jutta kulcke  

Bild des Monats Oktober "11. September 2001"

Das Grauenvolle in der Welt ist seit dem 11. September 2001 alltäglicher Bestandteil unseres Lebens geworden.

Leergebrannt
Ist die Stätte,
Wilder Stürme rauhes Bette,
In den öden Fensterhöhlen
Wohnt das Grauen

(1). Bedrückend hat sich das Katastrophale über unser Fühlen, Denken und Handeln gelegt. Die Frau, die mit dem Leben davongekommen, vom Staub des Einsturzes bedeckt auf dem Bild uns erscheint, verdeutlicht unseren derzeitigen Zustand. Werden wir den Staub abschütteln können, wird aus den Ruinen neues Leben auferstehen können? Werden wir nach dem Aufräumen neue Wunderwerke entstehen lassen, die schimmernden Glanz auf unseren Alltag werfen? Was wird uns dazu ermutigen? "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch." , ruft uns Friedrich Hölderlin zu (2).

RK

Bild des Monats Oktober "11. September 2001"

Quellen:

(1) Schillers Werke, Neue Illustrierte Ausgabe in 2 Bänden, Band I, ohne Jahresangabe, möglicherweise etwa 1910, Das Lied von der Glocke, S. 104, Verlagsdruckerei "Merkur" Berlin
(2) Jochen Schmidt (Hrsg.), Hölderlin Gedichte, 1984, Patmos,S. 176, Insel Verlag Frankfurt a. M.

Linktipps

 

Das Bild des Monats Oktober 2001
The Watercolor of the Month October 2001
L'Aquarelle du Mois Octobre 2001

Jutta Kulcke, 28 cm x 38 cm, 09/2001
"11. September 2001", Aquarell
"September 11", watercolor
"Septembre 11", aquarelle

© Jutta Kulcke, Galerie Hornbrunnen,
Schleswig. Text: Prof. Richard Kulcke

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