Wie stellt man sich das Ende der Welt vor?
In Sri Lanka gibt es das tatsächlich. Auf einer ca. 2000
m hoch gelegenen Hochebene – den Horton Plains, mit
steppenähnlicher Vegetation und Bergnebelwald bedeckt,
kommt man zum „world´s end“. Bei einer Wanderung
durch einen eigenartigen gespenstisch anmutenden Bergnebelwald
steht man urplötzlich davor – vor einem steilen
Abhang, der 1600 m in die nicht sichtbare endlos erscheinende
und nebelverhangene Tiefe führt. Zwischen den grauen
Nebelfetzen schauen schwarze Bäume, die sich an dem felsigen
fast senkrecht nach unten führenden Abhang festzuhalten
versuchen, hindurch. Fantasien kommen auf – was könnte
sich wohl da unten in der grauen Nebelmasse, am Ende der Welt,
verbergen?
World's
End
Petra Seidel: "world´s
end" (2005), Aquarellfarben auf Aquarellpapier,
30 x 40 cm