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Der
Computergarten am 28. März
Märzbecher:
die "Lilien" im März, Boten des Frühlings
Bild
von Inga Schnekenburger für
Fra Bartolomeo zum Geburtstag
Fra
Bartolomeo
Baccio della Porta
italienischer Maler
geboren am 28. März 1472 in Soffignano
gestorben am 31. Oktober 1517 in Bagni S. Filippo

Detail
mit Lilie aus dem Bild: Gottvater erscheint der heiligen
Katharina von Siena und der heiligen
Margaretha - von Fra Bartolomeo, Lucca, Pinakothek.
1509, Leinwand, 360 x 234 cm
Das
ganze Bild ansehen.
| Fra
Bartolomeo wurde am 28. März 1472
in Soffignano geboren. Der Vater von Fra Bartolomeo
war ein Maultiertreiber, der aus Genua stammte.1478
ließ er sich in Florenz nieder, nahe der
Porta di S. Pier Gattolini. Der Sohn wurde deshalb
"Baccio della Porta" genannt.
1484,
also mit 12 Jahren, kam Fra Bartolomeo zu dem
Maler Cosimo Rosselli. Er blieb bis zum 18.
Lebensjahr bei ihm und machte sich dann zusammen
mit Mariotto Albertinelli, den er in der Werkstatt
kennengelernt hatte, 1490 selbständig.
Fra Bartolomeo hörte die Predigten von
Fra Girolamo Savonarola und wurde ein Anhänger
von ihm. Man nannte diese Anhänger "Piagnone".
1496 und 1497 beteiligte sich Fra Bartolomeo,
zusammen mit Botticelli und Lorenzo di Credi,
an dem "Scheiterhaufen der Eitelkeiten",
sie verbrannten alle Bilder, die einen nichtreligiösen
Inhalt hatten. Savonarola
wurde verfolgt und floh ins Kloster San Marco,
mit ihm flohen 500 Anhänger. Unter diesen
Anhängern befand sich auch der junge Maler
Fra Bartolomeo, der große Angst um sein
Leben hatte. Er legte das Gelübde ab, Mönch
zu werden, wenn er diesen Kampf lebend überstehen
sollte.
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Fra
Girolamo Savonarola, gemalt von Fra Bartolomeo,
Holz, 47 x 31 cm, Florenz, Museo di S.
Marco |
Am
26. Juli 1500 trat er in den Orden
ein, im Kloster von Prato, später
war er in Florenz im Kloster S. Marco.
Er
gab seine Malerei auf. Das von ihm begonnene
Werk "Das Jüngste Gericht"
führte er nicht weiter aus, es wurde
von seinem Freund Mariotto Albertinelli
vollendet.
Aber
die Anordnung seiner Oberen lautete: "Du
musst wieder malen! Und anderen Brüdern
zeigen, wie man malt!" - Und das
war eine kluge Entscheidung. Damit entstand
für die Geschichte der Florentiner
Malerei bedeutsame Schule, die Fra Bartolomeo
leitete. Jetzt
zeigten sich auch seine pädagogischen
Fähigkeiten, er war ein hervorragender
Lehrer der Malerei.
Die Lehrtätigkeit Fra Bartolomeos
war für die Malerei der Toscana in
der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts
von entscheidender Bedeutung. 1504
- 1507 malte Fra Bartolomeo dann die
"Erscheinung Mariens vor dem heiligen
Bernhard" und im Refektorium von
San Marco "Christus in Emmaus".
Fra Bartolomeo lernte Raffael kennen,
es entstand gegenseitige Bewunderung und
eine Freundschaft. (siehe
Raffael
im Computergarten am 6. April)
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1508
unternahm Fra Bartolomeo eine Reise nach
Venedig. Diese Reise gab ihm neue Impulse. Die
Bilder Giovanni Bellinis mit ihrer Monumentalität
machten einen starken Eindruck auf ihn. Besonders
Bellinis Landschaften regten ihn an, sich mit
dem Thema Landschaft auseinanderzusetzen. Nach
der Venedig-Reise 1508 waren die Landschaften
in den Bildern Fra Bartolomeos getreue Wiedergaben
der Landschaft seiner Umgebung. Deshalb wird
Fra Bartolomeo als der erste wahre Landschaftsmaler
in der Kunstgeschichte angesehen.
1512
wurde seine Malweise monumentaler. Eine große
religiöse Inbrunst und der Einfluss Michelangelos
werden jetzt spürbar. 1514 unternimmt
Fra Bartolomeo eine Reise nach Rom, danach steht
er im Bann von Michelangelos Malerei. Es entstanden
daraufhin die Meisterwerke "Die Predigt
des heiligen Vincenz Ferrer" um 1514 und
die "Grablegung" 1516. Die
"Grablegung" konnte von Fra Bartolomeo
nicht vollendet werden; er starb am
31. Oktober 1517 nach einem Lähmungsanfall
in Bagni S. Filippo im Alter von 45 Jahren.
Das
Bild wurde von seinem Schüler Bugiardini
vollendet.
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