Der Computergarten am 3. Juni

die roten steifen Tulpen Digitalfoto von Willi Schnekenburger

Tulpen im Garten

Digitalfoto von © Willi Schnekenburger
zum Märchen vom Gänseblümchen nach Hans- Christian Andersen


Tulpen Foto Willi Schnekenburger

Aber die Tulpen standen noch einmal so steif wie
vorher und waren ganz spitz im Gesicht und sehr rot, denn sie hatten sich geärgert.

Digitalfoto von © Willi Schnekenburger

Das Märchen vom Gänseblümchen
von Hans - Christian Andersen - 3

Es dauerte bestimmt eine ganze halbe Stunde, bevor das Blümchen wieder zu sich kam. Halb verschämt und doch innerlich beglückt sah es zu den anderen Blumen im Garten hinüber. Sie hatten gesehen, welche Ehre und Glückseligkeit ihm widerfahren war, sie mußten ja begreifen, welche Freude das war.

Aber die Tulpen standen noch einmal so steif wie vorher und waren ganz spitz im Gesicht und sehr rot, denn sie hatten sich geärgert. Die Bauernrosen waren ganz dickköpfig, buh, es war doch gut, daß sie nicht sprechen konnten, sonst hätte das Gänseblümchen eine ordentliche Predigt bekommen. Die arme, kleine Blume konnte wohl sehen, daß sie nicht guter Laune waren, und das tat ihr von Herzen leid.

Im selben Augenblick kam ein Mädchen mit einem großen, glänzend scharfen Messer in den Garten. Sie ging gerade auf die Tulpen zu und schnitt eine nach der anderen ab. "Ach!" seufzte das kleine Gänseblümchen, "das ist doch schrecklich! nun ist es vorbei mit ihnen!" Dann ging das Mädchen mit den Tulpen fort.

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