Moritz
von Schwind Die Symphonie
Computergarten
vom 21. Januar Seite 3
Moritz
von Schwind
" Die Symphonie "
1852, Leinwand, 166 x 98 cm
München, neue Pinakothek
Das
eigentliche Bild und ein breiter, bildhaltiger
Rahmen verschmelzen zu einer Einheit von Raum
und Zeit.
Eine Symphonie von Ludwig van Beethoven dient
als Strukturmodell. Für die deutschen
Romantiker war die Musik
die höchste und reinste Kunstform ("zunächst
der Religion"). Runge sah in ihr den
gemeinsamen Urgrund aller Künste.
Fast
ein halbes Jahrhundert später hat Moritz
von Schwind, angeregt durch die Musik von Beethoven,
eine viersätzige Symphonie gemalt. Die
musikalische Form wird in eine erzählende
Handlung umgesetzt. |

Der untere Bereich des Bildes
"Synphonie" |
1.
Im unteren Bereich ist die Szene einer Hausmusik
dargestellt. Die Sängerin erregt die Aufmerksamkeit
eines jungen Mannes. Er verliebt sich in sie
(Musik: Introduktion). |
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Der
mittlere Bereich des Bildes "Synphonie" |
2.
In der Mitte des Bildes ist die Szene platziert,
in der sich die beiden im Wald begegnen
(Musik: Andante).
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Der
obere Bereich des Bildes "Synphonie" |
3.
Im oberen Teil des Bildes sehen wir eine Szene
mit Maskenball. Es kommt zu einer Liebeserklärung.
(Musik: Adagio)
4. Im obersten Feld, im Rundbogen, wird die
Hochzeitsreise geschildert
(Musik: Allegro / Rondo)
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Die
hier angewandte Verschmelzung
von Bild und Rahmen beschäftigte
Moritz von Schwind seit 1835. Damals arbeitete
er ein Aquarell ("Der wunderliche Heilige")
in dieser Form. Die "Symphonie" (1852)
stellt den Höhepunkt der Entwicklung Bild
/ Rahmen als Einheit dar. Bei den Märchendarstellingen
"Aschenbrödel " (1852) und "Die
sieben Raben" (1857) und bei den Fresken
an der Wiener Hofoper hat er ebenfalls diese
Stilform verwendet.
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