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Der
COMPUTERGARTEN am 21. Juli
Geburtstag Lovis Corinth Seite 2
1896 |
tritt
er in die Freimaurerloge ein. Corinth malt
das "Selbstbildnis
mit Skelett". |
1897 |
wird
sein Bild "Salome" (siehe Surftipps auf
Seite 1) von der Jury der Münchner Sezession
zurückgewiesen. Daraufhin hält ihn nichts
mehr in München. Berlin war seine nächste
Station, dorthin übersiedelte er |
1902 |
Um
die Jahrhundertwende übertraf es München
an Attraktivität für die Künstler.
In Berlin erlebte Lovis Corinth das Jahrzehnt seiner
menschlichen und künstlerischen Triumphe. Zusammen
mit Liebermann und Slevogt bildete er den Kernpunkt
der Sezession. Zusammen mit seiner Frau Charlotte
Berend
(Heirat 1903, Lovis Corinth war 45 Jahre, Charlotte
23 Jahre alt) verbrachte er seine glücklichsten
Jahre in Berlin. |
1911 |
traf
ihn ein schwerer Schlaganfall, er blieb halbseitig
(links) gelähmt, malte aber weiter. Seine rechte
Hand zitterte ständig - aber nicht beim Malen.
Dieses Leiden veränderte seine Malweise - und
brachte ihn zu tieferer Innerlichkeit und zu seinem
unvergleichlichen Stil. |
1915 |
wurde
er Präsident der Berliner Sezession, und an
seinem 60. Geburtstag Professor |
1921 |
erhielt
er von der Königsberger Universität die
Ehrendoktorwürde. |
1924 |
Lovis
Corinth malte viele Selbstportraits (ähnlich
wie Rembrandt), vorzugsweise an seinen Geburtstagen.
Das
Selbstportrait rechts entstand am 21. Juli 1924
- an seinem 66. Geburtstag, es
war sein letztes "Geburtstagsselbstportrait".
Abbildung rechts:
Lovis Corinth: Selbstportrait in der Sonne am
Walchensee an seinem Geburtstag am 21. Juli 1924
gemalt. München, Neue Pinakothek. Charlotte
Berend schrieb später dazu aus der Erinnerung:
"Wenn
ich daran denke, wie Du da gemalt hast, Stunden
und Stunden lang in dieser Julihitze stehend...
dazu
der Widerstrahl des Sees im Spiegel! Wir alle
suchten matt den Schatten auf. Oft kamst Du
aufgeregt ins Haus, das schwere Bild mit beiden
Händen vor Dir hertragend, um es im Haus
zu beurteilen.
An
diesem Bilde hast Du schwer gearbeitet."
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"Walchensee,
Blick auf Wetterstein" als Kunstdruck |
1925 |
ernannte
ihn die Berliner Akademie zu ihrem Ehrenmitglied.
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Kurz
vor seinem Tod malte er den "Ecce
Homo" (Abbildung links). Es
zeigt Jesus Christus zwischen Pilatus und
einem Kriegsknecht. Jesus trägt ein
blutrotes Gewand. Pilatus ist als Arzt dargestellt.
Die Arme von Jesus zeigen schwere Wunden.
Am
17. Juli 1925 starb Lovis Corinth in Zandvoort
in Holland.
Seite
3 Lovis Corinth und der Tod >>
Die
Werke von Lovis Corinth sind unter anderem
in Basel, Berlin, Bern, Hamburg, Hannover,
Kiel, Köln, London, Mainz, München,
New York, Stuttgart, Winterthur, Wuppertal
und Zürich zu bewundern. |
Bild
links oben: Ecce
Homo 1925, 189 x 148 cm, Kunstmuseum Basel. Öl
auf Leinwand (189 x 148 cm), Kunstmuseum Basel.
Dieses
Bild gehört zu den ergreifendsten malerischen
Bekenntnissen eines großen Meisters. |
| Buchtipp

PRESTEL
VERLAG,
1998 |
Laux,
Stephan Walter: Der Fall Corinth
Und die Zeitzeugen Wellner
Lovis
Corinth, einer der wichtigsten deutschen Maler
an der Schwelle zum Expressionismus, war schon
zu Lebzeiten ein berühmter Künstler.
Da er selbst nie direkt über sein Leben sprach,
sondern ihm wichtige Ereignisse in Form von "Legenden"
weitergab, blieb vieles in seiner Biographie unklar
oder zumindest unbewiesen. Der jetzt gesichtete
Nachlass der Brüder Otto und Wilhelm Wellner,
Studienfreunde Lovis Corinths aus der Königsberger
Zeit, erhellt viele Fragen. Otto
Wellner, der Corinth nach München folgte, gibt
in seinen interessanten Briefen Aufschluss über
die persönlichen Lebensumstände des
Künstlers. Sein Bruder Wilhelm dokumentierte
in zahlreichen Photographien das Leben in Corinths
Atelier und sammelte alles, was mit ihm in Zusammenhang
stand. Bisher nicht bekannte Fakten machen somit
eine erneute Beschäftigung mit dem "Fall
Corinth" erforderlich. |
Lovis
Corinth bei onlinekunst.de
Die Werke
von Lovis Corinth sind unter anderem in Basel, Berlin,
Bern, Hamburg, Hannover, Kiel, Köln, London, Mainz,
München, New York, Stuttgart, Winterthur, Wuppertal
und Zürich zu bewundern. |