Der Computergarten am 23. März

"kubistisches" Fenster mit blühendem Fuchsschwanz von Willi und Inga Schnekenburger

Das Fuchsschwanzfenster, Foto © Willi Schnekenburger.
Bidbearbeitung © Inga Schnekenburger für Juan Gris zum Geburtstag

Musik: "Spanische Impression" komponiert von Erich Toth, Wien.
Alle Rechte beim Komponisten.


 

The Open Window von Juan Gris

The Open Window von Juan Gris, 1921
Oil on canvas, 65 x 100 cm (25 5/8 x 39 3/8 in); M. Meyer Collection, Zürich

 

Juan Gris
spanischer Maler

Portrait Juan Gris von Inga Schnekenburger

Portrait von Inga Schnekenburger

Jose Victoriano Gonzalez, genannt Juan Gris. geb. 23. März 1887 in Madrid, gest. 11. Mai 1927 in Boulogne- sur-Seine

Juan Gris wurde als Kind von seinem Onkel unterrichtet. 1902 begann sein Studium an der Escuela de Artes y Manufacturas in Madrid. 1904 verließ er die Schule und lernte bei Jose Moreno y Carbonero das Malen. Anfangs waren seine Arbeiten im Jugendstil gehalten, zum Beispiel Buchillustrationen. 1906 illustrierte er Gedichte von Jose Santos Chocanos. Juan Gris ging 1906, inzwischen 19 Jahre alt, nach Paris. Er arbeitete für satirische Zeitschriften. Sein Atelier hatte er in der Rue Ravignan, dort befand sich auch das Atelier von Pablo Picasso.

Den Lebensunterhalt verdiente sich Juan Gris mit Zeichnungen. Pablo Picasso und Juan Gris freundeten sich an. Durch diese Freundschaft wurde er wieder zum Malen angeregt. Aber auch Picassos Bilder wurden durch das Zusammensein, besonders nach der gemeinsamen Reise nach Ceret, deutlich straffer im Aufbau. Juan Gris' Darstellungsweise ist nach Apollinaire "hochintellektuell" und sein Schaffen war für die Entwicklung des Kubismus wichtig.

Juan Gris arbeitete an der klaren Komposition im Gemälde. Er ging methodisch und logisch vor. Die originelle Kompositionsmethode hatte Einfluss auf Gleizes und Metzinger.

Häufig collagierte Juan Gris seine Gemälde, besonders in der Zeit um 1914. Innerhalb eines durchgehenden Gitterrasters zeigt jedes Feld einen anderen Gegenstand, und innerhalb eines jeden Feldes wird die Perspektive konsequent beibehalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Krug im Querschnitt oder um einen Tisch in der Aufsicht handelt. Bei Picasso und Braque sind die Bilder lockerer und intuitiver aufgebaut.

1914 freundete sich Juan Gris mit Matisse an. Matisse wurde durch ihn angeregt, seine Kompositionen klarer zu gestalten. Gertrude Stein förderte Juan Gris in Paris, der es als Spanier in Paris nicht leicht hatte. 1917 freundete er sich mit dem Bildhauer Lipschitz an, dadurch wurde Juan Gris angeregt, sich mit Metallplatten auseinanderzusetzen, auch ein dreidimensionales Werk entstand, der "Harlekin". 1919 wurde die erste große Einzelausstellung mit 50 Bildern von dem Kunsthändler Leonce Rosenberg organisiert.

Auch mit Kahnweiler verband Juan Gris eine Freundschaft, und als Kahnweiler aus dem Exil in der Schweiz zurückkehrte, arbeitete Juan Gris wieder mit ihm zusammen, den Vertrag hatten sie schon 1912 unterzeichnet. Nach Kahnweilers Meinung hat Juan Gris 1920 seine volle künstlerische Kraft entwickelt.

In brillanter Synthese werden jetzt die Elemente der künstlichen Welt (wie in dem Bild oben die Fensterflügel) und die Elemente der Natur (in dem Bild oben Meer, Himmel und Berge), die durch das Fenster dringen, mit kubistischen Mitteln zu einer Einheit verschmolzen. Aber Juan Gris geht nicht von den Gegenständen, sondern von seiner Idee aus, er sagt: "Ich gehe von einem Zylinder aus und mache eine Flasche", diese Einstellung ist genau entgegengesetzt zu der Arbeitsweise von Paul Cezanne.

Stilleben Juan Gris 1914

Abbildung: Juan Gris: Die Jalousie. 1914, Collage mit Zeichenkreide gehöht, Leinwand, 92 × 72,5 cm. London, Tate Gallery. Stilleben, Kubismus.

Juan Gris litt an einer schweren Krankheit, seit 1925 verschlechterte sich sein Zustand und verdüsterte seine letzten Lebensjahre. Am 11. Mai 1927 starb er an einer Harnvergiftung.

Juan Gris gehört mit Pablo Picasso, Georges Braque, Fernand Leger, Henri Matisse und Andre Derain zu den wichtigsten Vertretern des Kubismus.


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von David Cottington. Gebundene Ausgabe - 80 Seiten - Hatje Cantz Verlag 2002. Kurzbeschreibung: Der Kubismus gilt als einer der wichtigsten und zugleich komplexesten "Ismen" des 20.Jahrhunderts.

Er nahm seinen Anfang um 1907 in zwei sehr unterschiedlichen Kreisen der Pariser Avantgarde: einerseits im Kreis um Pablo Picasso und Georges Braque mit ihren Ateliers auf dem Montmartre, andererseits im Kreis der Künstler vom linken Seine-Ufer mit Fernand Léger, Henri Le Fauconnier oder auch Sonia und Robert Delaunay, die ihre Arbeiten in den jährlichen Ausstellungen im "Salon d'Automne" und im "Salon des Indépendants" präsentierten. Die Pionierzeit des Kubismus als Stil und als Bewegung wurde jedoch durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges abrupt beendet.

Anhand ausgewählter Werke von Picasso, Braque, Léger, Juan Gris, Sonia und Robert Delaunay sowie ihrem Kreis werden in diesem Buch die formgeschichtlich bedeutsamen Entwicklungsschritte und Ausprägungen des Kubismus anschaulich nachvollzogen; wesentliche Einflüsse und die Wirkung auf nachfolgende Künstlergenerationen werden vorgestellt. Ausführlich wird erläutert, inwieweit der Kubismus in der politischen, ökonomischen und sozialen Dynamik von Paris in den Jahren bis 1914 verankert war.

von Albert Gleizes, Jean Metzinger. Broschiert - 104 Seiten - Rita Fischer, Ffm. 1988

Kubismus bei onlinekunst.de

  • Kubismus
    Georges Braque
    (Computergarten Mai)
  • Kubismus
    Sonia und Robert Delaunay
    (Computergarten April)
  • Kubismus
    Pablo Picasso
    (Computergarten Oktober)

Hinweise zu anderen Seiten im www

  • Mark Harden The Spanish artist
    Juan Gris
  • Links zu Informationen über Künstler, Kunststile und Fachbegriffe Kunst index
Kunstdrucke bei poster.de, z.B. "Portrait of Maurice Raynal, 1911"
(Bildnachweis: poster.de)

Juan Gris bei onlinekunst.de

  • Seite 2
    Bild Der Geranientopf von Juan Gris
    The Pot of Geraniums
  • Seite 3
    Weitere Abbildungen von Werken Juan Gris,
    Stilleben mit Fruchtschale und Mandoline, Stilleben mit Gitarre, Buch und Zeitung, Stilleben mit Bordeuauxflasche

Der 23. März ist der Weltjahrestag der Meteorologie / Weltwettertag Linktipp: Das Wetter heute

Wir danken dem Komponisten Erich Toth aus Wien für die Genehmigung zur Veröffentlichung des Musikstückes "Spanische Impression"! Kontakt zum Komponisten

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