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Löwenzahnrosette, aus einer
Mauer wachsend
Digitalfoto von © Inga Schnekenburger vom 22.
April 2000
Wiesen-Löwenzahn
Butterblume, Kuhblume, Hundsblume, Maiblume, Sonnenwirbel...
weitere Namen siehe Seite 1
Taraxacum officinale
Es handelt sich um mehrjährige Kräuter.
Sie besitzen eine Pfahlwurzel. Der Stengel enthält
Milchsaft und trägt immer nur eine Blüte.Der
Stengel ist hohl. Die Pflanze wächst aus einer
Grundblattrosette. Die Farbe der Blüte ist
hellgelb bis dottergelb, selten orangegelb.
Die Gattung kann leicht identifiziert werden, aber
die jeweilige Art ist schwer zu bestimmen. Es gibt
in Europa 12.000 Arten des Löwenzahns! Die
verschiedenen Sorten, die weiter unten beschrieben
sind, gehören alle zum Wiesenlöwenzahn,
Taraxum officinale. Dieser Name schließt Kleinarten
mit ein. Der Löwenzahn ist eine von vielen
Arten, die zur Familie der Compositae, Korbblütler
(Köpfchenblütler) gehören.
Die einzelnen Blüten sind zu mehreren in ein
Köpfchen zusammengedrängt, umgeben von einer gemeinschaftlichen
Hülle (Hüllkelch, Hauptkelch), die am Grunde oftmals
noch eine oder mehrere Reihen Deckblätter als Aussenkelch
trägt. Das Ganze erscheint wie eine einzige
Blüte. Die Familie der Korbblütler ist eine der
größten von Blütenpflanzen mit mehr als
20.000 Arten. Taraxacum officinale besitzt nur nur
zygomorphe Zungenblüten.
Kurzbeschreibung - Steckbrief
Mehrjährige mit einer Grundrosette aus
fiedrig gelappten Blättern mit etwa löffelförmigen
Umriss und geflügelten Stielen. Blütenköpfchen
2 - 6 cm im Durchmesser, auf bis 40 cm langen Stengeln,
Zungenblüten unterseits meist mit einem braunen
oder grauen Streifen. Äußere Hüllblätter
zurückgekrümmt. Im ganzen Gebiet auf Grasland
verbreitet und häufig. Blüht März
bis Oktober, im Mai Höhepunkt der Blüte.
Die verschiedenen Sorten
- Sektion: Arctica
Eine sehr kleine Gruppe. Blütenköpfchen
klein, die äußeren Hüllblätteranliegend,
Achänen schwärzlich. Arktis.
- Sektion: Ceratophora
Auch eine sehr kleine Gruppe. Blätter
dunkelgrün; äußere Hüllblätter
anliegend, mit einem deutlichen Horn; Achänen
bräunlich. Skandinavien und Alpenregion.

Ceratophora-Blüten,
vielleicht der schönste Löwenzahn!
Digitalfoto von © Willi Schnekenburger
- Sektion: Spectabilia
Eine große Gruppe von meist kräftigen
Pflanzen, Blätter oft dunkel gefleckt,
mit rötlichen Mittelrippen, äußere
Hüllblätter aufrecht oder anliegend,
meist ohne Horn. Im Hügel- oder Bergland.

Spectabilia, fotografiert
am 27. April 2000 in Donaueschingen,
Baden-Württemberg, Deutschland, Höhe Donaueschingen
circa 700 m.
Digitalfoto von © Inga Schnekenburger
- Sektion: Palustria
Blätter oft schmal, gelappt oder ungelappt.
Äußere Hüllblätter oft
violett, mit deutlichen blassen Rändern,
ohne Hörner, anliegend. Allgemein an nassen
Standorten häufig.
- Sektion: Obliqua
Eine Gruppe aus nur zwei Arten. Blütenköpfchen
oft dunkler gelb. Zungenblüten rotviolett
gestreift und oft einwärts gerollt. Hüllblätter
mit Hörnern, anliegend. In sandigen
Gebieten und an der Küste.
- Sektion: Erythrosperma
Eine große Gruppe. Allgemein kleine
Pflanzen. Blätter oft tief eingeschnitten.
Äußere Hüllblätter oft
grau, mit blasseren Rändern, oft anliegend,
mit einem deutlichen Horn. Häufig auf trockenem
Grasland.
Heilwirkung
Die Pflanze besitzt eine bedeutende Heilwirkung
zur Linderung von Leberleiden, gilt als schleimlösendes
Mittel, wirkt appetitanregend, wird zur Blutreinigung
als Tee getrunken, bei Gallenleiden und Verstopfung
hilft der Löwenzahn ebenfalls. Er fördert
den Stoffwechsel , lindert Beschwerden bei Gicht
, ist allgemein von stärkender Wirkung und
besonderer Wirkung bei der Heilung von Blasenentzündungen.
Rezepte zur Tee-Zubereitung, für einen gesunden
Salat und - besonders empfehlenswert - als gepresster
frisch zubereiteter Frischsaft finden Sie auf der
Rezept-Seite |