Der COMPUTERGARTEN am 27. Juli

Foto Rosen Willi Schnekenburger 2003

"Nur eine Rose als Stütze"
Foto von © Willi Schnekenburger 2003 zum Geburtstag für Hilde Domin
Midi: The Music of Dieter Carels Harp Suite Op. 1 Aprilis Op. 1, Nr. 2


Hilde Domin
Lyrikerin

eigentlich Hilde Palm
geb. 27.7.1909 in Köln am Rhein
( fälschlicherweise oft 27.7.1912)

 

Inga Schnekenburger hatte für Hilde Domin
ein Bild erstellt, an dessen Original keine
Rechte bestanden. Das Bild musste entfernt werden.

Hilde Domin - Biographische Notizen

Hilde Domin wurde am 27. Juli 1909 in Köln als Tochter eines jüdischen Rechtsanwalts geboren. Sie besuchte ein humanistisches Gymnasium in Köln und machte 1929 ihr Abitur. In Heidelberg, Köln und Berlin studierte sie zunächst Jura, dann Nationalökonomie, Soziologie und Philosophie. Ihre wichtigsten Lehrer waren Karl Jaspers und Karl Mannheim.

1932

Im Oktober 1932 emigrierte Hilde Domin zusammen mit Erwin Walter Palm, den sie 1936 heiratet, nach Rom. In Florenz promovierte Hilde Domin mit einer Arbeit über »Pontanus als Vorläufer von Macchiavelli« zum Dr. rer.pol.

Bis 1939 war Hilde Domin als Lehrerin für Sprachen in Rom beschäftigt.

1939

floh sie nach England, wo ihre Eltern lebten.

1939/1940 unterrichtete sie am St. Aldwyn’s College in Minehead/Somerset.

1940

verließ sie mit ihrem Mann England und lebte bis 1954 im Exil in der Dominikanischen Republik.
In dieser Zeit war sie vorwiegend als Mitarbeiterin ihres Mannes, als Übersetzerin und Architektur-Fotografin tätig.

Ab 1948 lehrte sie als Dozentin für Deutsch an der Universität von Santo Domingo (bis 1852)

Noch in Lateinamerika (1951) begann Hilde Domins Leben als Schriftstellerin.

1954

kehrte das Ehepaar Palm wegen Berufung ihres Mannes an die Universität Heidelberg nach Deutschland zurück. Damals wählte Hilde Domin den Namen »Domin« (nach Santo Domingo) für sich.

1957

Ab 1957 veröffentlichte sie ihre Verse in Zeitschriften, und 1959 erschien mit »Nur eine Rose als Stütze« ihr erster Gedichtband.

Innerhalb von wenigen Jahren avancierte Hilde Domin zu einer der bedeutendsten deutschen Lyrikerinnen. Ihre Werke wurden bisher in 22 Sprachen übersetzt.

1961

Seit 1961 lebte sie in Heidelberg als freie Schriftstellerin.

 

Hilde Domin: Preise, Auszeichnungen und Mitgliedschaften

Ida Dehmel-Literaturpreis 1968
Meersburger Droste-Preis 1971
Heine-Medaille 1972
Roswitha-Gedenkmedaille 1974
Rainer Maria Rilke-Preis 1976
Nelly Sachs-Preis 1983
Bundesverdienstkreuz 1. Klasse 1983
Richard Benz-Medaille 1983
Verdienstkreuz des Landes Nordrhein-Westfalen 1988
Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg 1990
Friedrich Hölderlin-Preis 1992
1. Heidelberger Preis für Exilliteratur 1992
Carl Zuckmayer-Medaille 1992
Sinsheimer-Preis, Stadt Freinsheim 1993
Ehrenprofessur des Landes Baden-Württemberg 1993
Großes Bundesverdienstkreuz 1993
Literaturpreis der Konrad Adenauer-Stiftung 1995
Jakob Wassermann-Literaturpreis 1999
Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen 1999
Bürgermedaille der Stadt Heidelberg 1999
Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Stadt Heidelberg 2004

Hilde Domin war Mitglied des deutschen PEN-Zentrums, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Ehrenmitglied der Heinrich Heine-Gesellschaft, der American Association of Teachers of German und der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.

In Heidelberg ist Hilde Domin am 22. Februar 2006 im Alter von 96 Jahren gestorben.

Quelle: Pressemitteilung des S. Fischer Verlags

Metafinder - Webkatalog mit Vorschau   Diese Seite über Hilde Domin wurde 2004 im Webkatalog "Metafinder" aufgenommen


Literatur - Bücher von und über Hilde Domin - Links - Hilde Domin im Internet

 

 
 

 

http://www.onlinekunst.de/julizwei/Hilde_Domin.htm