischste" Blume
Die Blüte hat eine besonders schlichte Form und eine große Tiefe
Digitalfoto von Inga Schnekenburger für George Braque zum Geburtstag


Georges Braque
1882 - 1963

Braques vierfach

französischer Maler des Kubismus
Portrait "Georges Braques vierfach" von Inga Schnekenburger

 

Biographie

Georges Braque wurde am 13. Mai 1882 in Argenteuil-sur-Seine geboren

Als Georges Braque 9 Jahre alt war, siedelte die Familie nach Le Havre über. Georges besuchte die Abendkurse an der Kunstschule. Mit 17 Jahren ging er in die Lehre bei einem Anstreicher, aber nur ein Jahr lang. Dann ging er nach Paris. Am Montmartre mietete er sich ein Atelier und besuchte weiter Abendkurse. Dann musste er seinen Militärdienst ableisten.

1902 kam er nach Paris zurück und begann ein Studium an der Academie Humbert. Er freundete sich mit Marie Laurencin an und mit Francis Picabia. Die Besuche im Louvre waren für seine künstlerische Entwicklung wichtig.

1903 arbeitete er im Atelier von Léon Bonnat an der École des Beaux-Arts. Braque beeindruckten die Werke der Fauves, so dass er sich ihnen 1905 anschloss. Später setzte er sich mit Bildern von Cézanne und Picasso auseinander.

1908 wurden seine Bilder bei einer Ausstellung des Herbstsalons abgelehnt. Ein Kritiker nannte die Arbeiten von Georges Braqe "bizarreries cubiques" (kubistische Bizarrerien). Daraus entwickelte sich der Name Kubismus.

1908 arbeitete er eng mit Picasso zusammen. Zwischen 1909 und 1912 verwendte Braque fast ausschliesslich die Farben Grau und Ocker. 1912 schuf er mehrere Collagen. Georges Braque wurde im Ersten Weltkrieg verwundet.

1912 - 1913 war seine "Synthetische Periode". Gegenstände (gemalt oder real) verschmelzen mit der abstrakten Komposition. Er malte z. B. eine naturgetreue Imitation von Holzmaserung und verknüpfte diese im Bild mit realem Sand.

Georges Braque nimmt in der Geschichte der Malerei des 20. Jahrhunderts einen besonderen Rang ein: Er war einer der Hauptbegründer des Kubismus.Es gibt sowohl Künstler, die stark auf sich aufmerksam machen und solche, die sehr zurückgezogen und still leben und sich auch keiner Gruppe anschließen. Georges Braque war sehr zurückhaltend und hielt sich von den unterschiedlichsten Gruppen fern.

So ist es zu erklären, dass seine Kunst lange unterschätzt wurde. Wenn die Künstler nicht mehr leben, zählt vor allem das Werk. Und das Werk von Braque wird heute nicht nur anerkannt, es genießt Weltruhm. Seine Werke sind in allen großen Museen und den bedeutendsten Sammlungen der Welt ausgestellt, in Basel, Berlin, Hollywood, Kopenhagen, London, New York, Paris, Philadelphia und Washington, um nur einige zu nennen.

Braque liebte die Musik

... besonders von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Erik Satie. Es gibt sehr viele kubistische Stilleben von ihm, die erkennen lassen: Musik oder Musikinstrumente waren Anlass oder ein Ausgangspunkt des Schaffens dieser Werke.

Dazu gehören:
"Musikalische Formen", 1918
"Aria de Bach", 1913
"Violine und Klarinette auf einem Tisch", 1912
"Violine und Plakat" mit der Inschrift "Mozart", 1912
"Stilleben Bach", 1912
"Erik Satie, die Falle der Medusa", 1921
"Stilleben mit Gitarre", 1914
"Violine", 1912
"Violine auf einem Tisch", 1913 - 1914

Georges Braque sagte selbst in "Mein Weg", 1954: "In jener Zeit malte ich häufig Musikinstrumente: erstens hatte ich viele um mich, und zweitens paßte ihre Form un ihr Volumen in den Bereich des Stillebens, wie ich es mir vorstellte. Ich war bereits auf dem Weg zum greifbaren, oder wie ich zu sagen pflegte, handgreiflichen Raum, und das Musikinstrument hatte als Objekt die Besonderheit, daß es durch die Berührung belebt werden konnte".

Georges Braque starb am 31. 8. 1963 in Paris.

Poster und Kunstdrucke von Georges Braque

Kunstdrucke bei poster.de, z.B. von Georges Braque: "Oiseaux"
(Bildnachweis: poster.de)

Carl Einstein, 1933 über Braque

"Das Schaffen von Georges Braque ist durch ungemeine Vollendung gekennzeichnet. Er verstand in unklassizistischer doch klassischer Haltung den Kubismus zu neugeschauter, gegenständlicher Form zu bestimmen; er ist von Derain entfernt, der durch bedeutenden Begriff von den Alten geängstigt und gehemmt wurde, er unterscheidet sich von Picasso dadurch, daß er nicht im Sprung Lösungen erzaubert, sondern in langsamer Geduld sein Ziel weitet und steigert. Verfeinerung des Handwerks und dichtere Fülle des Formgewebes verwirklichen sich ihm in einem. Braque verbirgt sich keine Schwierigkeit, und so zwingt er sich zu genauer Kontrolle."

Anmerkung

Das Foto "gelbe Tulpe" von Inga Schnekenburger wurde hier verwendet:
http://www.uni-bayreuth.de: Didaktik der Chemie / Universität Bayreuth Vortrag von Christian Wolf im Rahmen der "Übungen im Vortragen mit Demonstrationen - Organische Chemie", SS 2002 Blütenfarbstoffe: Beispielpflanze: gelbe Tulpe

 

Buchtipps

Kubismus

von David Cottington. Gebundene Ausgabe - 80 Seiten - Hatje Cantz Verlag 2002. Kurzbeschreibung: Der Kubismus gilt als einer der wichtigsten und zugleich komplexesten "Ismen" des 20.Jahrhunderts. Er nahm seinen Anfang um 1907 in zwei sehr unterschiedlichen Kreisen der Pariser Avantgarde: einerseits im Kreis um Pablo Picasso und Georges Braque mit ihren Ateliers auf dem Montmartre, andererseits im Kreis der Künstler vom linken Seine-Ufer mit Fernand Léger, Henri Le Fauconnier oder auch Sonia und Robert Delaunay, die ihre Arbeiten in den jährlichen Ausstellungen im "Salon d'Automne" und im "Salon des Indépendants" präsentierten. Die Pionierzeit des Kubismus als Stil und als Bewegung wurde jedoch durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges abrupt beendet. Anhand ausgewählter Werke von Picasso, Braque, Léger, Juan Gris, Sonia und Robert Delaunay sowie ihrem Kreis werden in diesem Buch die formgeschichtlich bedeutsamen Entwicklungsschritte und Ausprägungen des Kubismus anschaulich nachvollzogen; wesentliche Einflüsse und die Wirkung auf nachfolgende Künstlergenerationen werden vorgestellt. Ausführlich wird erläutert, inwieweit der Kubismus in der politischen, ökonomischen und sozialen Dynamik von Paris in den Jahren bis 1914 verankert war.

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Über den Kubismus

von Albert Gleizes, Jean Metzinger. Broschiert - 104 Seiten - Rita Fischer, Ffm. 1988

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