Am nächsten
Morgen, es war der neunte Juni inzwischen, suchte
er weiter nach einer Braut. Die Farbe war ihm nicht
mehr so wichtig, das Alter war ihm auch nicht mehr
so wichtig, aber allein für sich haben wollte
er sie schon.
Auf dem Weg durch den Garten lächelte ihm zum
vierten Mal eine schöne gelbe
Blume zu, aber er sah sie nicht, sie war klein und
unscheinbar. Der
Schmetterling steuerte auf eine ganz besonders reizende
hellviolettfarbene Malvenblüte zu, umgaukelte
sie und war sehr verliebt. Alles an der Blume gefiel
ihm sehr.
Er kam
näher und sagte: "Du bist sehr schön.
Ich möchte Dich fragen, ob Du mich heiraten willst!"
Die Blume sagte: "Das ist nicht möglich.
Ich habe schon einen Bräutigam". Und
als sie das gesagt hatte, brummte es in der Luft und
es kam eine wunderschöne dunkle Biene herangeflogen.
Die Malvenblüte freute sich sehr über den
Besuch und die Biene wurde über und über
mit Blütenstaub eingepudert und wurde fast so
hellviolett wie die Blume.
Der Schmetterling
sah das und wurde fast neidisch - "Ach, so eine
Braut möchte ich auch haben, die auf mich wartet
und mich freufig begrüßt, wie schön
muss das sein." Und er fühlte sich einsam
und flatterte fort. "Morgen
ist auch noch ein Tag, da werde ich einen Ausflug
machen und mir einen anderen Garten ansehen. Hier
gibt es wohl keine Braut für mich."
Fortsetzung
am 10. Juni >>
<< Beginn des Märchens
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