Der Computergarten am 2. Mai

Novalis

Novalis, deinen heil'gen Seherblicken
Sind aufgeschlossen aller Welten Räume,
Dir offenbart sich weihend das Gemeine,
Du schaust es in prophetischem Entzücken.
Du siehst der Dinge zukunftsvolle Keime
Und zu des Weltalls ewigen Geschicken,
Die gern dem Aug' der Menschen sich entrücken,
Wirst du geführt durch ahndungsvolle Träume.
Du siehst das Recht, das Wahre, Schöne siegen,
Die Zeit sich selbst im Ewigen zernichten
Und Eros ruhend sich dem Weltall fügen;
So hat der Weltgeist liebend sich vertrauet
Und offenbart in Novalis Dichten,
Und wie Narziß in sich verliebt geschauet.

Karoline von Günderode

Bild rechts: François Lemoyne, Narziß
1728, Leinwand, 90 × 72 cm, Hamburg, Kunsthalle

Narziss von Lemoyne

Portrait  Karoline von günderode

Karoline Friederike Louise Maximiliane von Günderrode
(Günderode; auch: Tian)

Sie wurde am 11. Februar 1780 in Karlsruhe geboren. Karoline von Günderrode stammte aus einer angesehenen Familie, ihr Vater war Hofrat und Kammerherr in Karlsruhe. Nach dem Tode des Vaters 1786 siedelte die Mutter mit den Kindern nach Hanau über. Ab 1797 lebte Karoline vn Günderrode im adeligen evangelischen Damenstift in Frankfurt am Main. 1800 lernte sie Bettine, Gunda und Clemens von Brentano kennen. Sie freundeten sich an. Die unglückliche Liebe zu dem Heidelberger Mythenforscher Friedrich Creuzer machte sie todunglücklich. Sie ertränkte sich im Rhein am 26. Juli 1806 bei Winkel, Rheingau.

  • weiteres Gedicht von Karoline von Günderode
    bei onlinekunst.de: Der Luftschiffer

 

Kunstdrucke bei poster.de, z.B. von François Lemoyne: "Hercules and Omphale 1724"
(Bildnachweis: poster.de)

 

 

 
 

 

http://www.onlinekunst.de/mai/02_05_narziss.html