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Friedrich Hölderlin

Der Herbst II

Herbstgeist Computergrafik von Inga Schnekenburger

Bild: "Tanzender Herbst-Geist", Computergrafik von von Inga Schnekenburger

Der Herbst II

Die Sagen, die der Erde sich entfernen,
Vom Geiste, der gewesen ist und wiederkehret,
Sie kehren zu der Menschheit sich, und vieles lernen
Wir aus der Zeit, die eilends sich verzehret.

Die Bilder der Vergangenheit sind nicht verlassen
Von der Natur, als wie die Tag' verblassen
Im hohen Sommer, kehrt der Herbst zur Erde nieder,
Der Geist der Schauer findet sich am Himmel wieder.

In kurzer Zeit hat vieles sich geendet,
Der Landmann, der am Pfluge sich gezeiget,
Er siehet, wie das Jahr sich frohem Ende neiget,
In solchen Bildern ist des Menschen Tag vollendet.

Der Erde Rund mit Felsen ausgezieret
Ist wie die Wolke nicht, die Abends sich verlieret,
Es zeiget sich mit einem goldnen Tage,
Und die Vollkommenheit ist ohne Klage.

Friedrich Hölderlin

Herbstgeist gespiegelt Computergrafik von Inga schnekenburger

Bilder: Computergrafiken "Tanzender Herbst-Geist"
und "Tanzender Herbst-Geist gespiegelt" von Inga Schnekenburger

Hölderlin im Computergarten
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