Der Computergarten am 28. Juli

stolze Zinnie von © Inga Schnekenburger für Marcel Duchamp

Eine stolze Zinnie als Geburtstagsgeschenk für Marcel Duchamp
Digitalfoto von © Inga Schnekenburger - Ready-made der Natur!

 

Information: Sämtliche Bilder von dieser Seite über Marcel Duchamp mussten entfernt werden. Die Verwertungsgesellschaft "Bild und Kunst" erhebt Gebühren. Obwohl wir nach Bekanntwerden des Verbots die Bilder sofort entfernt haben, mussten wir insgesamt für die Bilder im COMPUTERGARTEN circa 10. 000 DM (jetzt fünftausend Euro) an "Bild & Kunst" zahlen... Weitere Informationen unten auf dieser Seite.

Inga Schnekenburger

 


Marcel Duchamp
französischer Maler und Objekt-Künstler

geboren am 28. Juli 1887 in Blainville (bei Rouen)
gestorben am 2. Oktober 1968 in Neuilly-sur-Seine (bei Paris)


Marcel Duchamp arbeitete im Stil des Kubismus und brachte in den Bildern die Bewegung mit ein. Sein Bruder Raymond Duchamp-Villon (5.11.1876-7.10.1918 ) arbeitete bildhauerisch in dieser Richtung. Das Bild "Akt, eine Treppe hinabsteigend", 1912 entstanden, ist bezeichnend für diese Phase (
Staatliches Museum Schwerin).

Während des 1. Weltkrieges gehörte er zu den New Yorker Dadaisten. Angesichts der Sinnlosigkeit des Krieges ist diese Bewegung mehr als verständllich. Dada heißt Steckenpferd, ist aber absolut zufällig gewählt worden. Dada ist auch eine Bezeichnung für das erste Stammeln eines Kindes, das sprechen lernt.

Seit 1913 stellte Marcel Duchamp "Ready-mades" aus (handelsübliche Gebrauchsgegenstände), die er zum Kunstwerk erklärte und ausstellte, dazu gehörten z.B. ein Flaschenständer und ein Pissoir, das er "Fontäne" nannte. Dieses Pissoir erregte die Gemüter. Die althergebrachten Kunst- und Wertvorstellungen wurden damit ad absurdum geführt. Es handelt sich um eine radikale Infragestellung. Der Verzicht auf jedwede Gestaltung und damit ein Verweigern der Erwartung der Konsumenten war sehr mutig und ehrlich angesichts der Zeit, in der es entstand.

Die Dinge wurden ganz auf sich selbst zurückgeworfen, der Sinn liegt in ihnen selbst. Der Betrachter muss nachdenken und Parallelen ziehen, er ist mit dem Objekt ohne Sinngebung allein gelassen - und das war für viele einfach eine Zumutung.

Duchamp stellte die Museumskunst als solche in Frage,
aber vor allem das Verhältnis der Menschen zu ihrer Umwelt.
Denkt man den Gedanken weiter, ist er faszinierend.

Aber der Lauf der Zeit hat auch die Objekte von Marcel Duchamp zu musealer Kunst verändert. Sie werden jetzt ehrfürchtig betrachtet - etwas, was der Künstler absolut nicht gewollt hatte! In einem Interview sagte der damals 75jährige: "Ich warf ihnen das Pissoir ins Gesicht als eine Herausforderung, und jetzt bewundern sie es als das ästhetisch Schöne." Interview: KUNSTRADIO. Radio-Interview mit Marcel Duchamp von 1959; Bill Furlong.

Marcel Duchamp gehört zu den Wegbereitern der neuen, der modernen Kunst. Er gilt als führender Meister des DADA, später des Surrealismus. Höchst anregend wirkte er auf viele Künstler. Die Kinetik und die Concept Art berufen sich auf Marcel Duchamp.

Die Hauptwerke befinden sich im Museum of Art in Philadelphia.

 

Links
die meisten Links gibt es nicht mehr, eine Erklärung können Sie weiter unten lesen

  • Das bewegte Gif: J. Ludwig
    home.t-online.de/home/0534127209-0001/ludwig4.htm
  • Akt die Treppe hinabsteigend: Staatliches Museum Schwerin
    Die Seite wurde entfernt - hier war auch einmal ein Bild...
    www.museum-schwerin.de/sammlung/sammhome.htm
  • DUCHAMP Toll gemacht - warten lohnt sich! Es gibt eine Überraschung - von Björn Schimpf.
    Hier war auch einmal ein Bild... - Die Seite wurde entfernt www.ad-plus.de/duchamp/
    DIE SEITE von Björn Schimpf MUSSTE AUCH ENTFERNT WERDEN - ES WAR EINE WUNDERBARE SEITE!
  • Auch diese Seite wurde entfernt Museum of Art in Philadelphia
    pma.libertynet.org
  • Hier gibt es noch Bilder: Marcel Duchamp Images on the Web
    www.artchive.com/artchive/D/duchamp.html

Erlaubt hingegen sind Abbildungen von Büchern mit Arbeiten von Marcel Duchamp - wenn man sie zum Verkauf anbietet. 2 Bücher von Marcel Duchamp.


Fazit

In absehbarer Zeit werden die Künstler vergessen werden, für die "Bild & Kunst" für Veröffentlichungen im Internet -
auch ohne kommerzielles Interesse der Internetbetreiber - Geld einfordern. Besonders junge Menschen informieren sich über Kunst und Kultur im Internet. Das Vorgehen schadet dem Ansehen und dem Bekanntheitsgrad der verstorbenen Künstlern mehr, als es den Erben nützen könnte. Bilder von lebenden Künstlern (mit Genehmigung) wird es im Internet geben und Abbildungen von Künstlern, die über 70 Jahre verstorben sind. Und dazwischen klafft eine Lücke...

Sogar Webseiten von Museen sind betroffen

"Bildmaterial im web. Was die Bildreproduktionen anbelangt, ist uns dies im Bereich der Kunst ab 1900 leider nicht immer in dem von uns gewünschten Umfang möglich. Viele Kunstwerke unterliegen der Nutzungsgenehmigung durch die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst in Bonn, die für uns mit erheblichen Gebühren verbunden ist. Wir sind daher zu einer drastischen Reduktion der Bildwiedergaben gerade im Bereich der klassischen Moderne und zeitgenössischen Kunst gezwungen. Staatagalerie Stuttgart, 2003" www.staatsgalerie.de

Ich wünsche mir, dass eine andere Regelung gefunden wird.

Inga Schnekenburger
So können Sie onlinekunst.de unterstützen

Sorgt eine Verwertungsgesellschaft dafür, dass Künstler in Vergessenheit geraten?
Jedenfalls ist die jetzige Regelung sehr unerfreulich!

 

 
 

 

http://www.onlinekunst.de/julizwei/Marcel_Duchamp.htm