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Der Holunder - Pflanzenportrait

Holunderknospe Foto von Willi Schnekenburger

Holunderknospe Digitalfoto Willi Schnekenburger

Mythologie / Geschichte

Die Germanen brachten zu Ehren der Göttin Holda oder Holla (im Märchen der Brüder Grimm Frau Holle) ihre Opfer unter dem Holunderbaum dar. In den Bauerngärten finden wir heute noch oft den Holunderbaum als beschützenden Hausbaum. Oft wurden sie in direkter Nähe zum Haus gepflanzt. In Tirol zog man vor jedem Holunderbaum den Hut und es war früher in Deutschland unter Strafe verboten, einen "Hollerbusch" zu beschädigen oder gar zu fällen.

Man glaubte auch, wer einen Holunder fällt, wird krank. Die Göttin Holla (von hold oder huld) war eine milde und freundliche Göttin, die das Leben der Pflanzen und der Tiere beschützte. Die Germanen glaubten, zur Zeit der Wintersonnenwende ziehe die Göttin über die Erde, um mit dem Winter zu ringen und der Erde Fruchtbarkeit und neues Leben zu schenken.

Die weißen Schneeflocken verglichen sie mit der Helle der Holda. Sie glaubten, ein Mensch, der wie Holda den Weg des Lichtes geht, überschütten die Götter mit Erkenntnis und Weisheit (im Märchen der Brüder Grimm Goldtaler).

Heilkraft des Holunders

Der Holunder gehört noch heute zu den bekanntesten Volksheilmitteln. Fast alles von ihm kann man zu Heilzwecken benutzen. Der "Fliedertee" ist überall bekannt, er hat schweißtreibende Wirkung und wird bei Erkältungskrankheiten gern getrunken. Aber auch eine beruhigende und schmerzlindernde Wirkung ist zu verzeichnen bei Kopf- Zahn- und Ohrenschmerzen. Bei Ohrenschmerzen wird ein Leinsäckchen mit Holundertee überbrüht und auf das Ohr gelegt.

Die Beeren kann man zu leckerem Saft verarbeiten und in Norddeutschland kocht man gern eine "Fliedersuppe" aus den Beeren (Meine Lieblingssuppe!). Auch Mus, Wein und Marmelade werden aus den Beeren gewonnen.
Der frische Saft wird empfohlen zur Heilung von Rheuma, Neuralgien und Ischias.

Die Rinde und die Wurzel wirken stark harntreibend. Die Blätter haben auch eine harntreibende Kraft, jedoch nicht so stark wie sie Rinde. Vorsicht! Zu große Mengen können Übelkeit hervorrufen!

IS

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