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Der Herbst
So komm, du wilder West,
und sing geheimnisvoll und runenkundig
in meinen Kiefern und Wacholderbüschen
das uralt düstere Jahreslied des Todes!
Und reiß aus meinem Herz des Sommers
Freuden,
reiß sie gleich müd gewordenen
Blättern ab,
auf daß mein Fuß sie raschelnd
von sich stoße.
So wie von jenem Ahorn taumelnd dort
die schwarzgefleckten Blätter landwärts
wirbeln,
laß all des Sommers gaukelnde Gestalten
zu krausen Scharen windgewiegt
ins graue Land Vergessenheit hinflattern!
Und dann, oh West, oh wilder West,
saug aus des Weltmeers weitgeebbten Brüsten
dir Sturmeskräfte hoch und schleudere
mich
hohnlachend jenen Spukgestalten nach
und brause, laut aus vollen Lungen tobend,
über das Sommerglück, das du zerstört!
Gustav Sack (1885-1916)
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Gustav
Sack: geboren am 28.10.1885 in Schermbeck
bei Wesel, gestorben am 5.12.1916 als Soldat
bei Bukarest. 1906 -1910 Studium der Germanistik,
Naturwissenschaften und Biologie. 1913 -
1916 arbeitet Gustav Sack als Schriftsteller
in München
(Gedichte, Novellen, Essays und ein Romanfragment).
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