Geburtstag
von Ivan Goll
Ich
hab den Abendstern
Meinen Lieblingsschmuck
In einem Taxi verloren
Ich
hab meinen Geliebten
Auf dem Spielplatz der Engel
Zwischen Mars und Frankreich verloren
Eine
Regenzeit beginnt in meinen Augen
Die Raben tragen Trauer
Die jungen Vögel hören auf zu wachsen
Mein
Liebster und der Abendstern
Waren ein - und derselbe:
Blumen streikt mit mir:
hört auf zu lächeln!
Claire
Goll an Ivan Goll |

Lächelnde
blaue Primel für Ivan Goll
Digitalfoto Copyright ©
Inga Schnekenburger |
Ivan
(Yvan)
Goll (1891 - 1950)
französischer
Schriftsteller

Portrait
Ivan Goll
von Inga Schnekenburger März 2001 |
Geboren
in Saint-Die am 29. März 1891
gestorben in Paris am 27. Februar 1950
Verheiratet seit 1920 mit Claire Goll,
geb. Clara Aischmann, Schriftstellerin. Ivan
Goll hieß mit bürgerlichem Namen
Isaac Lang. Als Pseudonyme benutzte er Iwan
Lassang und Tristan Torsi. Ivan
Goll lebte seit 1919 in Paris und war mit Apollinaire
befreundet.
1939 - 1947 lebte er in New York. Anfangs
schrieb er in expressionistisch-pazifistischer
Weise im Bewusstsein einer apokalyotischen Zeitwende.
Unter dem Einfluss Andre Bretons und
Paul Eluards entwickelte er einen surrealistischen
Bilderreichtum, Chiffren des Daseins.
Ivan Goll schrieb in deutscher, französischer
und englischer Sprache. Seine Hauptwerke sind
die Poemes d' amour (1925), die zusammen
mit seiner Frau Claire Goll entsanden sind und
der Balladenkreis "La chanson de Jean sans
terre" (Johann ohne Land). Durch
das Drama "Methusalem oder Der ewige Bürger"
(siehe Link 2) wurde er zum Vorläufer
des absurden Theaters.
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