zur Startseite der Herbstlyrik
 


 

rote Rose am Fenster

Digitalfoto "Rote Rose am Fenster"
von © Inga Schnekenburger Juni 2004

Herbstsonett

Auf den Fenstersimsen duften Rosen,
denen es an Dornen nicht gebricht.
Herbst wirft erste Schatten, letztes Licht
weilt, die müden Wangen zu liebkosen.

Ehe es hinabsinkt, dein Gesicht -
das in Wirklichkeit Erinnerung
an die Zeit, da unsre Tage jung
und so unbeschwert wie ein Gedicht -

möcht ich halten dich mit meinen Händen.
Doch den Weg zu dir verweht die Zeit.
Manchmal denke ich, die Träume enden

erst, wenn wir zum Abschied sind bereit.
Deine Liebesworte, einst Legenden,
atmen unerbittlich Endlichkeit.

© Karin Rohner 2003

Mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung bei onlinekunst.de. Alle Rechte bei der Autorin.Webseite von Karin Rohner: liebesgedichte-liebes-gedichte.de

nächstes Herbstgedicht >>

 

 

Gästebuch

Gedichte für den Herbst bei onlinekunst.de - Kunst und Kultur im Internet
Siteinfo: http://www.onlinekunst.de/herbstlyrik/