Das Bild des Monats September: "Kurische Nehrung"
Es gibt ein Land, da das Schweigen Sprache ist, ein Land, das wie eine Brücke durch die Fluten des Lichts sich spannt.
"...Licht und Lachen, aber auch Tod, Stürme und Finsternis ruhen dort beieinander, so wie Haff und Meer seine schmalen Flanken benagen, so wie Sand und Wald miteinander ringen und die hohe Düne ihre Schatten reckt über Haus und Hafen, über Acker und Wiese." (1)
Dieses Land, die Kurische Nehrung liegt in der Oblast Kaliningrad / Russland, dem früheren Ostpreussen. Es spannt sich als schmale Landzunge von Cranz im Süden bis Memel im Norden. Heute gehört der südliche Teil zur Oblast Kaliningrad und der nördliche Teil zu Litauen.
Wir grüßen mit diesem Bild unsere Freunde im heutigen Gusew und aus Gumbinnen, mit dem sie sich verbunden fühlen. Es ist eine Erinnerung an unsere Reise im Mai dieses Jahres, wo wir von Gumbinnen aus einen Tagesausflug an die Kurische Nehrung unternommen haben. Ein Gruß geht auch an alle, die mit uns diese Reise unternommen haben und an den Hafenmeister von Wiking Haddeby, der in seiner Jugend auf der Kurischen Nehrung gelebt hat.
Ausstellungshinweis
Wer mehr künstlerische Werke von der Kurischen Nehrung sehen möchte, dem empfehlen wir den Besuch der Ausstellung "Max Pechstein - Werke aus dem Brücke Museum Berlin". Diese Ausstellung wird vom 25. November 2001 bis 27. Januar 2002 im Von der Heydt- Museum Wuppertal und vom 6. Juli 2002 bis 15. September 2002 in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen zu sehen sein. Die Ausstellung im Schloss Gottorf Schleswig ist beendet.
Max Pechstein hat mehrere Jahre den Sommer im Fischerdorf Nidden auf der Kurischen Nehrung verbracht.
RK
Quellen:
(1) Hansgeorg Buchholtz in Helmut Peitsch,
Reiseführer Nord-Ostpreussen
S. 160, 2. Aufl. 1994, Verlag Gerhard Rautenberg,
Leer
(2) Magdalena M. Möller (Hrsg.), Max
Pechstein - Werke aus dem Brücke
Museum Berlin, 2001, Hirmer Verlag München

