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Der Computergarten am 31. März

Die Schöpfung des Weizens - Computerkunst von Inga Schnekenburger

Bild oben: Die Schöpfung des Weizens - Computerkunst von Inga Schnekenburger
Hintergrund-Musik: J. Haydn Mass No. 3 in Dmin "L. Nelson Mass" Gloria Midi von Dan Drew

Produkttipps zu
"Die Schöpfung"

CD-Tipp: Die Schöpfung, DOPPEL-CD

Die Schöpfung, DOPPEL-CD

Franz Joseph Haydn, Nikolaus Harnoncourt. Februar 2004
Label: Dhm (BMG)
ASIN: B00011MJVG
Komponist: Franz Joseph Haydn. Künstler: Nikolaus Harnoncourt. Format: Audio CD. (CD-Anzahl: 2)

Die Schöpfung - DVD

Die Schöpfung, DVD

Haydn, Joseph - Die Schöpfung. Darsteller: Scottish Chamber Orchestra, Festival Choir Lucerne Infos zu diesem Titel Bildformat: 4:3 DVD. Juni 2000

Der Computergarten am 31. März - "Die Schöpfung" von Franz Joseph Haydn

Die Schöpfung, Leseprobe aus: Die große Geschichte der Musik von Kurt Pahlen

"Seit seiner Heimkehr aus London beschätigt Haydn der Gedanke, seinem Land mit einem großen Oratorium etwas Ähnliches zu bieten, wie Händel es den Engländern geschenkt hatte. Das Idealbild einer "demokratischen" Kunst stand vor seiner Seele, seit er die zehntausendköpfige Volksmenge dem Gesang der vielhundertköpfigen Sänger- und Musikerschar lauschend erlebt hatte. Er muß über diesen Gedanken eingehend mit Gottfried van Swieten gesprochen haben, einer feinsinnigen, zutiefst musischen Persönlichkeit des damaligen Wien, der Miltons berühmtes "Verlorenes Paradies" ins Deutsche übersetzt, Mozart zu einer Bearbeitung von Händels "Messias" gebracht und mit Beethoven freundschaftlichen Umgang hatte.

Swieten, holländischer Abstammung und Direktor der Wiener Hofbibliothek, begeisterte sich für die Idee und brachte in kurzer Frist ein "Patronatskomitee" zusammen. Zwölf Männer des österreichischen Hochadels, natürlich mit Esterhazy an der Spitze der anderen, die in Beethovens Biographie eine rühmliche Rolle spielen werden, überreichten Haydn ein Honorar von 500 Gulden, damit er sich völlig ungestört der großen Aufgabe hingeben könne.

Swieten verfaßte das Textbuch, das auf der Erschaffungsgeschichte der Welt beruht, wie die Bibel sie schildert. Haydn stürzte sich, begeistert wie selten, in die Arbeit. Die vermutlich das ganze Jahr 1797 ausgefüllt hat. Am 6. April kann Haydn einem der Gönner, dem Fürsten Schwarzenberg, die Vollendung des großen Werkes melden. In dessen prächtigen Wiener Palast wurde die Uraufführung vorbereitet. Auch hier, wie bei den bedeutendsten Werken Mozarts und später Beethovens, ist die Vorbereitungszeit unfaßbar kurz. "Die Schöpfung" erklingt zweimal, am 29. und 30. April 1798, beide Male vor geladenen Gästen. Zum ersten Mal öffentlich, wie es Haydns sehnlichster Wunsch war, im Hofburg-Theater am 19. März 1799.

Vor beiden Auditorien war der Erfolg überwältigend. Die Verbreitung des Werks ging mit Windeseile vor sich, bald gab es keine bedeutende Stadt in Europa, in der Haydns Meisterwerk noch nicht erklungen war. Sein Ruhm, in Fachkreisen und bei echten Musikliebhabern seit Jahrzehnten unbestritten, erreichte nun Dimensionen echter Volkstümlichkeit.

Die Bedeutung der "Schöpfung" war und ist gewaltig [...]. In der "Schöpfung gelingt Haydn ein gewaltiges Weltbild, das in verhältnismäßig einfache Musik gefaßt ist [...]. Haydn "umspannt in seinem Werk den ganzen Kosmos, und dennoch malt er auch die kleinen Dinge: das Murmeln des Baches, die Lieblichkeit der Pflanzen, die Bewegung der Tiere. Wie er die Gegensätze meistert, wie er Himmlisches und Irdisches schildert, das ist unnachahmlich und einmalig" sagt der Haydn-Forscher Leopold Nowak. Der Übergang aus dem anfänglichen "Chaos" in lichterstrahlende Weltordnung durch Gottes Donnerwort: Das geriet zu einem der größten und ergreifendsten Augenblicke der abendländischen Musik."

Kurt Pahlen, Die große Geschichte der Musik, Seite 287 ff
CORMORAN Verlag, München 1998

Buchtipp

Buchtipp: Joseph Haydn. Die Schöpfung von Georg Feder

Joseph Haydn. Die Schöpfung von Georg Feder
Broschiert - 278 Seiten - Bärenreiter Verlag

Kurzbeschreibung: Ein Werk über die Schöpfungsgeschichte, das an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert dauernden Erfolg erzielen wollte, musste »gläubige Christen, reine Humanisten und Freidenker aller Schattierungen« gleichermaßen ansprechen. Dies war Joseph Haydn in seiner »Schöpfung« gelungen - einem biblischen Oratorium, geprägt vom Jahrhundert der Aufklärung. Vor über 200 Jahren wurde die »Schöpfung« erstmals öffentlich.

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Erscheinungsdatum: 1. November 2002
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