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Ritt im Mondschein

Herz zum Herzen ist nicht weit
Unter lichten Sternen,
Und das Aug´,von Tau geweiht,
Blickt zu lieben Fernen;
Unterm Hufschlag klingt die Welt,
Und die Himmel schweigen,
Zwischen beiden mir gesellt
Will der Mond sich zeigen.


Zeigt sich heut in roter Glut
An dem Erdenrande,
Gleich als ob mit heißem Blut
Er auf Erden lande,
Doch nun flieht er scheu empor,
Glänzt in reinem Lichte,
Und ich scheue mich auch vor
Seinem Angesichte.

 

Aus: Achim von Arnim "Briefgedicht an Bettina Brentano", 1820, Melodie von Zoltan Kodaly, Ungarn. Grafik: Inga Schnekenburger

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Bettine Brentano und Achim von Arnim von Hildegard Baumgart. Gebundene Ausgabe - 493 Seiten - Berlin Verlag. Lange hat Hildegard Baumgart verschiedene Geschichten gegeneinander abgewogen, um das vollkommenste Beispiel der romantischen Liebe im 18. Jahrhundert ausfindig zu machen, und dabei fiel ihre Wahl auf Bettine Brentano und Achim von Arnim, die beiden leidenschaftlichen und auffallend gegensätzlichen Dichtergrößen, die ihre wechselseitige und lange unbewusste Verzückung mit erstaunlichem Facettenreichtum auslebten und noch den Schwärmern von heute mit ihrer Flut von Liebesbriefen das Herz höher schlagen lassen.

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