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Der
Computergarten am 7. Januar
Weißrosa
Christrose
Bild von © Inga Schnekenburger
zum Geburtstag von Rolf Nesch
| Gedicht
über die Christrose von Eduard Mörike
Auf eine Christblume
I
Tochter
des Waldes, du Lilienverwandte,
So lang von mir gesucht, unbekannte,
Im fremden Kirchhof, öd und winterlich,
Zum erstenmal, o schöne, find ich Dich!
Von welcher Hand gepflegt du hier erblühtest,
Ich weiß es nicht, noch wessen Grab du
hütest;
Ist es ein Jüngling, so geschah ihm Heil,
Ist's eine Jungfrau, lieblich fiel ihr Teil.
Schön bist du, Kind des Mondes, nicht der
Sonne;
Die wäre tödlich - andrer Blumen Wonne,
Dich nährt, den keuschen Leib voll Reif
und Duft,
Himmlischer Kälte balsamsüßer
Luft.
In deines Busens goldner Fülle gründet
Ein Wohlgeruch, der sich nur kaum verkündet;
So duftete, berührt von Engelshand,
Der benedeiten Mutter Brautgewand.
Dich würden, mahnend an das heilge Leiden,
Fünf Purpurtropfen schön und einzig
kleiden:
Doch kindlich zierst du, um die Weihnachtszeit,
Lichtgrün mit einem Hauch dein weißes
Kleid.
Der
Elfe, der in mitternaechtger Stunde
Zum Tanze geht im lichterhellen Grunde,
Vor deiner mystischen Glorie steht er scheu
Neugierig still von fern und huscht vorbei.
II
Im Winterboden schläft, ein Blumenkeim,
Der Schmetterling, der einst um Busch und Huegel
In Frühlingsnaechten wiegt den samtnen
Flügel;
Nie soll er kosten deinen Honigseim.
Wer aber weiß, ob nicht sein zarter Geist,
Wenn jede Zier des Sommers hingesunken,
Dereinst, von deinem leisen Dufte trunken,
Mir unsichtbar, dich blühende umkreist?
Eduard Mörike
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Rolf
Nesch
1893
- 1975
deutsch - norwegischer Maler und
Graphiker
Biographie
Rolf Nesch
Rolf
Nesch wurde am 7. Januar 1893 in Oberesslingen am
Neckar geboren.
Nach einer Lehre als Dekorationsmaler kam er 1912
nach Dresden und arbeitete als Malergeselle. Dort
wurde er in die Akademie aufgenommen. Im Krieg musste
er sein Studium unterbrechen, er
kam in englische Gefangenschaft.
1919 nahm er das Studium in Dresden bei Oskar
Kokoschka wieder auf und erhielt ein Meister-Atelier.
1924 besuchte er Ernst Ludwig Kirchner in Davos.
Kirchner hatte einen großen stilistischen und
technischen Einfluss auf Rolf Nesch. 1925 erfand
er eine neue Technik, die Durchätzung.
1929
ließ sich Rolf Nesch in Hamburg nieder, wurde
Mitglied der "Neuen Sezession". Die Bilder
aus dieser Zeit vernichtete er später. Seine
Technik wandte er für die Graphikfolge "Karl
Muck und sein Orchester" an. Bei der Folge "Die
Hamburger Brücken" wurden die Platten nicht
nur durchgeätzt, sondern auch durchbohrt, Stücke
herausgeschnitten und Drähte angelötet.
Die so bearbeiteten Platten wurden dann von ihm eingefärbt
und auf Kupfertiefdruckpapier abgezogen. Damit
hatte er zusätzlich die Technik des Metalldrucks
erfunden.
1933 ging er in die Emigration nach Norwegen.
Dort
erweiterte er die Technik, er reicherte die Bilder
mit Strandgut, Glasstücken, Korken u. a. an.
Rolf Nesch hat versucht, Haptik und Optik des Materials
und die Gestaltung zu einer Einheit zu verschmelzen.
Rolf
Nesch starb in Oslo im Alter von 82 Jahren am 27.
Oktober 1975.
Werke
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"Landungsbrücken
" Leinwand, 1933, Hamburg, Sammlung Holthusen
- "Elbchaussee
" Leinwand, 1931, Köln, Wallraf - Richartz
- Museum, Köln
-
"S. Marco" Kupferplatten mit Metallstücken,
1961, Stuttgart, Belser - Haus
-
"Hl. Sebastian" Kupferplatten mit
farbigem Glas und Marmor, 1941 - 1943,
Stuttgart, Galerie der Stadt
-
"Lofotenfischer ziehen Netze" ,
Zinkplatten mit aufgelöteten Zinkstreifen,
teilweise mit Messing unterlegt, 1936 - 1937,
Staatsgalerie Stuttgart
Linktipps
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