| Die
Seagram Aktiengesellschaft wollte den
Wohlstand und das Wachstum (in die Höhe
wachsen...) auch nach außen für
Jedermann sichtbar dokumentieren. Ludwig
Mies van der Rohe erhielt den Auftrag
und es entstand in vier Jahren ein gewaltiges
Bauwerk, das tatsächlich in die Höhe
zu wachsen scheint. Der Eindruck wird
noch verstärkt durch die Tatsache,
dass der Wolkenkratzer auf Stahlstützen
steht und die Vorhangfassaden erst in
einer Höhe von 7 Metern beginnen!
Hiermit wurden auf völlig neue Weise
gestalterische Probleme der Stahlskelettbauweise
in beeindruckender Weise gelöst.
Darüberhinaus wurden die Fronten
der Stahlskelette nicht wie üblich
ausgemauert, sondern die Konstruktion
wurde noch betont durch den Einsatz von
Glas. Ähnlich wie bei der Ausfachung
der frühen Bauten mit Holzfachwerk
sieht man die ursprüngliche Skelettform,
nur handelt es sich jetzt nicht um Holzbalken,
die ausgefacht werden, sondern um Stahlskelette
mit Glas.
Der entstehende Eindruck ist ein völlig
anderer als bei der zuvor praktizierten
Weise der Vermauerung. Außerdem
hielt Mies van der Rohe nichts von "trivialer
Verzierung" am Bau. Schlicht und
schnörkellos präsentiert sich
das Gebäude dem Betrachter. Das Stahlskelett
selbst wurde zur überzeugenden und
modernen Gestaltungsgrundlage.
Mies
van der Rohe bei onlinekunst.de
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Kunstdrucke bei poster.de, z.B.
"Berlin Hochhaus Friedrichstrasse
1921"
(Bildnachweis: poster.de) |
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*Quelle
des Fotos: Perspektiven der Kunst. Von
der Karolingerzeit bis zur Gegenwart.
Herausgegeben unter Mitarbeit von Gabriele
Kopp - Schmitt, Rosie Maier, Susanna Partsch,
Ernst Rebel, Karl Schawelka und Gabriele
Schickel. Verlag Martin Lurtz, München
1994 |