Ludwig Mies van der Rohe
Seagram Building in New York (1954 - 1958)

Wolkenkratzer von Mies van der Rohe entworfen

Computergrafik von Inga Schnekenburger
nach einem Foto von Ezra Stoller*


Die Seagram Aktiengesellschaft wollte den Wohlstand und das Wachstum (in die Höhe wachsen...) auch nach außen für Jedermann sichtbar dokumentieren. Ludwig Mies van der Rohe erhielt den Auftrag und es entstand in vier Jahren ein gewaltiges Bauwerk, das tatsächlich in die Höhe zu wachsen scheint. Der Eindruck wird noch verstärkt durch die Tatsache, dass der Wolkenkratzer auf Stahlstützen steht und die Vorhangfassaden erst in einer Höhe von 7 Metern beginnen!

Hiermit wurden auf völlig neue Weise gestalterische Probleme der Stahlskelettbauweise in beeindruckender Weise gelöst. Darüberhinaus wurden die Fronten der Stahlskelette nicht wie üblich ausgemauert, sondern die Konstruktion wurde noch betont durch den Einsatz von Glas. Ähnlich wie bei der Ausfachung der frühen Bauten mit Holzfachwerk sieht man die ursprüngliche Skelettform, nur handelt es sich jetzt nicht um Holzbalken, die ausgefacht werden, sondern um Stahlskelette mit Glas.

Der entstehende Eindruck ist ein völlig anderer als bei der zuvor praktizierten Weise der Vermauerung. Außerdem hielt Mies van der Rohe nichts von "trivialer Verzierung" am Bau. Schlicht und schnörkellos präsentiert sich das Gebäude dem Betrachter. Das Stahlskelett selbst wurde zur überzeugenden und modernen Gestaltungsgrundlage.

Mies van der Rohe bei onlinekunst.de

Kunstdrucke bei poster.de, z.B. "Berlin Hochhaus Friedrichstrasse 1921"
(Bildnachweis: poster.de)

*Quelle des Fotos: Perspektiven der Kunst. Von der Karolingerzeit bis zur Gegenwart. Herausgegeben unter Mitarbeit von Gabriele Kopp - Schmitt, Rosie Maier, Susanna Partsch, Ernst Rebel, Karl Schawelka und Gabriele Schickel. Verlag Martin Lurtz, München 1994

 

 

 
 

 

http://www.onlinekunst.de/maerz/27_03_Mies_van_der_Rohe_2.htm