| Biographie
Heinrich
Schliemann wurde am 6. Januar 1822
in Neubukow in Mecklenburg geboren.
| 1833 |
besuchte
er das Gymnasium in Neustrelitz, wechselte
aber zur Realschule und begann 1936
eine Lehre als Kaufmann. |

Heinrich
Schliemann
in Petersburg |
| 1842 |
zweijähriger
Aufenthalt in Amerika, Eröffnung einer Goldgräberbank
in Sacramento. Heinrich Schliemann arbeitete
in verschiedenen Handelshäusern, dann gründete
er ein eigenes Handelshaus in St. Petersburg
. Er wurde ein reicher Mann und beschloß
im Alter von 34 Jahren, sich hauptsächlich
mit Wissenschaften zu befassen. |
| 1864 |
verließ
er Petersburg und unternahm eine mehrjährige
Weltreise. |
| 1868 |
reiste
er nach Griechenland. Sein leidenschaftlicher
Wunsch war es, Stätten des griechischen
Mythos wiederzufinden und die Schätze
zu heben. Heinrich
Schliemann glaubte an die geschichtliche
Wahrheit der Dichtungen Homers. |
| 1869 |
Promotion
zum Doktor der Philosophie, Annahme der
amerikanischen Staatsbürgerschaft... Ein
Jahr später begann er mit Probegrabungen
- illegal.
|

Der
Schatz des Priamos |
1871 |
erhielt
er eine offizielle Genehmigung und entdeckte
1873 den Schatz des Priamos. |
| 1874 |
unternahm
er Versuchsgrabungen in Mykene und begann
eine Museums- und Vortragsreise durch Europa.
|
| 1875
|
führte
er Grabungen in Italien und auf Sizilien
durch. |
| 1876 |
entdeckte
er die Maske des Agamemnon. Weitere Ausgrabungen
in Troja folgten. |
| 1880 |
entdeckt
er das Schatzhaus des Minyas. Heinrich
Schliemann wurde ab 1881 von Wilhelm
Dörpfeld (1853-1940) wissenschaftlich
unterstützt und führte bis
1890 seine " Schatzsuche "
durch.
1888 gemeinsame Reisen auch mit R.
Virchow. |
Heinrich
Schliemann starb im Alter von 68 Jahren
am 26. Dezember 1890 in Neapel.
Heinrich
Schliemann |
Sophia
Schliemann |
Sophia
Schliemann trägt auf dem Foto Schmuck,
den ihr Mann ausgegraben hat. |

Totenmaske
des Agamemnon - Death Mask of Agamemnon
|
Bei
aller Kritik an Schliemann sollten seine Verdienste
um die Archäologie nicht vergessen werden
Verdienste
Heinrich Schliemanns
Heinrich Schliemann hat der Archäologie
zu neuem Ansehen verholfen und diese Wissenschaft
populär gemacht. Vor Heinrich Schliemann
hatte es keiner verstanden, diese hochinteressante
Disziplin der allgemeinen Wertschätzung
zuzuführen. Heinrich Schliemann hat moderne
Methoden verwendet, um die Ausgrabungen zu archivieren,
zum Beispiel war der Einsatz der Fotografie
auf diesem Gebiet vorher nicht üblich.
Heinrich Schliemann hat die Schichten der
Erde zur Altersbestimmung hinzugezogen,
heute selbstverständlich, damals wenig
beachtet, obwohl schon Publikationen vorlagen.
|

Keramik aus den Ausgrabungen,
heute millionenhoch versichert.
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Heinrich
Schliemann hat die von seinen Mitarbeitern
als "unwichtig und wertlos"
eingestufte KERAMIK sorgfältig
ausgraben und archivieren lassen. Dies
hat er unter Schwierigkeiten gegen seine
Mitarbeiter durchgesetzt. Dieses Verhalten
zeigt, dass es ihm nicht nur um "Schatzsuche"
nach Gold ging.
Heinrich Schliemann hat alle Grabungsergebnisse
sorgfältig und gewissenhaft protokolliert,
die Eintragungen entsprechen nach jüngsten
Forschungen den tatsächlichen Befunden
(während er es mit seinen privaten
Eintragungen in seinen zahlreichen Tagebüchern
mit der Wahrheit nicht so genau nahm).
Die
Verdienste Heinrich Schliemanns wurden
zum Beispiel in England viel früher
als in Deutschland gewürdigt. In
Deutschland herrschte ein gewisser Standesdünkel
der Professoren, die einem "Laien,
Dilettanten" nichts zutrauten, schon
gar keine neuen Erkenntnisse. |
Man
musste als Deutscher die Archäologie studiert
haben, um mitreden zu können. Dies hat
mit Sicherheit dazu geführt, dass Heinrich
Schliemann so um seine Anerkennung bemüht
war und ein gesteigertes Geltungsbedürfnis
zeigte. Bei mehr Verständnis und ehrlicher
Anerkennung von Seiten der deutschen Professoren
hätte sich Heinrich Schliemann in vielen
heute kritisierten Punkten sicher anders verhalten.
Auch
hier geht es um Schätze - am
6.01. ist der Tag der Heiligen Drei Könige:
6.
Januar: Heilige 3 Könige. Mit Gedicht
von Heinrich Heine und Gemälde von Conrad
von Soest. Gemälde
und Gedichte zum Dreikönigstag
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