"Blätter-Architektur"
für Lyonel Feininger
Computercollage von © Inga Schnekenburger
1998
Lyonel
(Charles Léonell) Feininger
Lyonel
Feininger wurde am 17. Juli 1871 in New York geboren.
Lyonel Feininger
war Karikaturist, Maler und Meister am Bauhaus in
Weimar und Dessau (1919- 1933). Lyonel Feininger gilt
als einer der wichtigsten Künstler der Klassischen
Moderne.
1871 als
Sohn eines Musikerehepaares in New York geboren, reiste
er 1887 seinen Eltern nach Deutschland nach, als diese
sich gerade auf einer Konzerttournee befanden. Statt
des vorgesehenen Violinstudiums wandte sich Lyonel
Feininger der bildenden Kunst zu und erhielt in der
Folgezeit seine Ausbildung an verschiedenen Kunstschulen
in Hamburg, Berlin und Paris. Nach ersten Erfolgen
mit Karikaturen für deutsche und amerikanische Zeitungen
entwickelte er unter dem Einfluss des Kubismus und
der Malerei Robert
Delaunays seinen eigenen, unverwechselbaren Stil
- charakterisiert durch die geometrische Konstruktion
des Bildraumes, die kristalline Auffächerung
transparenter Flächen und die Reflexivität von
Licht, Raum und Farbe.
Seine
Gemälde sind aus prismatisch gebrochenen, überblendenden
Farben und Formen komponiert. Architektur,
Straßen, Gebäude und maritime Themen stehen
im Zentrum von Feiningers Schaffen als Maler. Nach
seiner 1937 erfolgten Rückkehr nach New York
entstand die Reihe der Manhattan-Bilder, die anschaulich
belegen, wie fasziniert der Künstler auch von dieser
Metropole gewesen ist.
Lyonel
Feininger starb am 13. Januar 1956 in New York.
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Lyonel
Feininger
von Lyonel Feininger, Ulrich Luckhardt
Gebundene Ausgabe - 187 Seiten - Prestel 1998
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Feininger
- eine Künstlerfamilie
Feininger. Eine Künstlerfamilie
von texts Wolfgang Buche ... [et al.], Wolfgang
Buche. Gebundene Ausgabe - 160 Seiten - Hatje
Cantz Verlag 2001
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Lyonel
Feininger - Menschenbilder
Lyonel Feininger. Menschenbilder von
Lyonel Feininger, Ulrich Luckhardt, Matthias
Mühling
Gebundene Ausgabe - 159 Seiten - Hatje Cantz
Verlag 2004
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Lyonel
Feininger
von Lyonel Feininger. Sondereinband -
Hitzeroth 1992
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Luckhardt,
Ulrich:
Lyonel Feininger.
Karikaturen |
Lyonel
Feininger als Karikaturist und Illustrator
Diese Vorstellung
mag zunächst irritieren, weil der kritisch
spöttelnde Zeichner Feininger heute kaum
noch bekannt ist. Und doch sind Feiningers künstlerischer
Anfänge eng verbunden mit seiner ersten
Karriere als Karikaturist lange vor der Bauhaus-Zeit,
als er im Berlin des Wilhelminischen Kaiserreichs
eine bekannte Größe unter den Karikaturisten
war. Zunächst zeichnete er humoristische,
später politisch ätzende Karikaturen
für eine Vielzahl unterschiedlicher Zeitungen
und bürgerlicher Witzblätter wie 'Ulk',
'Lustige Blätter', 'Das Narrenschiff' oder
'Das Schnauferl"
und Blätter für "Sporthumor'.
DUMONT BUCHVERLAG,
1998, 104 Seiten
Zahlreiche, meist farbige Abbildungen und Fotos.
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Lyonel
Feininger - Halle-Bilder Die Naturnotizen
Aus einer Pressemitteilung des Landeskunstmuseums
Sachsen - Anhalt, Staatliche Galerie Moritzburg in
Halle:
"Mit
der Halle-Serie des Bauhausmeisters Lyonel Feininger
befand sich im Städtischen Museum in der Moritzburg
einst ein Kleinod. Im Laufe der Jahrzehnte war es
am Ort seiner Entstehung, nicht zuletzt bedingt durch
die nationalsozialistische Vernichtungspolitik gegenüber
der modernen Kunst, in relative Vergessenheit geraten.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es wiederholt
Versuche zur Zusammenführung von Feiningers Ansichten
der Stadt Halle. Letztlich dauerte es sechzig Jahre,
um eine nahezu komplette Vereinigung der noch bekannten
Werke dieser Thematik Realität werden zu lassen
(ihre erste öffentliche Präsentation erfolgte
1931).
Als die
Ausstellung "Lyonel Feininger - Die Halle-Bilder"
im November 1991 in der Staatlichen Galerie Moritzburg
Halle ihre Pforten schloß, schien zum Thema
alles Wesentliche gesagt. Es glich einer Sensation,
als 1995 das Fragment eines Skizzenbuches mit Motiven
aus der Saalestadt auftauchte. War die Forschung doch
bis dahin davon ausgegangen, daß Feininger während
seiner Arbeit an der Halle-Serie gänzlich auf
das Anfertigen von "Naturnotizen" verzichtet
und an deren Stelle konsequent Photographien eingesetzt
hatte. Eine Revision des bisher Postulierten
war notwendig geworden. Es sollte zunächst gelingen,
jenen seltenen Fund für das Museum anzukaufen. Darüber
hinaus konnte durch gezielte Forschung und Recherche
ein größeres Konvolut weiterer Skizzenblätter
geortet und in den Jahren zwischen 1997 bis 1999 erworben
werden.
Daneben
wird jener für das damalige Deutschland beispiellose
Akt des Zusammenwirkens von Künstler, Museum
und Kommune in seiner kulturpolitischen Bedeutung
erkennbar. Ein Vorgang, der durch drei herausragende
Persönlichkeiten getragen wurde: Neben Lyonel
Feininger war es der Kunsthistoriker und damalige
Direktor des Städtischen Museums für Kunst
und Kunstgewerbe in der Moritzburg Alois J. Schardt.
Er initiierte 1928 die Vermittlung des städtischen
Auftrages an den in Dessau lebenden Künstler und begleitete
das Werden der Halle-Bilder mit großer Anteilnahme
und Kongenialität. Nicht zuletzt ist des Oberbürgermeisters
der Stadt, Richard Robert Rive, zu gedenken, eines
der bedeutendsten Kommunalpolitikers der Weimarer
Republik, der die Geschicke der Stadt Halle seit 1906
geleitet hatte. Ein Politiker mit der nötigen
Weitsicht, um die Notwendigkeit von Kunst und Kultur
für eine funktionierende demokratische Gesellschaft
zu erkennen. Dank seiner Hilfe, bis hin zur Sicherung
der Finanzierung, konnte 1931 der Erwerb aller Gemälde
und ausgeführten Zeichnungen für das städtische
Museum realisiert werden."